Bisher durchgeführte Aktivitäten (Auswahl)

2018

Große Tombola nutzt den Kleinsten

Weser Kurier 4.11.2018 / Elke Hoesmann

Mit dem Verkauf von Losen hat die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Bremen ihre Projekte vor allem für Kinder unterstützt. Die nicht öffentliche Tombola ist jetzt beendet.

Im großen Saal der St.-Ansgarii-Gemeinde hat Thilo Schmitz alles im Blick. Links liegen die Gewinne auf Tischen, üppige Präsentkörbe gehören dazu, auch Champagnerflaschen und Überraschungen in weißen Tüten mit roten Bändern und dem achtspitzigen Kreuz des Johanniterordens.

Die ersten Gäste haben Platz genommen, warten bei Kaffee und Kuchen gespannt auf die Ziehung der Preise. Schmitz hat dies mit vorbereitet. Er ist Vorsitzender der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Bremen und lässt jetzt noch eine halbe Stunde lang Lose verkaufen. Alles ehrenamtlich, alles für einen guten Zweck. Profitieren sollen besonders Kinder.

Thilo Schmitz reist alle sechs Wochen nach Südamerika, erzählt er. Der 51-Jährige ist Kaufmann, als Kind lebte er in Caracas / Venezuela. Dort habe damals eine Kirchengemeinde eine ähnliche Tombola veranstaltet –nicht öffentlich und mit schönen, hochwertigen Preisen.

Alle Top-Preise gestiftet 

So wollte er auch in Bremen vorgehen, 2016 organisierte die Johanniter-Hilfsgemeinschaft ihre erste Herbst-Tombola. Die Aktion hat inzwischen so viele Sponsoren gefunden, dass alle „70 Top-Preise“ im Wert von rund 9000 Euro gestiftet wurden, sagt Schmitz, der auch Diakon in St. Ansgarii ist. In Südamerika sieht Schmitz, was Armut mit Menschen macht.

„Aber auch in Deutschland gibt es noch so viel Armut in Randbereichen.“ Gerade jüngere Kinder bräuchten deshalb Unterstützung, sagt er. „Da kann man noch etwas machen, bevor sie vielleicht auf die schiefe Bahn kommen.“

Gleich mehrere Projekte fördert die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Bremen regelmäßig, darunter ein Straßenkinderprojekt der Bethel-Kirche in Talinn/Estland (www.peeteli.com), die diakonische Kindertageseinrichtung „Petri-Minis“ mit Familienarbeit im sogenannten „Orange House“ und eine Schülerfirma in Tenever. Die Firma am Schulzentrum Koblenzer Straße engagiert sich im Gegenzug für die Johanniter-Sozialstationen in Polen und hilft bei einer Weihnachtspakete-Aktion.    

Bei Spielplatzsanierung geholfen

Hinzu kommen Einzelhilfen in Ad-hoc-Notsituationen, berichtet Schmitz. „So haben wir eine größere Summe für die Neugestaltung eines heruntergekommenen Spielplatzes am Rand von Bremen-Nord gespendet.“

Dort lebten 40 kleine Kinder in teilweise chaotischen Verhältnissen, so sein Eindruck. Außerdem übernehmen Mitglieder der Hilfsgemeinschaft ehrenamtlich Besuchsdienste im Johanniterhaus Bremen.

Welche Projekte gefördert werden, darüber entscheidet der Vorstand der Hilfsgemeinschaft. Sie wurde 1987 in Bremen gegründet und hat jetzt rund 100 Mitglieder. Der jährliche Bedarf für Hilfsmaßnahmen liegt nach ihren Angaben bei etwa 20 000 Euro.

„Löwenanteil müssen wir uns erarbeiten“

Zwar gebe es Spenden, einen Zuschuss des Johanniterordens und die Mitgliedsbeiträge. „Aber den Löwenanteil müssen wir uns erarbeiten“, erklärt der Vorsitzende. Da kommt eine große Tombola gerade recht. Seit August, so Schmitz, verkaufen Mitglieder und Freunde der Gemeinschaft die Fünf-Euro-Lose im Familien-und Bekanntenkreis.

Auch bei Nachbarn wurde für die gute Sache getrommelt. Vor einer öffentlichen Tombola schreckt Schmitz zurück, er befürchtet viele amtliche Auflagen und mühseliges Vorankommen.

Im großen Gemeindesaal kramen einige Gäste ihre Losabschnitte hervor. Weitere Schnipsel liegen in der bunten Lostrommel links auf dem Tisch. Bald werden zwei kleine Glücksfeen nach den Zettelchen mit Namen und Adressen der Loskäufer fischen.

Der erste Preisfünftägiger Aufenthalt in einem Luxushotel auf Kreta

Die Gewinner können sich auch auf Gutscheine freuen – für Restaurantbesuche oder einen Einkaufsbummel. Erster Preis ist ein fünftägiger Aufenthalt in einem Luxushotel auf Kreta, verrät Schmitz. Die Flugkosten werden übernommen.

Über 1900 Lose hatten die Johanniter bei der Tombola 2016 verkauft. einschließlich Spenden wurden 7400 Euro eingenommen. Diesmal sei mit einem Erlös von etwa 6000 Euro zu rechnen, sagt Schmitz.

Vier Ziele hatte er mit der Tombola vor Augen: zusammen etwas veranstalten, über den Johanniterorden informieren, die Hilfsprojekte bekannter machen und dafür Geld in die Kasse bekommen. Er ist zufrieden.

 

2017

Schülerfirma am Schulzentrum Koblenzer Straße in Bremen

Die Schülerfirma wurde ins Leben gerufen, damit Schüler lernen, sich in eine Organisation einzufügen, Pflichten zu übernehmen und Eigeninitiative in den jeweiligen Abteilungen zu entwickeln, Dieses Projekt begleiten die Johanniter Hilfsgemeinschaft seit 2004 mit sachlicher, finanzieller und personeller Hilfe. Es gibt verschiedene Abteilungen in denen diese Firma aktiv ist:

  • Catering (kalte Buffets, Getränke, Konditorei),
  • Feingebäck für Firmen (Kekserei),
  • Gartenbau (Gemüseanbau für die Schulmensa,und Anlagenpflege bei verschiedenen Auftraggebern),
  • Betrieb eines Schulkinos
  • Marketing (Vermarktung der hergestellten Produkte, PR-Abteilung).
  • Umgekehrt engagiert sich die Schülerfirma für die Johanniter Sozialstationen in Polen und hilft bei einer jährlichen Weihnachtspaketaktion zugunsten alter und gebrechlicher Menschen und bei der Durchführung unseres Herbstmarktes.
  • Das Projekt Schülerfirma ist ein Projekt gelebter Integration an einer Schule mit 90-prozentigem Migrationshintergrund mit erheblicher islamischer Prägung. Die wechselseitige Unterstützung ist ein wesentlicher Inhalt des Projektes!

2016

Tombola der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Bremen erwirtschaftet 7.400 Euro für vier Projekte

WeserKurier 09.11.2016 / Kristina Bellach

Glücksfeen unterstützen den Vorsitzenden Thilo Schmitz bei der Auslosung der Tombolagewinne. (Karsten Klama)

Das Klirren von Löffel an Glas lässt alle verstummen. Wo vorher angeregtes Gemurmel über Kaffee und Kuchen durch den großen Saal der St. Ansgarii Gemeinde drang, herrscht jetzt gebannte Stille. Jeder der Anwesenden hat an der „Ersten Großen Herbst-Tombola“ teilgenommen, jeder wartet auf das Ergebnis. „Meine Damen und Herren“, verkündet der Vorsitzende der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Bremen, Thilo Schmitz, „wir kommen jetzt zur Ziehung der letzten 14 Preise.“

Einige, wie Karin Delekat, halten ihre Losabschnitte bereits gezückt, andere kramen sie im letzten Moment hervor. Die drei Glücksfeen, die aus einem großen Karton voller Lose die Gewinner ziehen, stehen bereit. Die 50 kleineren Preise, die während der letzten halben Stunde bereits im Stillen gezogen wurden, sowie die letzten 14, die aufsteigend immer größer und wertvoller werden, stehen liebevoll verpackt auf der Bühne.

Beatrix, Moritz und Magnus Alhusen gehörten zu den Gewinnern der Tombola und freuen sich über eine Flasche Champagner für die Festtage. (Karsten Klama)

Blind fischt die junge Lottofee nach den kleinen Zetteln, auf denen die Loskäufer ihre Namen und Adressen notiert haben. Sie reicht den Abschnitt an Schriftführerin Hadwig von Einem weiter, die laut die Gewinner verliest. Ein Set silberner Espressolöffel hat einen Besitzer gefunden. Es geht weiter mit einer Teakbank, zwei Holzkohlegrills, bis die ganz großen Lose kommen. Karin Delekat fiebert mit. „Ich würde mich schon freuen, wenn ich den Flug nach New York gewinnen würde.“ Lose hat sie gleich eine ganze Handvoll erworben. „Wenn Menschen sich engagieren, unterstütze ich sie gerne“, sagt sie.

Nach und nach gehen die Preise an ihre Empfänger: das Wellness-Wochenende auf Sylt, mehrere Kurzurlaube in Griechenland, der Flug in die amerikanische Metropole New York. Für Karin Delekat war nichts dabei. „Macht nichts“, meint diese. „Es geht mir ja auch eher darum, was zu spenden, als was zu bekommen.“

Andrea Gross engagiert sich beim Verkauf der Lose. (Karsten Klama)

Begonnen hatte alles im Mai. Da kam Schmitz plötzlich die Idee mit der nicht-öffentlichen Tombola. Es erwachten Erinnerungen an die Kindheit des 49-Jährigen, der in der venezuelanischen Hauptstadt Caracas aufwuchs. „Dort hatten wir von der evangelischen Kirchengemeinde so eine Tombola. Ganze Autos konnte man gewinnen“, berichtet er.

Ähnlich wie in Südamerika wollte Schmitz die Aktion in Bremen aufziehen – mit hochwertigen, schönen Preisen, die zum Mitmachen animieren. Ein Drittel des erwarteten Erlöses plante Schmitz in den Kauf der Preise zu investieren. Es kam anders als erwartet. „Am Ende bekamen wir ganz viel gespendet“, erzählt er begeistert. Der Wert dessen, was die Sponsoren beitrugen, überstieg den Eigenanteil der Johanniter letztendlich um ein Vielfaches.

Tombola der Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen JHG in der St. Ansgarii Gemeinde Schwachhausen. Thilo Schmitz und sein Stellvertreter Christoph Klosterkemper vom Vorstand. Foto: Karsten Klama (Karsten Klama)

Spannend blieb der Losverkauf bis zum letzten Moment. Bis zum Tag der Ziehung waren ein Drittel der Losabschnitte noch nicht eingetrudelt. „Die waren wohl in den Taschen der Leute“, mutmaßt Schmitz. Insgesamt seien „1900 und ein paar zerquetschte Lose“ verkauft worden, für fünf Euro pro Stück. Minus der Ausgaben blieben Dank der enormen Hilfsbereitschaft 7400 Euro, die in vier von der Hilfsgemeinschaft unterstützten Projekte einfließen werden: die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe, die Schülerfirma der Schule an der Koblenzer Straße, der Sportakademie Bremen sowie Hilfe für Straßenkinder in Tallinn.

Thilo Schmitz ist mehr als zufrieden. „Es sollte keine einseitige Sache sein“, sagt er. Jeder hätte auf seine Art und Weise geholfen, die Verkäufer der Lose wie auch die Käufer, mit einem genauso wie mit zehn Losen. „Am Ende geht es um Gemeinschaft“, resümiert Schmitz. Vier Ziele hatte er vor Augen, als die Tombola anlief. Zusammen etwas zu veranstalten, über den Orden zu sprechen, andere über die vier Projekte, denen der Erlös zugute kommt, zu informieren und schließlich etwas Geld in die Kasse zu bringen.

Eine, die fleißig geholfen hat, Lose bei Freunden, Familie und Nachbarn an den Mann zu bringen, ist Andrea Gross. „In drei Wochen habe ich insgesamt 120 Lose verkauft“, rechnet sie. Die 58-Jährige hat lange den Herbstbazar geleitet, den die Herbsttombola nun abgelöst hat, und ist bekannt wie ein bunter Hund. „Der Verkauf ging ruck-zuck. Die Leute kennen mich, und wissen, dass das Geld bei den Projekten landet – ohne Abzug.“

Zum Schluss gilt es, die 50 zuerst gezogenen Preise an ihre Gewinner zu verteilen. Über den Tisch gebeugt, an dem Hadwig von Einem und Nicola Brinkmann die Logistik des Nachmittags bewältigen, stehen die, die nun auf ihr Glück hoffen. „Nennen Sie mir einen Namen“, fordert von Einem den Ersten in der Reihe auf. „Leider nicht dabei“, informiert sie den Mann, nachdem sie seinen Namen  auf dem Laptop abgeglichen hat. Der nächste hat mehr Glück. „Hier, sind Sie damit einverstanden?“, strahlt von Einem Magnus Ahlhusen an, und überreicht ihm eine Champagnerflasche, mit dem Hinweis: „Silvester kommt bestimmt.“

Besuchsdienst „Ein Herz und eine Seele“

Artikel im Weser-Kurier vom 30.03.2016 (mit freundlicher Genehmigung)

Hier der Artikel als PDF zum Download.

 

Spende für Kita „Elbspatzen“

Die Johanniter Kindertagesstätte „Elbspatzen“ in Bad Schandau musste nach der Elbeüberflutung grundlegend renoviert werden. Die hier abgebildete Bewegungsstrecke konnte durch eine Spende der JHG Bremen angeschafft werden.

2015

Konzert des Kammerensemble eines internationalen Ärzteorchester

Das Konzert fand am 29.09.2016 in der Kirche „Unserer lieben Frauen“ in Bremen unter der Schirmherrschaft des Honorarkonsuls Estlands, Dr. Til Assmann, statt.

Das Rhenus-Bläser-Ensemble ist ein Zusammenschluss von Ärzten aus dem deutsche und dem internationalen Ärzteorchester, die in ihrer Freizeit Musik machen und dies am liebsten in Verbindung mit einem guten Zweck.

Der Erlös des Konzertes geht an das „Straßenkinderprojektes der Bethelkirche in Tallinn/Estland“ und das Projekt „Sportgarten“ in Bremen. Beide Projekte sind Aktivitäten der Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen.

2014

60 Weihnachtspakete für Polen gepackt

Sechs der zehn Schülerinnen und Schüler der Oberschule Koblenzer Straße präsentieren die Pakete für Polen.

Zehn Schülerinnen und Schüler der Oberschule Koblenzer Straße haben innerhalb von zweieinhalb Stunden 60 Weihnachtspakete, in Kooperation mit der Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen, für Polen gepackt.
Was ist drin in den Paketen? „Alltägliches und Besonderes. Seife und Zahnpasta, aber auch Kekse, Kaffee und eine Weihnachtskerze“, sagt Rechtsanwalt Hans-Joachim Blohme, Ehrenritter des Johanniter-Ordens und Beirat der Schülerfirma Koblenzer Straße.
„Eine gelungene Aktion. Und den Schülern hat es Spaß gemacht“, sagt Lehrer Maik Urban. „Mit dem Packen der Pakete wollen wir die Schüler sensibilisieren, dass es Menschen in Europa gibt, denen es nicht so gut geht und diese sich über alltägliche Dinge wie Seife und Zahnpasta freuen.“
Tatkräftige Unterstützung erhielten die Jugendlichen von Gudrun Strube. Sie vertrat die Johanniter, die die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt haben und den Transport der vielen bunten Weihnachtspakete übernehmen.
Die Weihnachtspakete gehen in den kommenden Wochen auf die Reise in Richtung Polen, vor allem nach Posen-Westpreußen, Marienwerder und Christburg. Den Transport übernimmt Christian Meyl, Arzt im Ruhestand, Rechtsritter des Johanniter-Ordens und Mitbegründer des Fördervereins für Johanniter-Sozialstationen in Ostpreußen.

2013

Herbstmarkt der Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen

Aussteller

Zahlreiche interessante und nicht alltägliche Aussteller boten Schönes, Dekoratives und Nützliches an: Schmuck, Tücher, Kinderaccessoires, Spielkarten, Hüte, originelle Taschen aus Stoff und Leder, Porzellan und vieles mehr. Natürlich gab es neben Kaffee und Kuchen auch in diesem Jahr wieder eine Tombola.

 

Der Tag war ein großer Erfolg. Vielen Dank an das Herbstmarkt-Team: Veronika Brinkmann, Heike Boehme, Theda Hasenkamp, Dr. Britt Schmitz und Julia Vinnen sowie an alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. Der Erlös des Herbstmarktes wird zur Unterstützung von sozialen Projekten verwendet. Diese sind:

  • das Kinderprojekt St.-Petri-Kinderhaus / Petri Minis, Bremen
  • die Schülerfirma der Schule Koblenzer Strasse, Bremen
  • das Strassenkinderprojekt der Bethel-Kirche in Tallinn, Estland
Im Café: Kaffee und leckerer Kuchen

Familienfreizeiten – Eltern lernen von Eltern am besten

Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen unterstützt Familienprojekte der Diakonischen Kindertageseinrichtungen in Bremen

 

Die Familienfreizeit im Schullandheim Gerdshütte mitten im Wald in Kirchseelte war wieder ein voller Erfolg, die Kinder hatten ihren Spaß, während Eltern von Kleinkindern viele Anregungen für eine gemeinsames Leben mit Kindern bekommen haben und viel voneinander im Umgang mit Kindern lernen konnten.
Das ist der Grund, warum die diakonischen Kindertageseinrichtungen nicht nur Kinder betreuen, sondern auch mit den Familien in der Natur unterwegs sind.
Die Eltern sehen, wie andere es machen und anderen Erziehung gelingt. Das wirkt viel nachhaltiger, als wenn Pädagogen ihnen gute Ratschläge geben. Die Betreuer sorgen für das richtige Rahmenprogramm und moderieren das Geschehen, während Eltern sehen, wie andere auf ihre Kinder einwirken, wenn es mal Streit gibt, wie sie den Kindern beim gemeinsamen Essen helfen oder welche Rituale jede Familie hat, wen die Kinder ins Bett gebracht werden. Mit anderen Familien Tag und Nacht unter einem Dach zu leben, ist insofern nicht nur eine Erfahrung mit Spaßfaktor sondern vor allem auch eine Elternschule der besonderen Art.
Beim gemeinsamen Ausflug in die Natur, dem Klettern und Toben im Wald, der Tierbeobachtung und den kreativen Aktionen und Gesellschaftsspielen werden alle Sinne angesprochen und das Gemeinschaftserlebnis ist immer eine bleibende Erinnerung.    
Dank der Unterstützung durch Spenden der Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen war es möglich, diese Erlebnisse auch denen zugänglich zu machen, die es sich sonst nicht leisten könnten.  
Die Johanniter Hilfsgemeinschaft in Bremen hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Kindern in Bremen zu helfen, die schwer durch öffentliche Hilfen zu erreichen sind und sozial oder milieubedingt benachteiligt sind.
Die Diakonischen Kindertageseinrichtungen mit den Familienhilfen der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe haben sich auf den Weg gemacht, eben solche Kinder und Familien zu erreichen, die bisher keine Unterstützung durch Institutionen in Anspruch nehmen.

Straßen-Kinderprojekt der Bethelkirche Tallinn/Estland

Hilfe für Kinder von der Straße oder solchen ohne oder mit suchtabhängigen, mittellosen oder kriminellen Eltern. Sie umfasst:

  • Familiäre Betreuung
  • (Über-)Lebenshilfe
  • Hausaufgabenhilfe
  • Mahlzeiten
  • Kleiderspenden
  • Duschen und  Waschmöglichkeiten
  • 70% Abhängigkeit von zufälligen Spenden
  • Finanzen reichen jeweils nur 2 Monate


Spendenkonto:
Johanniter Hilfsgemeinschaft Bremen
Stichwort „Curonia Tallinn“
Die Sparkasse in Bremen
Konto-Nr. 106 20 25
BLZ: 290 501 01
 

Familienarbeit im St. Petri Kinderhaus/ Petri Minis

Herr Schmitz zu Gast beim Frühstück der Petri Minis

Das Ziel dieses Projektes ist die Unterstützung von Kindern mit schlechten Bildungschancen und sozialen Benachteiligungen. Es macht sich zur Aufgabe, Lösungsansätze für Familien zu finden, die keine Unterstützung durch Institutionen oder Fördermaßnahmen erhalten. Das Projekt wendet sich gegen Kinderarmut sowie der körperlichen und seelischen Vernachlässigung von Kindern.

... und bei der Übergabe eines Spenden-Schecks.

Thilo Schmitz, der sich diesem Projekt widmet, überreichte im Februar für die Familienprojekte 4.000,00 € an den Leiter der Diakonischen Kindertageseinrichtungen Axel Antons und kündigte die Unterstützung für weitere Projekte an, die Kindern in Bremen helfen sollen, gar nicht erst in Notlagen zu geraten, die das Einlenken vom Jugendamt erfordern. Prävention für die Jüngsten ist eine wichtige Aufgabe für den Kinderschutz.

2012

Besuchsdienst im Johanniterhaus

Mathilda Sprenkmann und Rosemarie Gronau trennen 21 Jahre Altersunterschied. Nicht, dass das ein Problem ist. Denn es gibt Dinge, die sie verbinden: Zum Beispiel das Wohnen im gleichen Stadtteil oder etwa ein seit eineinhalb Jahren bestehendes freundschaftliches Verhältnis - ein besonderes freundschaftliches Verhältnis.

Die 91-Jährige Mathilda Sprenkmann wohnt seit einigen Jahren im Johanniterhaus, einer Senioreneinrichtung in Bremen an der Seiffertstraße 95. "Ich habe eine große Hilfe. Egal, ob ich zum Arzt muss, zum Einkaufen oder zur Bank", sagt Sprenkmann. Und meint damit Rosemarie Gronau, die sie regelmäßig begleitet. "Wir kannten uns lediglich vom Sehen. Als ich dann zum Besuchsdienst im Johanniterhaus gestoßen bin, habe ich Mathilda Sprenkmann wiedergetroffen", sagt Frau Gronau.
Seither verbringen die beiden Frauen mit Altersunterschied viele Stunden miteinander und erzählen sich auch manch kleines Geheimnis. Und manchmal muss der eigene Mann zurückstehen, schmunzelt Frau Gronau. Aber das sei es wert: "Ich erlebe immer wieder Neues, Überraschendes aber auch Trauriges. Ich gebe, und ich bekomme viel zurück - ein Lachen und viel Freude." Das findet auch Karin Foltz, die sich seit einem Jahr ehrenamtlich im Besuchsdienst engagiert. "Ich wusste nicht, was auf mich zukommt", erinnert sich die 62-Jährige. Aber die Unsicherheit war schnell verflogen, auch dank der übrigen Gruppenmitglieder des Besuchsdienstes.
"Wir helfen uns untereinander und tauschen unsere Erfahrungen aus", sagt Hadwig v. Einem. Sie koordiniert den Besuchsdienst und begleitet ebenfalls eine Seniorin. Neben regelmäßigen Fortbildungen nutzen die ehrenamtlichen Johanniter-Seniorenbegleiterinnen das Angebot der Supervision.  
"Mit dem ehrenamtlichen Engagement leisten die Seniorenbegleiterinnen einen großen Beitrag zum Wohlergehen der älteren Menschen. Das verdient Anerkennung", sagt Frau v. Einem und hofft künftig auf die Unterstützung weiterer Seniorenbegleiterinnen.

Spende an die Petri Minis

Ein ganzes Auto mit Holzspielzeug aus Lettland.

Herr Dr. Assmann übergab hochwertiges Holzspielzeug aus Lettland an Herrn Antons von den Petri Minis, das in Zusammenarbeit mit einem seiner Kunden gespendet wurde. Laut Herrn Antons nutzen die Kinder in der Zwischenzeit dieses Spielzeug mit Begeisterung.

"Kekserei"

Ein Teil der Schülerfirma der Schule an der Koblenzer Straße ist die "Kekserei". Sie fertigt Feingebäck z.B. für Firmen.