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Rückblick auf 2018: Fernsehgottesdienst und Leistungsschau

Johanniter zeigen, was sie können

Leistungsschau nach Fernsehgottesdienst in St. Egidien

Nürnberg – „Uns gibt es seit über 900 Jahren“, erzählte Arndt Reckler, Ortsbeauftragter der Johanniter in Nürnberg, zu Beginn des Gottesdienstes, anlässlich zum Johannistag am vergangenen Sonntag in der St. Egidienkirche.“Früher unterwegs hoch zu Pferd und heute mit dem Rettungswagen.“ Am 24.06.2018 feierten die Johanniter in Mittelfranken allerdings nicht nur den Johannistag mit einem Gottesdienst. In diesem Jahr war es für die Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Johanniterorden sowie der Kirchengemeinde St. Egidien etwas ganz besonderes: Der Gottesdienst wurde live im BR Fernsehen übertragen.

Zusammen mit dem Egidienchor und dem Bläserensemble „Blech gehabt!“ wurde der Vormittag für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Johanniter-Landespfarrerin Andrea Wagner Pinggéra und Pfarrer Martin Brons, Standortpfarrer der Nürnberger Johanniter und Pfarrer in St. Egidien übernahmen den geistlichen Teil. Es war ein Gottesdienst von und für die Johanniter. Zwei ehrenamtliche Helferinnen fanden die richtigen Worte und berichteten der Gemeinde über ihre Arbeit. „Warum engagiere ich mich ehrenamtlich?“, die Frage beantwortete Petra Halbig von den Hunden in tiergestützter Intervention. Einmal in der Woche geht sie mit ihrem Hund in eine Schule, um dort Kindern mit Leseschwierigkeiten zu helfen. Je eine Schülerin oder ein Schüler gehen dann mit ihr in einen separaten Raum. Dort lesen die Kinder dann in einer ruhigen Atmosphäre dem Hund vor. „Ein besonderes Erlebnis war ein Junge, der im Anschluss an die Stunde für sich entdeckte, dass er eigentlich nur vorlesen muss und verlor dadurch die Angst in der Klasse laut zu lesen. Die Lehrerin berichtete mir ein paar Wochen später, dass ihm das Vorlesen jetzt keine Probleme mehr macht. Solche Rückmeldungen machen mich stolz und bestärken mich in meinem Tun.“, darum engagiert sich Petra Halbig mit ihrem Vierbeiner bei den Lesehunden in Mittelfranken.

Ähnlich geht es Mira Jakobs aus dem Rettungsdienst. Auch sie arbeitet ehrenamtlich, schöpft aus der Dankbarkeit anderer Menschen Kraft und wird dadurch motiviert.

„Der Glaube entsteht bei einem Menschen nicht zufällig.“, darüber gab Andrea Wagner-Pinggéra Anregungen zum Nachdenken, als sie in ihrer Predigt vom Leben Johannes des Täufers berichtete. „Jeder darf seinen Glauben selbst wählen und sich entscheiden. Allerdings muss es auch ein Angebot an Möglichkeiten geben. Von einem leeren Buffet kann sich keiner bedienen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Johanniter-Unfall-Hilfe zum Festempfang auf dem Egidienplatz ein. Viele Gäste sind der Einladung des Regionalverbandes Mittelfranken nachgekommen. Dr. Johannes Frhr. von Erffa, Vorstandsmitglied in Mittelfranken, begrüßte alle Gäste, Helfer, Ehrenamtliche und Besucher. Besonders freute er sich, dass der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe Dr. h. c. Frank-Jürgen Weise der Einladung nachkommen konnte.

Alle kleinen Besucher konnten sich auf der Hüpfburg austoben und wurden beim Kinderschminken in ihr Lieblingstier verwandelt. Der große Bereich Kindertagesstätten und Schülerbetreuung unterstützte die Johanniter-Jugend dabei. Der Bereich Bevölkerungsschutz stellte seinen Fuhrpark vor. Vom normalen Rettungswagen bis hin zum speziell ausgebauten Einsatzleitwagen gab es hier allerhand Technik und medizinische Hilfsmittel zu Bestaunen. Die Schnelleinsatzgruppen Verpflegung aus Schwabach und Nürnberg sorgte für das leibliche Wohl. Aus der Feldküche gab es Gulasch und Erbseneintopf für alle Gäste und Besucher sowie Kaltgetränke.

Die Erste-Hilfe-Trainer zeigten an einer Übungspuppe die Handgriffe der Herz-Lungen-Wiederbelebung und wer sich traute, durfte sein Wissen in der Wiederbelebung auffrischen.

Die vierbeinigen Helfer der Rettungshundestaffel führten Teile ihrer Ausbildung auf dem Egidienplatz vor und zeigten wie sie im Einsatzfall arbeiten. Ein Infostand über die Arbeit der Johanniter und besonders über die Lacrima-Trauergruppen sowie die Hunde in tiergestützter Intervention rundeten den Tag ab.