+++Wir suchen Verstärkung! Du wohnst in Potsdam, hast 1x pro Woche am Vormittag Zeit, hast einen sicheren & souveränen Hund, der älter als 18 Monate ist und dir könnte so eine ehrenamtliche Arbeit auch Spaß machen? Dann schreib uns eine Email an michael.schuchardt@johanniter.de. Die Auswahl- und Schulungstermine finden am Wochenende des 07.08. bis 09.08.2020 statt+++

Johanniter-Lesehund startet nach den Sommerferien wieder

Wir freuen uns, dass wir im kommendem Schuljahr 12 Grundschüler der Potsdamer Grundschule am Humboldtring beim Lesenlernen unterstützen können und die Finanzierung bis Dezember 2020 gesichert ist. Sobald wir genug finanzielle Mittel zusammen haben, können wir die Schüler im nächsten Jahr weiterhin fördern und weitere Schüler hinzunehmen.

Das ehrenamtliche Projekt wird dank Spenden und Fördergeldern ermöglicht.

  • 15 Euro kostet eine Einsatzfahrt.
  • 40 Euro kostet eine Lesehund-Einheit für 8 Kinder
  • 100 Euro kostet eine Coaching-Stunde.

1.500 Euro ermöglichen 3 Kindern ein Jahr lang Lesetraining mit dem Johanniter-Lesehund.

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Über das Projekt Johanniter-Lesehund

Ziel: Chancengleichheit für alle!

Freude am Lesen ist der Schlüssel zu Bildung. Doch 17 %* aller Kinder leiden an Leseschwäche. Ursache ist meist Angst vor Kritik oder Auslachen der Mitschüler mit der Folge, dass diese Kinder in Deutsch und anderen Schulfächern schlechter sind.

Besonders betroffen sind Kinder ausländischer oder sozial benachteiligter Familien. Häufig sind diese Kinder beim Lesenlernen auf sich allein gestellt. Dabei kann Leseschwäche bereits ab der 1. Klasse erfolgreich therapiert werden:

Wöchentlich besuchen ehrenamtliche Mensch-Hund-Teams Erst- und Zweitklässler in der Schule. In einem gemütlich eingerichteten, geschützten Raum, z.B. Schulbibliothek, sitzen Kind und Hund aneinander gekuschelt auf dem Sofa. Neben dem warmen Wesen des Hundes kann das Kind entspannen und in seinem Tempo vorlesen. Niemand stört, lacht über Fehler oder kritisiert - kein Lehrer, keine Eltern, keine Schüler. Der R.E.A.D-zertifizierte Hundehalter ist Beobachter, stiller Zuhörer, dokumentiert Fortschritte und ermutigt: "Luna hat das nicht verstanden, kannst du ihr das bitte noch mal vorlesen.".

Pro Hund und Stunde können 3 Kinder à 20 Minuten vorlesen. Für das Schuljahr 2020/21 möchten wir an der Grundschule am Humboldtring mindestens 12 Kinder mit dem Johanniter-Lesehund gezielt fördern. Kurz vor der Corona-Schließung hatten wir im März 2020 an der Schule mit 6 Kindern ein Pilotprojekt gestartet, mit 2 Schülern digital via Videokonferenz und Laptop weiter gemacht. Eine Fortführung ist nach den Sommerferien geplant.

*Quelle: https://www.pnas.org/content/pnas/early/2012/01/17/1107721109.full.pdf,Stand: 15.01.2020

Lesehund macht während Corona-Schul-Schließungen digital weiter

Seit März unterstützen die Johanniter Erstklässler der Potsdamer Grundschule am Humboldtring mit ausgebildeten Lesehunden beim Lesenlernen. Seit den Corona-Schul-Schließungen macht das Lesehund-Team digital weiter. Der digitale Lesehund richtet sich nicht nur an die Schüler der Grundschule am Humboldtring sondern an alle Erst- und Zweitklässler in der Region Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. Gratis und ehrenamtlich. Für Kinder eine willkommene Abwechslung im Home-Schooling und für Eltern ein Moment zum ungestörten Arbeiten im Homeoffice.

Die Kinder lesen Labrador-Dame Luna zu Hause vor dem Laptop via Videokonferenz vor. Zwar fällt dann das Kuscheln weg, dafür bleiben sie mit Luna in Kontakt und üben Lesen. Die Johanniter sind überzeugt: Freude am Lesen erleichtert das Lernen in anderen Schulfächern und damit kann man nicht früh genug anfangen.

Mit dem Johanniter-Lesehund setzen sich die Johanniter für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland ein.

Wer Interesse hat, meldet sich beim Ehrenamtlichen Leiter der Therapie-Begleit- und Lesehunde: michael.schuchardt@johanniter.de.

Voraussetzung: Laptop mit Internetzugang.

Ein besonderer Freund! Der Johanniter-Lesehund.

Das Johanniter-Projekt Lesehund ist ein Angebot im Rahmen des Dienstes der Hunde in tiergestützter Intervention (HIT) an Schulen. Es bietet Grundschülern mit Leseschwäche die Möglichkeit, ihre Lesefähigkeit zu verbessern, indem sie regelmäßig in einem speziell dafür vorgesehenen Zeitraum einem Lesehund vorlesen.

Ängste verlieren
Lesen zu lernen hat weniger mit Intelligenz zu tun als vielmehr mit der Bewältigung von Ängsten. Um Misserfolg, Kritik und dem damit verbundenen Stress aus dem Wege zu gehen, vermeiden Kinder mit einer mangelhaften Lesekompetenz Situationen wie das laute Vorlesen in der Klasse. Studien zeigen, dass die Lesefähigkeit des betroffenen Kindes durch den Einsatz eines Lesehundes wirkungsvoll trainiert und gefördert werden kann.

Ein wohlwollender Zuhörer
Jede Woche kommen die Johanniter-Lesehunde-Teams in eine Grundschule oder eine Bibliothek. Dort liest das Kind für 20 Minuten seinem Lesehund in ruhiger Umgebung vor. Dabei konzentriert es sich ganz auf den Hund, vergisst seine Umgebung und entspannt sich.

Foto: Ronka Oberhammer

Der Lesehund:

  • kritisiert nicht
  • bewertet nicht
  • lacht nicht aus
  • hörtgeduldig zu
  • unterbricht nicht den Lesefluss

So wird der Lesehund zum vertrauten Gegenüber. Das Kind gewinnt Selbstvertrauen und kann in einer geschützten Atmosphäre auf spielerische Art und Weise seine Lesefähigkeit verbessern.

Positive Effekte:

  • Verbesserung der schulischen Leistungen
  • Entwicklung von Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit
  • Abbau von Ängsten und Hemmungen
  • Stärkung des seelischen Gleichgewichts Glücksgefühle
  • Erlernen des artgerechten und respektvollen Umgangs mit Hunden
  • Schüler aus anderen Kulturen erleben den Hund als Partner und Familienmitglied

Starke Teams

Ehrenamtlich arbeitende und speziell ausgebildete Hundeführer moderieren die Interaktion zwischen Kind und Hund und leiten das gemeinsame Lesen an. Während des Vorlesens bleibt der Hundeführer im Hintergrund und gibt lediglich kleine Hilfsimpulse, ohne zu korrigieren. Auch in die Auswahl der Literatur wird der Hund als Partner mit einbezogen. Verwendete Lernmaterialien, wie z.B. zum Üben des Lesens von Silben, greifen ebenfalls das Motiv des Hundes auf.

Gute Erfolge

Die hundegestützte Leseförderung für ein betroffenes Kind erstreckt sich über die Dauer eines halben Jahres. Jeder Einsatz wird dokumentiert, so dass Fortschritte gut nachvollziehbar sind. Der Hundeführer steht im engen Austausch mit der Lehrkraft und den Eltern.

Gerne informieren wir interessierte Schulleitungen in einem persönlichen Gespräch über das Projekt Lesehund. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Ihr Ansprechpartner Michael Schuchardt

Leiter Therapie-Begleit- und Lesehunde

Luckenwalder Chaussee 38
14947 Nuthe-Urstromtal/OT Hennickendorf