14.09.2026 | Regionalverband Oberbayern

Füreinander Verantwortung tragen

Zum Tag der Zivilcourage am 19. September betonen die Johanniter: Selbst zu handeln macht den Unterschied.

„Bei Zivilcourage geht es nicht um Heldentum“, sagt Hubert Nettinger, Sachgebietsleiter Bildung bei den Johannitern im Regionalverband Oberbayern. „Sondern um die Bereitschaft, hinzuschauen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird.“ Dazu gehört zum Beispiel, selbst aktiv zu werden und in einem Notfall den Rettungsdienst zu rufen sowie mit der Ersten Hilfe zu beginnen. „Leider erleben wir immer wieder, dass kostbare Zeit ungenützt verstreicht, bevor unsere Rettungskräfte eintreffen“, berichtet Nettinger. 

Daher ermutigen die Johanniter zum Handeln: Niemand muss befürchten, wegen Fehlern bei der Ersten Hilfe zur Rechenschaft gezogen zu werden. Umgekehrt kann schnelles Handeln den entscheidenden Unterschied für Leben und Gesundheit eines Menschen machen. 

Tipp: Die Johanniter Grund- und Auffrischungskurse in Erster Hilfe vermitteln alle wichtigen Grundkenntnisse. Darüber hinaus bieten die Johanniter den Kurs „Sicher kommunizieren – sicher verteidigen“ an. Dieser vermittelt praxisnah, wie man in Konfliktsituationen deeskalierend kommuniziert und sich im Ernstfall wirksam schützt. Weitere Infos zu allen Kursen sind am Ende dieses Artikels zu finden.

Wer sich einen Ruck gibt, kann viel bewirken

Erfahrungsgemäß kostet es Überwindung, in einer kritischen Situation aktiv zu werden, erklärt Hubert Nettinger. „Dazu gehört schon etwas Mut und ja, es kann unbequem sein und unsere Pläne durchkreuzen. Vielen Menschen ist es auch einfach peinlich, hervorzutreten und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Aber Solidarität zu zeigen und zu handeln, wenn jemand in Not ist, macht einen entscheidenden Unterschied für den oder die Betroffene.“

Ein weiteres Plus der Zivilcourage ist, dass sie das Zusammenleben in der Gesellschaft stärkt. Hinzuschauen und aktiv zu werden, wenn Unrecht, Gewalt oder ein Unglück geschieht, ist ein Zeichen des Mitgefühls und des Respekts gegenüber anderen. „Wir alle können irgendwann darauf angewiesen sein, uns andere Menschen zur Seite stehen. Zum Beispiel wenn wir bedroht oder beleidigt werden“, sagt Hubert Nettinger. 

Niemand sollte sich allerdings durch die Hilfe für andere selbst in Gefahr bringen. Erst recht nicht, wenn die Situation gefährlich oder die Stimmung aggressiv ist: Sofort die Polizei und/oder den Rettungsdienst zu rufen, ist dann der sinnvollste Schritt.

Weitere Informationen über das Sachgebiet Bildung im Regionalverband Oberbayern finden Sie hier:

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Bildunterschrift: Hubert Nettinger, Sachgebietsleitung Bildung bei den Johannitern im Regionalverband Oberbayern
Bildnachweis: Anastasia Tarasenko / Johanniter Oberbayern