Christian Groß verstärkt Landesvorstand der Johanniter in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Der 47-jährige Saarländer bringt 26 Jahre Erfahrung aus dem Rettungsdienst und der Verbandsführung mit und komplettiert seit 1. Oktober die hauptamtliche Leitung des Landesverbands.
Die Johanniter im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar (HRS) haben seit dem 1. Oktober wieder einen vollständig besetzten Landesvorstand: Mit Zustimmung des Präsidiums und des Herrenmeisters des Johanniterordens wurde Christian Groß vom Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. in die hauptamtliche Leitungsfunktion berufen. Er führt den Landesverband künftig gemeinsam mit Peter Kaimer und dem ehrenamtlichen Vorstandsmitglied Wolf-Teja von Rabenau.
Der gebürtige Saarbrücker ist verheiratet, Vater zweier Kinder war bis zum 30. September Landesgeschäftsführer beim DRK-Landesverband Saarland. Insgesamt 26 Jahre hat er sich für das DRK im Saarland eingebracht, 20 Jahre davon hauptamtlich.
Vom Zivildienst zur Verbandsführung
Schon während seines Zivildienstes als Rettungssanitäter entschied sich Christian Groß für den Weg in die Hilfsorganisation. Es folgte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes, das er als Diplom-Kaufmann abschloss – begleitet von haupt- und ehrenamtlichem Einsatz im Rettungsdienst. 2006 übernahm Groß beim DRK-Landesverband Saarland die Leitung des Referats Rettungsdienst und verantwortete dort unter anderem die Führung von zehn Rettungswachen. Von 2015 bis 2021 war er zudem stellvertretender Landesgeschäftsführer des Verbands, bis er 2021 zum Geschäftsführer ernannt wurde.
Führungsqualität und betriebswirtschaftliches Know-how
„Christian Groß bringt all das mit, was wir für den Landesverband HRS gut gebrauchen können: Er weiß, wie Rettungsdienst und Katastrophenschutz funktionieren, kennt sich mit Zahlen aus, hat Führungsverantwortung gelebt und ist gut vernetzt", sagt Bundesvorstandsmitglied Oliver Meermann. Auch Landesvorstandsmitglied Peter Kaimer blickt der Zusammenarbeit positiv entgegen: „Christian Groß bringt beste Voraussetzungen mit. Rund ein Jahr nach dem Wechsel von Oliver Meermann in den Johanniter-Bundesvorstand erhalten wir nun eine neue Führungspersönlichkeit mit umfangreicher Erfahrung aus den vielfältigen Bereichen einer Hilfsorganisation. Ich bin mir sicher, dass unsere Organisation von Christian Groß‘ Kenntnissen und Fähigkeiten, wie auch von seiner Persönlichkeit, absolut profitieren wird."
„Uns liegen die Menschen am Herzen"
Christian Groß selbst blickt mit etwas Wehmut zurück und mit großer Vorfreude nach vorne: „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir der Abschied nach 26 Jahren DRK leichtgefallen wäre. Die Organisation hat mich geprägt, ich hatte tolle Menschen um mich herum und es war eine wirklich gute Zeit. Ich gehe mit großer Dankbarkeit – und blicke mit Vorfreude, Motivation und auch mit einer gesunden Portion Ehrfurcht auf alles, was mich in dem großen Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar der Johanniter-Unfall-Hilfe erwartet."
Zu seinen neuen Aufgaben sagt Groß: „Es ist reizvoll, die Verantwortung für Regionalverbände, Mitarbeitende und Ehrenamtliche in drei Bundesländern zu tragen. Innenpolitisch sind die bereits verabschiedeten und die noch in der Abstimmung befindlichen Reformen und Gesetzesvorhaben für uns Hilfsorganisationen mindestens schwierig, wenn nicht gar bedrohlich. Damit wir auch in Zukunft noch unsere gute Hilfe dorthin bringen können, wo sie benötigt wird, müssen wir uns gut und zukunftssicher aufstellen. Hierzu möchte ich gerne meinen Beitrag leisten.“ Mit Blick auf sein Heimatbundesland unterstreicht Groß: „Meiner Heimat bleibe ich als Saarländer natürlich eng verbunden. Angesichts geopolitischer Herausforderungen wie auch häufiger auftretender Extremwetterlagen wird deutlich, wie wichtig enge Zusammenarbeit und gute länderübergreifende Ressourcenplanung sind. Als Teil der Gesamtorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam einen positiven Beitrag für die Menschen im Saarland, wie natürlich auch in Hessen und Rheinland-Pfalz, leisten können. Mit Blick auf den Bereich Bevölkerungsschutz freue ich mich ganz besonders auf diese Aufgabe."
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat ihren Sitz in Berlin. Sie steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Die JUH ist seit 1952 in vielfältigen sozialen und karitativen Bereichen aktiv und zählt mit über 35.000 hauptamtlich Beschäftigten, rund 46.000 Ehrenamtlichen und gut 1,2 Millionen Fördermitgliedern zu den großen Hilfsorganisationen Deutschlands. Sie gliedert sich in neun rechtlich unselbständige Landesverbände. Innerhalb dieser Landesverbände gibt es Regional- und Kreisverbände, die wiederum Ortsverbände umfassen können. Die Johanniter engagieren sich unter anderem in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von älteren, kranken und geflüchteten Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.
Der Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar (HRS) hat seinen Sitz in Butzbach/Nieder-Weisel in der hessischen Wetterau. Ihm angeschlossen sind 13 Regionalverbände mit insgesamt rund 3.600 hauptamtlich Mitarbeitenden und gut 5.600 ehrenamtlichen Johanniterinnen und Johannitern. Die Johanniter sind schwerpunktmäßig in den Bereichen Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz, ambulante Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Kindertagesstätten sowie Hausnotruf aktiv.