8. Parlamentarischer Abend: Südbrandenburger Johanniter im Austausch mit der Landespolitik
Beim 8. Parlamentarischen Abend der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Brandenburger Landtag haben auch die Johanniter aus Südbrandenburg aktuelle Arbeitsschwerpunkte vorgestellt.
Neben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke zählten sechs weitere Ministerinnen und Minister zu den Gästen des Abends, darunter die Chefin der Staatskanzlei Kathrin Schneider, der Minister des Inneren und für Kommunales, Dr. Jan Redmann und René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Die Johanniter in jeder Lebensphase an Ihrer Seite“: Unter diesem zentralen Leitspruch des Abends konnten wir den anwesenden Ministerinnen und Minister einen Einblick in unsere praktische Arbeit in den verschiedenen Bereichen geben. Gleichzeitig war es uns wichtig, deutlich zu machen, vor welchen Herausforderungen wir an vielen Stellen stehen und wie wir uns konkret dafür aufstellen.
Nach dem einleitenden Grußwort der Landtagspräsidentin begrüßte auch Ministerpräsident Dietmar Woidke noch einmal alle Anwesenden. Dabei war seine persönliche Wertschätzung für unsere Arbeit stark zu spüren. Außerdem berichtete er von seinem Besuch im Kinderhaus Pusteblume in Burg vor wenigen Wochen, der ihm eindrücklich in Erinnerung geblieben sei. Bei einem Dreh mit der Deutschen Fernsehlotterie hatte er die Gelegenheit, unser Team von Pflegekräften dort hautnah im Dienst mit den Kindern und ihren Familien zu erleben. Diese tägliche Leistung der Mitarbeitenden verdiene großen Respekt, so Woidke.
Der anschließende Austausch zeigte deutlich, wie breit das Engagement der Johanniter auch im Regionalverband Südbrandenburg aufgestellt ist – vom Katastrophen- und Bevölkerungsschutz über ambulante Pflege bis hin zur Kinderbetreuung in unseren Johanniter-KiTas. Ebenso wichtig ist der Beitrag, den spezielle Angebote wie der ambulante Kinderhospizdienst und die Trauerbegleitung „Lacrima“ für betroffene Familien leisten.
Damit wir in den verschiedenen Bereichen auch weiterhin verlässlich für die Menschen in Südbrandenburg im Einsatz sein können, braucht es neben öffentlicher Wertschätzung auch ganz konkret ausreichende Refinanzierung und stabile Rahmenbedingungen, die die Mitarbeitenden vor allem in der Pflege nachhaltig entlasten, so die zentrale Botschaft an die Landespolitik.
Im Bereich der Kinderbetreuung bleibt die Herausforderung, den hohen Verwaltungsaufwand zu reduzieren, die Abrechnungsmodelle einfacher und einheitlich zu gestalten und tragbare Lösungen für das Dauerbrenner-Thema Betreuungsschlüssel zu finden.
Für den Katastrophenschutz, der aktuell zunehmend gefordert ist, braucht es im Umkehrschluss ebenfalls eine entsprechend bessere Förderung, damit wir im Ernstfall weiterhin im nötigen Maß ausgestattet, handlungsfähig und schnell einsatzbereit sind.
Die vielen persönlichen Gespräche und Gelegenheiten, einander direkt und offen Fragen zu stellen haben diesen Parlamentarischen Abend zu einem wertvollen Begegnungsort gemacht. Unser Signal auch an die neue Landesregierung in Brandenburg war jedenfalls klar: Unser Einsatz und Engagement braucht Rückendeckung, damit wir auch in Zukunft für die Menschen in der Region „in jeder Lebenslage“ da sein können.