03.02.2026 | Regionalverband Oberbayern

Diese Nummer kann Leben retten: Am 11.2. ist Europäischer Tag des Notrufs

Johanniter-Rettungsdienstexperte Raphael Fleischmann erklärt, in welchen Fällen die „112“ gewählt werden sollte und in welchen nicht.

Die 112 ist nicht nur in Deutschland die Notrufnummer für den Rettungsdienst. Der Notruf kann europaweit in 43 Ländern rund um die Uhr vom Festnetz und vom Handy aus abgesetzt werden. Wann sollte der Notruf gewählt werden?

Anlässlich des europäischen Tags des Notrufs am 11. Februar erläutert Raphael Fleischmann, Manager Rettungsdienst bei den Johannitern im Regionalverband Oberbayern: „Die 112 ist bei Unfällen und akuten lebensbedrohlichen Notfällen zu wählen – beispielsweise bei Bewusstlosigkeit, allergischen Schockreaktionen oder Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Auch wenn es brennt oder die Situation unklar, aber lebensbedrohlich ist, ist 112 die richtige Notrufnummer.“ Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden steht in Deutschland der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 zur Verfügung.

Diese Informationen benötigt der Rettungsdienst:

  • Wo ist der Notfall?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte oder Erkrankte gibt es?
  • Welche Symptome oder Verletzungen liegen vor?
  • Warten auf Rückfragen der Leitstelle.
     

Die 112 ist ein wichtiges Glied der Rettungskette
Besonders bei einer schweren Verletzung oder einem Herzstillstand kommt es darauf an, frühzeitig den Rettungsdienst zu rufen. Zudem ist eine schnelle notfallmedizinische Versorgung erforderlich. „Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte jeder kennen und anwenden können, um die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Hilfe des Rettungsdienstes zu überbrücken“, ergänzt Fleischmann.

Erste Hilfe richtig anwenden
Nachdem der Notruf gerufen wurde, ist der Einsatz von Erste-Hilfe-Maßnahmen überlebenswichtig. Durch Erste-Hilfe-Training kann im Ernstfall die Hemmschwelle gesenkt werden und Überlebenschancen gesteigert werden. So zählt bei einem Herzstillstand jede Sekunde. Die Überlebenschance sinkt pro Minute ohne Reanimation um etwa 10 Prozent.

Die wichtigsten Handgriffe der Ersten Hilfe lernt man am besten in einem Erste-Hilfe-Kurs. Damit diese im Notfall ohne langes Nachdenken abgerufen werden können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen – am besten alle zwei Jahre. Weitere Informationen unter https://www.johanniter.de/erstehilfe

Das Bildungsportal der Johanniter bietet unter https://bildungsportal.johanniter.de weiterführende Informationen und digitale Kursangebote zur Ersten Hilfe.

Foto: Anastasia Tarasenko.