26.03.2026 | Johanniter GmbH

Darmkrebsvorsorge rettet Leben!

Darmkrebsmonat März

PD Dr. David Scholten

„Die Darmkrebsvorsorge ist ein zentraler Baustein der Gesundheitsvorsorge. Denn eine Früherkennung ist die beste Krebstherapie. Die Chancen auf eine vollständige Heilung sind bei früh entdecktem Darmkrebs sehr hoch“, sagt PD Dr. David Scholten, Chefarzt der Inneren Medizin der Johanniter-Klinken Hamm. Anlässlich des Darmkrebsmonats erinnert er daran, die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen.

Nach den aktuellen Leitlinien sollten Männer und Frauen ohne besondere Risikofaktoren ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Bei familiärer Vorbelastung oder anderen Risikofaktoren kann ein früherer Untersuchungsbeginn sinnvoll sein.

Die Vorsorge kann mittels Stuhltest auf verstecktes Blut oder durch eine Darmspiegelung durchgeführt werden. „Während der Stuhltest bequem zu Hause durchgeführt wird, ist eine Darmspiegelung aufwändiger, aber die Ergebnisse sind genauer und bei Auffälligkeiten können Krebsvorstufen wie Polypen sofort entfernt werden“, so Scholten weiter. Bei einer sogenannten Koloskopie wird, nach vorheriger Darmsäuberung, ein flexibles Endoskop in den Enddarm eingeführt. Mithilfe einer hochauflösenden Kamera kann der Arzt den Darm umfassend untersuchen, Polypen oder andere Veränderungen erkennen und direkt entfernen. Diese gleichzeitig diagnostische und therapeutische Untersuchungsmethode reduziert das Risiko, dass sich Polypen potenziell zu bösartigen Tumoren entwickeln. Die Untersuchung findet in der Regel schlafend unter einer kurzen Sedierung statt.

„Wie bei fast jeder Krebsart gilt auch beim Darmkrebs: Je früher die Tumore erkannt werden, umso besser können sie behandelt werden. Die beste Therapie ist, den Krebs durch die Vorsorge zu vermeiden“, sagt der Chefarzt abschließend.