Aktuelles
Stadtkonferenz Lüneburg „Ehrenamt im Wandel“
Am 9. Mai 2026 lud die Stadt Lüneburg mit Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch engagierte Menschen in das Zentralgebäude der Leuphana Universität zum Thema „Ehrenamt im Wandel“ ein.
In den Hallen des Foyers gab es Platz für eine Messe zum Thema „Ehrenamt“, wo sich an rund 50 Ständen ein buntes und vielfältiges Bild der ehrenamtlichen Organisationen in Lüneburg darbot. Und ein Stand präsentierte die Angebote und Tätigkeiten der Johanniter-Hilfegemeinschaft Lüneburg-Dannenberg.
Um 13 Uhr versammelten sich die meisten im Forum des Audimax. Dort eröffnete Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch die Anwesenden mit den Worten: „Das Ehrenamt ist das
Rückgrat der Gesellschaft, die Stütze des Gemeinwesens“. Sie untermauerte ihre Aussage mit Fakten: „Neben allen den individuell engagierten Menschen gibt es in unserer Stadt allein 755 Vereine, in denen Ehrenamtliche organisiert sind.“ Sie schloss mit den Worten: „Ohne Menschen, die ihre Zeit schenken, sich für andere einsetzen und freiwillig Verantwortung übernehmen, würde vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren. Genauso steht das Ehrenamt jedoch vor großen Herausforderungen. Deswegen habe ich diese Stadtkonferenz einberufen.“
Es schloss sich eine Podiumsdiskussion an, an der sechs Ehrenamtliche von ihren Tätigkeiten berichtet.
Am Standt der JHG Lüneburg-Dannenberg waren die Damen Marita Simon-Hallensleben, Andrea Toop, Christian Toop und Markus Wilson-Zwilling. Wir kamen mit einigen interessierten Menschen ins Gespräch. Allerdings war der Durchfluss der Menschenströme an unserem Stand überschaubar, und die meisten Vorbeiziehenden haben nur freundlich geschaut. Das mag aber auch an der Art der Veranstaltung gelegen haben. Denn bei der Begrüßung haben wir durch ein online-Umfrage festgestellt, dass 93 Prozent der Anwesenden bereits im Ehrenamt tätig sind, und nur 7 Prozent noch nicht.
Die Veranstaltung klang aus mit der Vorstellung der Workshopergebnisse im Audimax. Dann bildete eine pikant gewürzte Hackfleischsuppe im Foyer den Abschluss der Veranstaltung.
Untermalt wurde der Imbiss durch eine Pianistin, die bekannte Schlager sang und am Flügel begleitete.
Allen Veranstaltern und Ausrichtern sei herzliche gedankt!
Markus Wilson-Zwilling
Kommunales Networking
Am 26. März 2026 wurden Christian Toop, Schatzmeister der JHG Lüneburg-Dannenberg
und deren Vorsitzender, Markus Wilson-Zwilling, von einer eifrigen Rathausbediensteten
durch die verwinkelten Gänge des gotischen Lüneburger Rathauses in das
Besprechungszimmer geleitet. Und pünktlich um 10 Uhr betrat durch eine Seitentüre die
Oberbürgermeisterin der Hansestadt Lüneburg Claudia Kalisch mit ihrer Dezernentin für
Bildung, Jugend und Soziales, Gabriele Scholz, den Raum.
Von Beginn an herrschte eine offene vertrauensvolle Atmosphäre. Das lag wohl auch daran,
weil die Oberbürgermeisterin die Johanniter kurz zuvor beim Jahresempfang bereits
kennenlernen konnte. Der Vorsitzende gab einleitend einen kurzen Abriss über die Tätigkeiten
der JHG im abgelaufenen Jahr. Frau Kalisch hob darauf hin hervor, dass eine halbwegs
funktionierende Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement undenkbar und um einiges
ärmer wäre. Die Sozialdezernentin machte uns auf das Engagement der Stadt im Rahmen der
Stadtkonferenz im Mai aufmerksam, deren Thema dieses Jahr „Ehrenamt im Wandel“ lautet.
Unsere JHG wird dort einen Stand haben und für die JHG, und um neue ehrenamtliche Helfer
werben. Des Weiteren bat sie die JHG Lüneburg-Dannenberg zu prüfen, ob sie nicht mit
Kinderpaten für benachteiligte Kinder aus „bildungsfernen“, gesundheitlich belasteten oder
Familien mit Migrationshintergrund aushelfen könne. In diesem Zusammenhang wies sie auf
die im Salino seit Jahren geleistete Hausaufgabenhilfe und den internationalen
Begegnungsnachmittag der JHG hin, der die Stärken unserer Arbeit aufzeige.
Das Kennenlerngespräch war nach einer Stunde angeregten Gesprächs und
Informationsaustausches zu Ende.
Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg gründet TOBIAS-GEMEINSCHAFT
Es sind mehr als man glaubt, die am Ende ihres Lebens einfach verschwinden – sang- u. klanglos! Es handelt sich um Verstorbene, die weder Vermögen noch Angehörige haben und für deren Bestattung deshalb das Ordnungsamt zuständig wird. Bisher wurden die Urnen ohne Hinweis auf die Person auf verschiedenen Friedhöfen in u. um Lüneburg vergraben. 2017 geschah dies in Lüneburg in 35 Fällen.
„Jeder hat ein Recht auf eine würdevolle Bestattung“
Die neue gegründete Tobias-Gemeinschaft Lüneburg möchte diese Ärmsten der Armen aus der Anonymität herausholen, ihnen eine würdige Bestattung zuteil werden lassen und Freunden und Bekannten eine Möglichkeit zum Abschiednehmen bieten. Matthias Schmeling stieß mit seiner Initiative zur Gründung der Tobias-Gemeinschaft auf offene Türen und konnte alle dazu erforderlichen Institutionen an einen Tisch bringen: Neben der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg den evangelische-lutherischen Kirchenkreis, die katholische und die reformierte Gemeinde sowie die Freikirchen und den Lebensraum Diakonie. Die Hansestadt Lüneburg stellt ein 500 qm großes Areal auf dem Waldfriedhof zur Verfügung und die Landeszeitung für die Lüneburger Heide veröffentlicht anlässlich jedes Bestattungstermins eine Traueranzeige mit den Namen der Verstorbenen.
Auch bei den Mitgliedern der Johanniter-Hilfsgemeinschaft fand dieses Projekt großen Zuspruch. Noch vor der ersten Bestattung waren 16 Damen und Herren der Tobias-Gemeinschaft Lüneburg beigetreten.
Es ist geplant, die Trauerfeiern einmal pro Quartal durchzuführen. Die Tobias-Gemeinschaft wird sie vorbereiten und in Zusammenarbeit mit den örtlichen Bestattungsinstituten durchführen. In der Landeszeitung gibt es eine Traueranzeige und nach einem gemeinsamen Läuten der Glocken aller Lüneburger Kirchen wird es eine ökumenische Andacht geben. Angehörige der Tobias-Gemeinschaft werden anschließend die Urnen zum Gräberfeld tragen, wo sie feierlich beigesetzt werden.
Die Teilnahme von Freunden und Bekannten der Verstorbenen ist ausdrücklich erwünscht, entsprechende Einladungen werden vom Herbergsverein bekanntgemacht.
Die Mitgliedschaft in der Tobias-Gemeinschaft ist kostenlos. Gleichwohl werden Kosten für die Durchführung der Trauerfeiern und für die Erstellung von Stelen mit den Namen der Verstorbenen anfallen. Dazu hat die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg eine Anschubfinanzierung gespendet. Wenn auch Sie die Tobias-Gemeinschaft Lüneburg unterstützen wollen, ist Ihre Spende sehr willkommen: IBAN DE96 2405 0110 0000 0002 16