Jahresbericht 2018

der Johanniter Hilfsgemeinschaft Magdeburg

Der Mitgliederbestand hat sich nach den Verlusten im Vergangenen Jahr wieder stabilisiert und liegt nunmehr weiterhin unverändert bei 72 Mitgliedern.

Dabei ist allerdings die regionale Verteilung der Mitglieder bemerkenswert, weil die naturgemäß Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit unserer JHG hat: von unseren Mitgliedern leben 10 in Bonn, 6 in Hamburg bzw. in Berlin, 25 im näheren und weiteren Umkreis Magdeburgs und lediglich 35 – also nur knapp die Hälfte - in Magdeburg selbst.

Von Letzteren sind Etliche sowohl beruflich als auch familiär derart engagiert und gebunden, dass sie wohl für eine ideelle und auch für materielle Unterstützung der JHG infrage kommen und ansprechbar sind, nicht aber für eine praktische Mitarbeit bei unseren Projekten. Andere sind – nicht zuletzt auch wegen ihres Alters, das sie inzwischen selbst erreicht haben - ausreichend mit sich beschäftigt und damit, ihr eigenes Leben zu bewältigen. Und realistischer Weise muss man zugestehen, dass nicht jeder – d. h. nicht jedes JHG-Mitglied – auf jede Aufgabe hin ansprechbar oder für sie geeignet ist. Das begrenzt unsere Handlungsspielräume und –fähigkeiten nicht unerheblich.

Wenn ich es also auf den Punkt bringen soll: Die glänzende Zahl unserer über 70 JHG-Mitglieder stellt sich bei genauerem Hinsehen alles andere als glänzend dar. Realistisch betrachtet, können wir – bezogen auf Projekte in Magdeburg – von maximal 10 bis 15 Mitgliedern ausgehen, die sich - je nach deren inhaltlicher Ausrichtung – für das eine oder andere Projekt gewinnen lassen.

Diese Betrachtung wird auch durch die Beobachtungen und Erfahrungen des Vorstandes gedeckt. Ich könnte die wenigen Namen derer, die sich immer wieder ansprechen lassen, aufzählen – tue dies aber ganz bewusst nicht, weil dies niemanden motivieren würde. Das aber genau wäre eine der vorrangigen Aufgaben des Vorstandes. Deshalb bin ich Ihnen zu Dank verpflichtet für jeden Hinweis aus Ihren Reihen, wie uns das besser gelingen könnte.

Der Vorstand ist im Berichtszeitraum insgesamt 5 Mal zu Beratungen zusammengetreten: und zwar am 15. September und am 15. Oktober 2018 sowie am 5. Februar, am 17. April und heute, am 6. Juni 2019 unmittelbar vor dieser Mitgliederversammlung. Neben der regelmäßigen Finanzkontrolle und gelegentlich anstehenden Personalfragen haben vor allem unsere aktuellen Projekte im Mittelpunkt Beratungen gestanden:

Über alle Dinge, die mit unseren Finanzen zusammenhängen, wird uns nachher unser Schatzmeister ausführlich informieren.

Unter der Überschrift „Personalfragen“ muss erwähnt werden, dass wir den Minijob-Vertrag mit Nadine Ahrendt auf deren Wunsch hin Ende April vergangenen Jahres nicht verlängert haben. Inzwischen haben wir dankenswerter Weise Brigitte Nehring an unserer Seite, die unsere ehrenamtliche Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen ausschließlich ehrenamtlich koordiniert. Dafür ist ihr ausdrücklicher Dank zu zollen!

Als besondere Schwerpunkte sind darüber hinaus thematisiert worden:

  • das Projekt „Flüchtlingspatenschaften“, das unter unseren Mitgliedern und auch im Kreis der Subkommende Magdeburg weit weniger Resonanz gefunden hat, als erwartet bzw. erhofft.
  • die Unterstützung des Kirchenasyls der Briccius-Gemeinde für Nasredin Ahmedin und dessen Begleitung. Dies ist in hervorragender Weise gelungen.
  • der Besuch unserer Partner-JHG in Bonn vom 9.-12. November 2018, an dem die Ehepaare Boese, Volkmann und Musil, sowie Herr Doberenz teilgenommen haben.
  • verschiedene Personalanagelegenheiten (über die ich noch gesondert berichten will)
  • die Konzeption für einen Johanniter-Besuchsdienst für Magdeburg entsprechend der Vorgabe durch die Ordensregierung in Berlin. (Auch über die soll noch gesondert berichtet und ggf. dazu beschlossen werden.)
  • außerdem die fortgesetzte Unterstützung des „Rauhen Hauses“ in Halberstadt durch unseren finanziellen Beitrag für den Ferienaufenthalt der Kinder auf dem Johannitergut in Beinrode und die des Klosters Varatec, wo nach vielen Jahren inzwischen nun endlich das Altenheim eingeweiht und in Betrieb genommen werden konnte.
  • Über die Konsolidierung der Zusammenarbeit mit der JUH haben wir miteinander gesprochen und dazu auch den neuen Regionalvorstand, Herrn Stephan Klauert, zur Vorstands-Sitzung am 05.02.2019 eingeladen.
  • und schließlich den Freiwilligentag am 15. September geplant und durchgeführt, sowie die Beteiligung unserer JHG - gemeinsam mit der JUH - an der Magdeburger Engagement-Messe am 23. Mai.

Natürlich nehmen wir immer wieder auch die vielen „privaten“ Hilfestellungen zur Kenntnis, die von den einzelnen JHG-Mitgliedern in deren Wohnorten ausgehen, ohne dass sie über den JHG-Vorstand organisiert und gesteuert werden. Die möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich auch noch einmal hervorheben und betonen: sei es in Staßfurt oder in Haldensleben, in Oschersleben oder in Brumby. Ich kann sie gar nicht alle im Einzelnen aufzählen, bringe hiermit aber auf jeden Fall den ausdrücklichen Dank des Vorstandes für jede einzelne zum Ausdruck!