Maritimes Volksfest in der Seehafenstadt mit Verstärkung von Rhein und Weser
Ortsverband Emden und Gast-Helfende meisterteten dreitägige Sanitätsdienst bei Delft- und Hafenfest - eine Pause gab es danach nicht
Eine Seehafenstadt im Ausnahmezustand: Drei Tage lang feiern mehr als 100.000 Menschen. Drei Tage Shanty-Chöre , Bands, Jahrmarkt, Flohmarkt, Schlauchbootrennen und so vieles mehr. Drei Tage Emder Delft- und Hafenfest und ein Ortsverband der Johanniter-Unfall-Hilfe, der dafür sorgt, dass alle dabei wohl behütet sind. Für das maritime Volksfest stellte der Ortsverband Emden der Johanniter-Unfall-Hilfe 27 Helfende, die zusammen 360 Stunden lang ihr Bestes gaben, darunter die Emder Verbandsärztin, drei Notfallsanitäter, drei Rettungssanitäter, zwei Rettungshelfende 15 Sanitätshelfende und drei Ersthelfende, beziehungsweise Praktikanten. Hinzu kam Verstärkung von Rhein und Weser- ein Rettungshelfer aus Köln verstärkte das Team, ebenso ein Kollege aus dem Nachbarverband Bremen-Verden.
Die Emder betrieben eine Unfallhilfsstelle (UHS) und hatten den Krankenwagen und einen MAnnschaftstransportwagen vor Ort. In der Nacht wurde jeweils eine zweite UHS in Betrieb genommen. Die drei Tage verliefen ruhig. Abgesehen von einer Frau, die nach einem Sturzt ins Emder Klinikum verbracht wurde, versorgten die Johanniter lediglich ein Dutzend Bagatellen. Max-Jonas Kunz (Bremen/Verden) war über das johannitereigne Social Intranet 4JUH auf das Delftfest aufmerksam geworden und hat sich gemeldet. "Er möchte auch gerne wieder nach Emden kommen, wenn wir Einsätze haben", erklärt Helge Thiel, stellvertretender Ortsbeauftragter. Neben den Johanniter aus anderen Verbänden unterstütze auch Sanitätshelferin Leonie Meyer von der DLRG Emden.
Das Emder Delft- und Hafenfest lief über das gesamte Wochenende vom 17. bis 19. Juli. Sonntagabend war der Einsatz beendet - aber keine Pause in Sicht. Nach dem Fest war vor der Übung! Am Montagabend fand unter Anleitung von Ortsbeauftragten und Notfallsanitäter Steffen Oostinga eine Übung in Erstversorgung und Transport von Patienten statt. Geübt wurde vor allem der Transport unter erschwerten Bedingung, zum Beispiel aus engen Räumen oder über Treppen, gekrönt vom einer Slalom-Fahrt mit dem KTW. Die Teilnehmenden waren RS, RH , SanH und EH/Praktikanten sowie drei Interessierte aus der Ukraine, die eventuell Mitglied werden möchten.
Bild: Helge Thiel