10.01.2026 | Regionalverband Baden

Stromausfall: Gut vorbereitet für Krisen und Katastrophen

Auch in Deutschland sind die Menschen nicht sicher vor Stromausfällen. In Krisenzeiten, wie bei Naturkatastrophen, Pandemien oder technischen Störungen, kann die Stromversorgung plötzlich ausfallen. Wie kann man sich dagegen vorbereiten?

Ein gelbes Warnschild mit der Aufschrift "Stromausfall".
Bildnachweis: Christian Ohde / action press

Was alles bei der Unterbrechung der Stromversorgung nicht mehr möglich ist, wird einem meistens erst dann bewusst: warmes Wasser, Herd, Heizung oder auch Licht, Kühlschrank und Wasserkocher sind nicht mehr einsetzbar. Stromleitungen können zum Beispiel bei einem Unfall, durch Fehler bei Bauarbeiten aber auch bei heftigen Stürmen, Hochwasser, starken Schneefällen oder Lawinen zu Schaden kommen. Es kann auch vorkommen, dass die Stromversorgung absichtlich gestört wird, durch Sabotage oder Cyberangriffe auf die IT-Systeme von Stromversorgern. In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. In Notsituationen mit großflächigen Schäden kann eine Unterbrechung durchaus auch einmal Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist.

Wenn die Heizung kalt bleibt

Wer einen Kamin oder Ofen zu Hause hat, ist bei einem Ausfall der Heizung gut dran. Hier sollte beachtet werden, genügend Heizmaterial vorrätig zu haben. Ansonsten helfen Decken und warme Kleidung bei Kälte. Hier sollte man sich möglichst nur in einem Raum aufhalten, die Türen geschlossen halten, um die Wärme nicht entweichen zu lassen. Trotzdem sollte regelmäßig gelüftet werden. Wenn als alternative Lichtquelle Kerzen verwendet werden, ist zum Beispiel die Sauerstofferneuerung wichtig. 

Kochen ohne Strom

Mit Hilfe eines Campingkochers können kleinere Mahlzeiten zubereitet werden. Hier muss darauf geachtet wegen Brandgefahr und Schadstoffbelastung, diesen nicht in geschlossenen Räumen zu verwenden. Ein Vorrat an Lebensmitteldosen ist hier besonders hilfreich. Ein Grill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird, sollte auf keinem Fall in der Wohnung oder im Haus betrieben werden. Es besteht sonst Erstickungsgefahr. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat zudem ein Buch veröffentlicht, das sich dem Thema Kochen ohne Strom widmet. „Man sollte bei seiner Vorratshaltung neben Lebensmittelkonserven unbedingt auch an haltbare Lebensmittel denken, die kalt verzehrt werden können“, sagt Dominik Meixner, Trainer für Notfallvorsorge bei den Johannitern in Mannheim. „Und aufgetaute Gerichte aus dem Tiefkühlfach, das auch nicht mehr mit Strom versorgt wird, sind nur begrenzt genießbar.“

Auch an ausreichend Trinkwasser sollte gedacht werden. „Bei einem Stromausfall könnte auch mal das Wasser aus den Leitungen ausbleiben“, ergänzt Meixner. „Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person pro Tag sollte man zu Hause lagern. Doch ganz klar: alles ist besser als nichts!“ Auch Bargeld und eine gut gefüllte Haushaltsapotheke sollten für den Notfall bereit liegen. Hilfreich sind zudem Taschenlampe, ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio.

Online-Schulung und Ratgeber zum Thema

Wie man für sich, seine Familie und die Menschen im persönlichen Umfeld Vorsorge für außerordentliche Notlagen treffen kann, erfährt man im kostenlosen E-Learning-Kurs der Johanniter „Sicherheit, Vorsorge und Erste Hilfe in außerordentlichen Notlagen“: https://shop.johanniter.de/kostenlose-kurse/

Weitere Informationen bietet auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge (BBK) in seinem „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ und im Internet an:http://www.notfallvorsorge-bbk.de/