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27.02.2026 | Regionalgeschäftsstelle Oldenburg

Ostfriesen präsentieren Vielfaltsprojekt in Bundesgeschäftsstelle

Johanniter aus Weser-Ems stellen „Regenbogenfrühstück (Ost)Friesland“ bei Austauschrunde in Berlin vor

Sebastian Rauch (von links) und Robert Rostoski (Gesamtkoordinierung Vielfaltsorientierung Bundesverband). Bilder: Ann-Kathrin.Stapf/Johanniter
(von links) Marlon Meyer (OV Aurich), Carsten Buss (OV Moormerland), Olaf Powileit, Sebastian Rauch (beide OV Wittmund, Anna Behrendt und Marion Meyer (beide OV Aurich)
(von links) Carsten Buss (OV Moormerland), Marion Meyer, Anna Behrendt, Marlon Meyer (alle OV Aurich), Sebastian Rauch, Olaf Powileit (beide OV Wittmund) und Lena Behrendt (OV Aurich).

Aurich/Berlin – Acht Helfende aus den Ortsverbänden Wittmund, Moormerland und Aurich und dem Regionalverband Weser-Ems waren nach Berlin gereist und stellten in der Bundesgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe am Samstag, 21. Februar das erfolgreiche Vielfaltsprojekt „Regenbogenfrühstück (Ost)Friesland“ als Best-Practice-Beispiel vor. Sie tauschten sich mit den anderen Teilnehmenden über Projekte für mehr queere Solidarität, Inklusion und Integration bei den Johannitern aus. 

Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem  Santosha Terasa (Jugendbildungsreferent LV Berlin-Brandenburg), Mitglieder der Jugend in BB, Constanze Weber (Regionaljugendleiterin Berlin und Vorsitz Fachausschuss Inklusion und Vielfalt im LV BB), Jessica Krüger (Koordination für Johanniter-Jugend und Schulsanitätsdienst und Vorsitz Fachausschuss Inklusion und Vielfalt im LV BB), Dr. Stefan Heißenberger (Bildungsreferent für Demokratieförderung, Projekt "Land im Dialog"), Sacha Isaacs (Mitglied der Antidiskriminierungsstelle im LV BB) und Robert Rostoski (Gesamtkoordinierung Vielfaltsorientierung), sowie Felicitas Bettendorf (Leitung Stabsstelle Fürsorge, Kinderschutz und Prävention im Bundesverband), die per Zoom zugeschaltet war.

Santosha Terasa hatte mit Mitgliedern der Johanniter-Jugend BB und Robert Rostoski für eine bunte Tafel in den Räumen der Bundesgeschäftsstelle gesorgt. Die acht Teilnehmenden aus Weser-Ems brachten Matjes, Pilsumer Käse, Tee samt Service, Kluntje und Sahne mit. 

Bei der Präsentation des Regenbogenfrühstücks zeigte sich, wie wichtig der Austausch an diesem Tag war. Das Regenbogenfrühstück (Ost)Friesland läuft seit September 2024. Die Gruppe hat unter anderem die erstmalige Teilnahme der Johanniter am Auricher CSD, eine Vortragsreihe zum Weltfrauentag und ein Frühstück mit den Bewohnenden der Unterkunft für Geflüchtete in Georgsfeld zu verbuchen. Es fand bisher in vier Landkreisen und der kreisfreien Stadt Emden statt mit Teilnehmenden aus zehn von 19 Ortsverbänden im Regionalverband Weser-Ems. Vereinzelt nahmen Teilnehmende bis zu 100 Kilometer einfach Fahrt auf sich, um an der Veranstaltungsreihe teilnehmen zu können.

Terasa lobte die Niederschwelligkeit des Angebots. Auch die anderen Teilnehmenden stimmten zu, dass es häufig schon gute Ansätze in anderen Regionen gibt und mehr Vernetzung ein Ziel sein muss, da sich eine Idee wie das Regenbogenfrühstück auch auf das ländliche Brandenburg umsetzen lassen könnte, sowie andere ländliche Regionen deutschlandweit. 

In der Runde wurden weitere Projekte vorgestellt und diskutiert, erörtert wo es in den Bereichen Inklusion, queersensible Arbeit, und Integration innerhalb des Vereins Verbesserungsmöglichkeiten gibt und wo konkret angesetzt werden kann, zum Beispiel mit multimedialen Angeboten, einfacher Sprache und durchdachter Farbwahl im Bereich Inklusion.

Ein Besuch im Schwulen Museum Berlin rundete den Tag ab.

Ein zweiter Termin über Zoom zur konkreten Erarbeitung von Zielen ist bereits in Planung. Ein Besuch von Johannitern aus Berlin und Brandenburg in Ostfriesland ist von beiden Seiten gewünscht. Gespräche mit konkreten Terminvorschlägen - angedacht ist die Einladung zu Veranstaltungen im Rahmen der Vielfaltsarbeit an denen die Gäste teilnehmen können - werden zeitnah stattfinden. 

Die Regenbogenfrühstück-Runde war am Sonntag schon fast auf dem Heimweg, da meldete sich Stefan Greiber, Fachbereichsleiter Marketing und Kommunikation in Weser-Ems, der gerade in seiner Sendung „Wir die Johanniter“ bei Radio Ostfriesland saß. Seine Idee: Ein Telefon-Interview live aus Berlin über das Regenbogenfrühstück in der Bundesgeschäftsstelle. Spontan nahm JUHnique-Ostfriesland-Beauftragter Sebastian Rauch den Hörer auf und gab ein Interview auf dem Berliner Hauptbahnhof. 

 

JUHnique ist das Vielfaltsnetzwerk der Johanniter aus Weser-Ems. Nach mehrfacher erfolgreicher Teilnahme am CSD Oldenburg, organisiert von Mitgliedern des Netzwerks, wünschte sich Regionalvorstand Markus Wedemeyer, die Vielfaltsarbeit auf weitere Teile des Regionalverbands auszuweiten. Daraufhin entwickelten und organisierten Helfende aus Ostfriesland das Regenbogenfrühstück. Bisheriger Höhepunkt war die Teilnahme am Auricher CSD, zu dem Robert Rostoski angereist war. Beeindruckt von dem, was die Gruppe nach weniger als einem Jahr des Bestehens auf die Beine gestellt hatte, lud er die Ostfriesen ein, ihr Best-Practice-Beispiel auf Bundesebene zu präsentieren.