JHG Nürnberg
Ein Stück Normalität für Kinder
450 Schulranzen für die UkraineBeim Übertritt in die weiterführende Schule bekommen viele Kinder einen neuen Schulranzen – und der alte ist oft noch viel zu gut zum Wegwerfen. Warum ihm also nicht ein zweites Leben schenken?
Mit dieser Idee hat die Johanniter Hilfsgemeinschaft Nürnberg gebrauchte Schulranzen für Kinder in der Ukraine gesammelt. Was als überschaubare Aktion begann, entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zu einer beeindruckenden Gemeinschaftsleistung.
Mit 100 Ranzen hatten wir gerechnet, auf 200 gehofft – am Ende wurden es 450.
An Schulen und Sammelstellen zwischen Schwarzenbruck und Bamberg kamen die Ranzen zusammen. Viele waren nicht leer: Familien spendeten gleich Federmäppchen, Stifte, Hefte oder Sportbeutel mit. Auch Unternehmen aus der Region beteiligten sich mit Schulmaterial und weiteren Sachspenden.
Nun bekommen die Schulranzen in der Ukraine ein zweites Leben. Dort sollen sie Kindern nicht nur den Schulstart erleichtern. Sie stehen auch für etwas, das in Kriegszeiten alles andere als selbstverständlich ist: Schule, Alltag und ein Stück Normalität.
Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und sagen allen, die gesammelt, gespendet, organisiert, transportiert und angepackt haben: Herzlichen Dank!
Wie aus unserer Idee 450 Schulranzen wurden und wie die Hilfe ihren Weg in die Ukraine findet, erzählen wir auf unserer Projektseite.
Engagiert aus Tradition – aktiv für Menschen in Not
Die Johanniter Hilfsgemeinschaft Nürnberg ist Teil der Bayerischen Genossenschaft des Johanniterordens und als gemeinnütziger Verein anerkannt. Unser Engagement steht in einer langen Tradition christlicher Nächstenliebe und praktischer Hilfe für Menschen, die Unterstützung brauchen.
Als in den frühen 1950er-Jahren die ersten Johanniter Hilfsgemeinschaften gegründet wurden, standen die Folgen des Zweiten Weltkriegs im Mittelpunkt: Hilfe für Kriegsopfer, Vertriebene, Verarmte und andere Menschen in großer Not. In der Tradition des Johanniterordens sprechen wir dabei von den „Herren Kranken“ – Menschen, denen wir mit Respekt, Zuwendung und konkreter Hilfe dienen.
Mit einer gemeinsamen Satzung erhielten die Hilfsgemeinschaften später bewusst großen Gestaltungsspielraum, um vor Ort zu entscheiden, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Diese Nähe zu den Menschen prägt unsere Arbeit bis heute.
Auch in Nürnberg hat sich dieses Engagement über viele Jahrzehnte in ganz unterschiedlichen Projekten gezeigt. Nach der Gründung der Hilfsgemeinschaft im Jahr 1956 wurden zunächst jährlich 30 bis 50 Jugendliche als Erntehelfer vermittelt, außerdem unterstützten wir Kinder im Rahmen der damaligen Kinderlandverschickung. Nach dem Bau der Berliner Mauer lag ein Schwerpunkt auf der Betreuung von Flüchtlingen und Umsiedlern aus der DDR. Gleichzeitig organisierten wir umfangreiche Hilfspaketaktionen für ältere und bedürftige Menschen in der DDR, die später auch auf in Schlesien lebende deutsche Familien ausgeweitet wurden.
Heute konzentriert sich unser Engagement auf aktuelle soziale Herausforderungen in unserer Region. Wir unterstützen die Obdachlosenhilfe in Nürnberg, statten Schulsanitätsdienste an Nürnberger Schulen mit dringend benötigter Ausrüstung aus und engagieren uns in weiteren sozialen Projekten.
So verbindet die Johanniter Hilfsgemeinschaft Nürnberg Tradition und Gegenwart: aus einer langen Geschichte der Hilfe heraus – mit dem klaren Ziel, auch heute dort zu unterstützen, wo Menschen unsere Hilfe brauchen.
Spendenkonto:
UniCredit HypoVereinsbank AG,
IBAN: DE23 7602 0070 0002 1258 89,
BIC: HYVEDEMM460.