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08.10.2026 | Regionalverband Aachen-Düren-Heinsberg

Johanniter-Hochwasserhilfe: Anträge noch bis Ende 2026 möglich

Johanniter beenden nach fünfeinhalb Jahren Wiederaufbauhilfe das Antragsverfahren in NRW.

Keller-Baustelle mit Rohbauwand, Werkzeug, Sack und Schubkarre auf Fliesenboden.

Die Johanniter schließen zum Jahresende das Antragsverfahren für finanzielle Unterstützungen im Rahmen ihrer Hochwasserhilfe ab. Betroffene können im Stolberger Büro der Hochwasserhilfe noch bis 15. Dezember 2026 einen Antrag einreichen. 

Nach der Hochwasserkatastrophe haben die Johanniter tausende betroffene Menschen beim Wiederaufbau und bei der Bewältigung der Folgen unterstützt – im Ahrtal und im Süden von NRW. Für die Hochwasserhilfe stehen aktuell noch begrenzte Restmittel zur Verfügung. Betroffene, bei denen weiterhin ein förderfähiger Unterstützungsbedarf besteht, können sich deshalb noch bis zum Jahresende um eine Unterstützung bewerben.

Interessierte sollten sich möglichst frühzeitig an die zuständige Hochwasserhilfe der Johanniter wenden, um zu klären, ob eine Antragstellung infrage kommt und welche Unterlagen dafür benötigt werden. Informationen zu den Hochwasserhilfe-Büros findet man unter https://www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe/hochwasserhilfe/

Nach dem 15. Dezember werden von den Johannitern in Stolberg keine neuen Anträge mehr angenommen. Die Johanniter weisen ferner darauf hin, dass eine Antragstellung keinen Anspruch auf Förderung begründet. Über eine Unterstützung wird nach Prüfung der jeweiligen Voraussetzungen und im Rahmen der noch verfügbaren Mittel entschieden.

Die Johanniter sind weiterhin für die Betroffenen vor Ort im Einsatz. Die drei Büros der Johanniter-Hochwasserhilfe in NRW in Stolberg, Erftstadt und Swisttal bleiben bis mindestens Ende 2027 geöffnet. 
Erst im Juli hatten die Johanniter NRW ihre Fünf-Jahresbilanz von Soforthilfe bis Wiederaufbau veröffentlicht: Rund 20 Millionen Euro Spenden werden sie bis Ende 2027 für die Betroffenen zur Verfügung gestellt haben. 

Kontakt und weitere Informationen

Johanniter-Hochwasserhilfe, Rathausstraße 46–48, 52222 Stolberg, 
hochwasserhilfe.aachen(at)johanniter.de, Tel. 02402 99656-200

Hintergrund

Die Johanniter-Hochwasserhilfe in Nordrhein-Westfalen umfasst heute drei Projektbüros, aufsuchende Beratung, psychosoziale Unterstützung, Wiederaufbauhilfen, Angebote für Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren sowie zahlreiche regionale Projekte zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Verwendung der Spendengelder erfolgt transparent nach festen Förderrichtlinien und unter Begleitung des unabhängigen Johanniter-Spendenrates. Die Johanniter planen, ihre Unterstützungsangebote bis mindestens Ende 2027 und ggf. auch darüber hinaus – in geeigneter Form – in den betroffenen Regionen zu verstetigen. Weitere Infos: www.johanniter.de/juh/lv-nrw/unsere-dienste-leistungen/hochwasserhilfe-nrw-fuer-sie-vor-ort/

Bis Ende 2025 setzten die Johanniter NRW rund 14 Millionen Euro ein. Etwa die Hälfte floss in Einzelfallhilfen und den Wiederaufbau von Wohnraum sowie sozialer, kultureller und gemeinnütziger Infrastruktur. Die übrigen Mittel wurden für Beratungsangebote, Sozialarbeit, Tiny houses für Betroffene, Entlastungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Familien sowie den Betrieb der drei Hochwasser-Projektbüros in Stolberg, Erftstadt und Odendorf verwendet. Rund 550 Einzelfallhilfen wurden bislang bewilligt. Die verbleibenden rund sechs Millionen Euro sind bereits bis Ende 2027 für weitere Hilfen fest eingeplant.