17.07.2026 | Hochwasserhilfe Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen

Erinnern und begleiten

Johanniter zum Jahrestag der Flut in Heimerzheim

Zum fünften Jahrestags der Flutkatastrophe kamen am Dienstag, den 15. Juli 2026 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zur Gedenkveranstaltung der Gemeinde Swisttal in der Grundschule Heimerzheim zusammen. Gemeinsam wurde der Opfer der Flut gedacht, an die Ereignisse erinnert und der Blick auf das gerichtet, was in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam erreicht werden konnte.

Raum für Begegnung und Austausch
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Bürgermeister Tobias Leuning, Luisa Mertens Projektleitung der Johanniter-Hochwasserhilfe sowie Kai Imsande. Im Anschluss gestalteten der katholische Pater Marek und die evangelische Superintendentin Claudia Müller-Bück einen ökumenischen Gottesdienst mit einer Gedenkminute. Musikalische Beiträge sowie ein gemeinsamer Ausklang bei Essen und Getränken boten Raum für Begegnung und Austausch.

In ihrer Eröffnungsrede erinnerte Luisa Mertens an die Flutnacht im Juli 2021: „Fünf Jahre sind vergangen, seit die Flut das Leben vieler Menschen von einem Moment auf den anderen verändert hat. Für viele sind die Erinnerungen an diese Tage noch immer sehr präsent.“

Johanniter stehen seit dem ersten Tagen für Hilfe vor Ort bereit
Seit der Flut begleiten die Johanniter die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis und Kreis Euskirchen – zunächst mit Katastrophenschutz und Soforthilfe, heute mit langfristigen Projekten, finanzieller Unterstützung und psychosozialen Angeboten. „Für uns endet Hilfe nicht, wenn die materiellen Schäden behoben sind. Wir begleiten die Menschen hier vor Ort so lange, wie sie unsere Unterstützung brauchen“, betonte Mertens.

Neue Perspektiven schaffen
An ihrem Informationsstand stellten Luisa Mertens, Erik Heneka und Nina Höhne ihre aktuellen Hilfsangebote vor. Besucherinnen und Besucher konnten ihre Gedanken an einer „Wand der Errungenschaften“ festhalten oder ein entlastendes Gespräch mit der Sozialarbeiterin und systemischen Beraterin Nina Höhne suchen. „Neben all den Herausforderungen wurde unglaublich viel geschaffen: Häuser wurden wieder zu einem Zuhause, Nachbarschaften sind zusammengewachsen, Menschen haben neue Kraft gefunden und sich gegenseitig gestärkt“, sagte Mertens. 

Zum Abschluss dankte sie allen Helferinnen und Helfern, Spenderinnen und Spendern sowie den Menschen aus der Region für ihr Vertrauen: „Wir Johanniter bleiben weiterhin an Ihrer Seite.“