24.02.2026 | Geschäftsstelle Mannheim

„Respekt für Rettungskräfte“ an Mannheimer Schulen

Mit dem neuen Projekt „Respekt für Rettungskräfte – Perspektivwechsel im Klassenzimmer“ nehmen Jugendliche im Rollenspiel die Perspektive von Einsatzkräften ein. Das schafft Verständnis, Respekt und echte Aha-Momente.

In Rollenspielen erleben Schülerinnen und Schüler hautnah, wie stressig Rettungseinsätze sein können – besonders, wenn Hilfe erschwert wird.

Mannheim. Lautes Stimmengewirr, jemand schreit: „Warum helft ihr nicht schneller?“ Schüler in Rettungsdienstjacken beruhigen, versuchen sich zu konzentrieren. Doch der Druck steigt: Eine verletzte Mitschülerin krümmt sich vor Schmerzen. Stress liegt in der Luft. An der Humboldt-Werkrealschule ist das zum Glück nur ein Rollenspiel. Doch es zeigt eindrücklich, wie belastend Rettungseinsätze sein können – besonders, wenn Einsatzkräfte
behindert werden.

Wie es sich anfühlt, wenn man helfen will, aber angeschrien wird, das erlebt die Klasse am eigenen Leib und reflektiert diese Eindrücke anschließend. Mit unserem neuen Projekt „Respekt für Rettungskräfte – Perspektivwechsel im Klassenzimmer“ vermitteln wir Jugendlichen lebhaft, wie es ist, im Einsatz unter Druck zu stehen. Und wie belastend es ist, wenn aufgebrachte Angehörige die Hilfe erschweren. „Viele Jugendliche wissen nicht, wie wenig Informationen Rettungskräfte haben und wie hektisch es im Einsatz zugeht“, sagt Projekt-Initiatorin Therese Helfert. „Durch den Rollentausch entstehen echte Aha-Momente. Themen wie kulturell
geprägte Kommunikation oder der Irrglaube, der Rettungsdienst käme in manchen Vierteln später, werden offen angesprochen.“

Der erfolgreich absolvierte Testlauf zeigt: Wir können Vorurteile aufdecken und Verständnis und Respekt schaffen. Deshalb bringen wir das Projekt nun in weitere Schulen. Denn Respekt kann man lernen, wenn man bereit ist, die Perspektive zu wechseln.

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