14.04.2026 | Hospizhaus Heidekreis

Mit Empathie und Respekt: Hospizbesuch erweitert Perspektiven der Heilerziehungspflege-Auszubildenden

Der Besuch von Auszubildenden der Heilerziehungspflege aus der BBS III in Soltau im Hospizhaus Heidekreis bot den Schülern eine eindrucksvolle und nachhaltige Lernerfahrung die weit über den üblichen Unterricht hinausging. Für viele der angehenden Fachkräfte war es die erste direkte Begegnung mit einem Ort, an dem Sterbebegleitung und würdevolles Abschiednehmen im Mittelpunkt stehen. Die ruhige Atmosphäre, der sehr respektvolle Umgang miteinander vermittelten sofort ein Gefühl von Geborgenheit. Die Auszubildenden wurden herzlich von einer langjährigen, sehr erfahrenen Pflegefachkraft empfangen und erhielten zunächst eine Einführung in die Arbeit des Hauses. Dabei wurde besonders betont, dass im Hospiz nicht die Heilung, sondern die Lebensqualität und die individuellen Bedürfnisse der Gäste im Vordergrund stehen.

Im späteren Austausch erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie vielseitig die Aufgaben in der Hospizarbeit sind. Neben der pflegerischen Versorgung spielen psychosoziale Begleitung, Gespräche mit Angehörigen und die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen eine zentrale Rolle. Besonders beeindruckend war für die Klasse die Haltung des Teams: Zeit, Empathie und ein hohes Maß an Sensibilität prägen den Alltag.

Ein bewegender Teil des Besuchs war die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod, das im Ausbildungsalltag oft nur theoretisch behandelt wird. Die Auszubildenden konnten auch unserer Sozialarbeiterin Fragen stellen, Unsicherheiten äußern und offen über ihre eigenen Gedanken und Gefühle sprechen. Viele berichteten, dass sich ihre Perspektive verändert habe. Die anfängliche Unsicherheit wich einem deutlichen Anstieg Verständnis und Respekt für die Begleitung von Menschen am Lebensende.

Auch die Bedeutung von Kommunikation wurde deutlich hervorgehoben. Im Hospiz geht es nicht nur um Worte, sondern ebenso um Zuhören, Dasein und das Aushalten von Stille. Diese Erfahrungen sind besonders wertvoll für angehende Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger, da sie in ihrem späteren Berufsalltag häufig mit existenziellen Lebenssituationen konfrontiert sein werden.

Der Besuch im Hospizhaus Heidekreis hat bei vielen Auszubildenden einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er zeigte, wie wichtig es ist, Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit Würde, Respekt und Mitgefühl zu begleiten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Arbeit nicht nur herausfordernd, sondern auch sinnstiftend und bereichernd sein kann.

Insgesamt war der Besuch eine wertvolle Ergänzung zur Ausbildung. Er ermöglichte praxisnahe Einblicke, förderte die persönliche Reflexion und stärkte die soziale Kompetenz der angehenden Fachkräfte. Erfahrungen wie diese tragen dazu bei, die Auszubildenden gut auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten, Menschen in allen Lebensphasen professionell und menschlich zu begleiten