Geschichte

Die JHG Ulm-Biberach wurde 1952 von Ehrenkommendator Kapitän i.R. Gerhard v. Janson, Warthausen (bei Biberach), und Geheimrat Professor Dr. Conrad Rödiger, Tübingen, gegründet.

Sie war damit  eine der fünf ersten Hilfsgemeinschaften in Baden-Württemberg.

Die Aufgaben, die sich die JHG Biberach damals stellte, waren Nachbarschaftshilfe, Linderung der Not in den Nachkriegsjahren und Hilfspakete in den Osten. Die Mittelbeschaffung dazu geschah durch Bazare und Spendensammelaktionen.
Leiter der JHG Biberach wurde bald Rechtsritter Christoph-Martin Doertenbach, Metzingen.

Um das Jahr 1978 hatte die JHG Biberach nur wenige Mitglieder, Schatzmeisterin war mit 92 Jahren Frau Millie Riedlinger. Die Wiederbelebung kam um diese Zeit von Ulm aus durch die dort lebenden ca. 10 Johanniter. RR  C-M. Doertenbach wurde Ehrenvorsitzender und RR Eckart Frhr.v.Ruepprecht Vorsitzender. Schatzmeister wurde damals RR Jobst v. Albedyhll und Schriftführer der Biberacher Apotheker ER Werner Allmann.


Mit Hilfe von Konzerten finanzierten die Johanniter zunächst Einladungen von Bewohnern des Altenheims Ulm-Wiblingen, reihum in unsere Privatwohnungen.


Später wurden Frühlings- und Herbstfeste und auch Rollstuhlausflüge für viele Heimbewohner organisiert. Nach 1982 kamen Hilfstransporte nach Schlesien (3), Rumänien (mehr als 16) und Ostpreußen dazu.

Hierzu war die Gründung einer JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe) in Ulm notwendig geworden, um jüngere Fahrer, Begleitpersonal und Helfer zu gewinnen.

Die JUH wurde am 7.5.1989 in Ulm mit einem Konzert des Musikkorps der Bundeswehr gegründet unter der Leitung von Otl. J.v.Freymann (ER Sachsen).

Die Hilfstransporte weiteten sich mehr und mehr aus, zeitweise hatte man Waren im Wert von Millionen DM für den Osten an Bord, vor allem Medikamente, die von Pharmaziefirmen aus Ulm, Laupheim und Biberach erhalten wurden. Neben Kleidung, Schuhen und Lebensmitteln wurden auch Einrichtungsgegenstände von Arztpraxen und sogar eine Bäckereiausrüstung oder ein Notstromaggregat nach Rumänien gebracht.

 

Mit solchen Unternehmungen brachten die Johanniter vielen Menschen Freude und Unterstützung, und auch die Mitglieder der JHG und der JUH hatten viel Freude daran.
Etwa 1985 wurde im Hause v. Ruepprecht ein Gesprächskreis gegründet, aus dem einige Jahre später die Subkommende Ulm des Johanniterordens entstand.

Im Jahre 2006 wurden drei jüngere Herren aus Ulm als Ehrenritter in die Bayerische Genossenschaft des Johanniterordens aufgenommen, fast gleichzeitig erklärten sie sich bereit, in den Vorstand der JHG Ulm-Biberach einzutreten.
Es sind: ER Prof. Dr. Jens Uwe Pätzmann als Vorsitzender, ER Dr. Wolfgang Neumann als Schatzmeister und ER Robert Jenckel als Schriftführer.  Letzterer ist seit 2010 auch Vorsitzender der Subkommende Ulm.