22.10.2026 | Regionalverband Schleswig-Holstein Nord/West

Bewohnende der Landesunterkunft Seeth verlegt

Wegen eines großflächigen Stromausfalls mit entsprechenden Folgen an der schleswig-holsteinischen Westküste müssen die Bewohnerinnen und Bewohner der LUK Seeth vorübergehend auf andere Landesunterkünfte verteilt werden.

Wohngebäude LUK Seeth im Herbst
Ein Bewohnerhaus auf dem Gelände der Landesunterkunft

Der Stromausfall an der Westküste von Sonntag, dem 18. Oktober, hat in der Landesunterkunft Seeth zu erheblichen Schäden am Stromnetz auf dem Gelände und in den Gebäuden geführt, betroffen sind davon insbesondere Heizungen und Warmwasserversorgung sowie Abwasserhebeanlage und Brandschutzanlagen. Wegen dieser Situation vor Ort hat das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge am Montag entschieden, mehr als 450 Bewohnende, überwiegend aus der Ukraine, in andere Landesunterkünfte zu verlegen. 

„Wir bringen zunächst vulnerable Gruppen wie beispielsweise Menschen mit besonderem medizinischen Versorgungsbedarf oder Familien mit kleineren Kindern und dann sukzessive die weiteren Menschen nach Rendsburg und Bad Segeberg und auch nach Neumünster“, so Mihaela Tudorache, Bereichsleitung Flüchtlingshilfe bei den Johannitern. Zudem würden die Mitarbeitenden übergangsweise an die Standorte wechseln, um dort die Betreuung der Betroffenen sicherzustellen. 

„Wir danken den Verantwortlichen im Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge für die Planung, Organisation und schnelle Hilfe sowie den Gemeinden, darüber hinaus der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR für ihre Arbeit an der Liegenschaft“, sagt Tudorache. Das Landesamt arbeitet für solche Fälle mit Notfallplänen aus dem Sicherheits- und Schutzkonzept; auch die Mitarbeitenden der Johanniter sind geschult, um den ihnen anvertrauten Menschen zu helfen, und können eine solche Verlegung gezielt umsetzen. Damit ist nun eine sichere Unterbringung gewährleistet, selbst bei möglicherweise längeren Reparaturarbeiten.