20.02.2026 | Regionalverband Dresden

Rückblick: Intelligent verschwenden - neue Wege im Umgang mit Energie

Energie neu denken: nachhaltig, gemeinschaftlich und intelligent nutzen – unter diesem Leitgedanken stand der Fachtag am 5. November 2025 im Katastrophenschutzzentrum AKKON Heidenau.

Im Rahmen der Vorstandstagung des Landesverbandes Sachsen widmeten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Kommunen und Hilfsorganisationen der zentralen Frage: Wie gestalten wir die Energieversorgung der Zukunft?

Energieversorgung im Wandel: Chancen für Sachsen und darüber hinaus

Die Energiewende ist längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr. Steigende Energiepreise, Klimaschutzanforderungen und technologische Innovationen verändern unsere Gesellschaft grundlegend. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen daher aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um:

  • nachhaltige Energieversorgung
  • dezentrale Energiesysteme
  • intelligente Ressourcennutzung
  • Energieeffizienz und Autarkie
  • kommunale Zusammenarbeit

Besonders im kommunalen und gesellschaftlichen Kontext wird deutlich: Die Energiezukunft entscheidet über wirtschaftliche Stabilität, soziale Sicherheit und ökologische Verantwortung gleichermaßen.

Impuls zur Null-Grenzkosten-Gesellschaft: Vision oder realistisches Modell?

Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Timo Leukefeld, renommierter Energieexperte und Vordenker für nachhaltige Gebäudekonzepte.

Er verband wissenschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Perspektiven zu einer realistischen Vision einer Null-Grenzkosten-Gesellschaft. Sein Ansatz beschreibt eine Zukunft, in der durch intelligente Technologien und dezentrale Energieerzeugung die laufenden Kosten für Energie gegen null tendieren.

Dabei beleuchtete er die Auswirkungen auf zentrale Lebensbereiche:

  1. Wohnen und Wärmeversorgung
  2. Stromerzeugung und -speicherung
  3. Mobilität
  4. Stadtentwicklung
  5. Versorgungssysteme
  6. Ernährung
  7. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung


Sein zentraler Gedanke:
Der aktuelle Wandel ist keine Bedrohung, sondern eine historische Chance – hin zu mehr Unabhängigkeit, Kooperation und smarterer Ressourcennutzung. 

Energie gemeinsam gestalten: Austausch über Organisationsgrenzen hinweg

Neben den Johanniter-Vertreterinnen und -Vertretern nahmen auch Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Mitarbeitende aus dem Landratsamt teil. Insgesamt 31 Gäste folgten der Einladung.

Dieser interdisziplinäre Austausch zeigte deutlich: Die Transformation der Energieversorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kommunen, Hilfsorganisationen und Verwaltung müssen gemeinsam Strategien entwickeln, um nachhaltige Strukturen aufzubauen.

Gerade im Bereich Katastrophenschutz und kritische Infrastruktur gewinnt eine resiliente, dezentrale Energieversorgung zunehmend an Bedeutung.

Zukunftsthemen aktiv mitgestalten

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll verdeutlicht, wie wichtig es ist, Zukunftsthemen frühzeitig strategisch mitzudenken. Wer ein stabiles und resilient aufgestelltes Unternehmen führen will, muss technologische und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv begleiten.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch und das wertvolle Feedback.

Die Johanniter werden sich auch künftig intensiv mit Zukunftsfragen rund um Energie, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Resilienz beschäftigen – denn Verantwortung endet nicht im Hier und Jetzt.