Der erste Schritt in die große Welt
Anmeldezeitraum für das Bildungsjahr 2026/2027 für Kinderkrippen- und Kindergartenplätze hat begonnen
Schon während der Schwangerschaft stellen sich viele Eltern die Frage: „Was muss ich jetzt schon planen? Soll mein Kind in die Kinderkrippe? Oder lieber direkt in den Kindergarten? Und wie finde ich überhaupt einen Platz?“
In Bayerisch Schwaben betreiben die Johanniter aktuell 36 Kinderbetreuungseinrichtungen mit insgesamt 2.333 Betreuungsplätzen, verteilt von Lindau über Donauwörth, Ulm, Neu-Ulm, Augsburg bis ins Allgäu. Beate Winterholler, Sachgebietsleitung Kinderbetreuungseinrichtungen der Johanniter in Bayerisch Schwaben, betont: „Je früher sich Familien informieren, desto entspannter kann der Einstieg in die Kinderkrippe oder den Kindergarten gelingen.“
Die Entscheidung, ob ein Kind zuerst die Kinderkrippe besucht oder direkt in den Kindergarten geht, beschäftigt viele Eltern schon lange vor der Geburt. Um den Überblick zu behalten, ist es hilfreich, die Begriffe zu verstehen: In der Kinderkrippe werden Kinder von drei Monaten (je nach Aufnahmekriterien der jeweiligen Einrichtung) bis zum dritten Lebensjahr betreut, während der Kindergarten Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt aufnimmt. Der Begriff Kita oder Kindertagesstätte umfasst Kinderkrippe und Kindergarten und wird oft dann verwendet, wenn mehrere Altersgruppen unter einem Dach zusammenarbeiten. Kinderhäuser sind Einrichtungen, in denen mehrere Betreuungsangebote wie Kinderkrippe, Kindergarten und Hort gemeinsam untergebracht sind. Ein Vorteil von Einrichtungen, die sowohl Krippe als auch Kindergarten anbieten, ist, dass Kinder innerhalb der Einrichtung hausintern vom Krippen- in den Kindergartenbereich wechseln können und dabei vor neuen Kindern bevorzugt behandelt werden, da die Mitarbeitenden das Kind bereits kennen und nur ein interner Wechsel stattfindet.
Das neue Kita-Jahr beginnt am 1. September 2026 und eine Anmeldung sollte idealerweise spätestens zwischen Februar und April 2026 erfolgen. Viele Eltern melden ihre Kinder bereits frühzeitig an, da die Nachfrage hoch ist. Die Johanniter ermöglichen auch unterjährige Aufnahmen, sofern Plätze frei sind. Ein Anruf lohnt sich daher immer, selbst wenn bei einer anderen Einrichtung zunächst eine Absage erteilt wurde. Winterholler rät: „Überlegen Sie sich genau, welche Kriterien für Sie wichtig sind: Liegt die Einrichtung in der Nähe von Zuhause oder vom Arbeitsplatz? Passen die Betreuungszeiten zu Ihrem Alltag? Und welches pädagogische Konzept spricht Sie an?“
Alle Johanniter-Einrichtungen arbeiten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der die Grundlagen der frühkindlichen Förderung vorgibt. Darauf aufbauend setzen die Einrichtungen unterschiedliche Schwerpunkte: Montessori, Reggio, Waldorf oder Kneipp, offene und teiloffene Konzepte prägen das Profil jeder Einrichtung. Die Elternbeiträge bestehen aus Betreuungsgeld und Verpflegungskosten und variieren je nach Einrichtung. Seit 2020 entlastet zudem das Bayerische Krippengeld Familien mit 100 Euro pro Monat pro Kind. Betreuungszeiten sollten unbedingt dem persönlichen Bedarf der Familie entsprechen.
Ein persönlicher Besuch der Einrichtung ist für viele Eltern sehr hilfreich. Bei einem Tag der offenen Tür lassen sich nicht nur die Räumlichkeiten erkunden, sondern auch Mitarbeitende kennenlernen und Fragen zu Tagesablauf, pädagogischem Konzept und Betreuungszeiten klären.
Seit dem 1. August 2013 haben alle Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, Anspruch auf einen Betreuungsplatz in ihrer Heimatkommune. Die Platzvergabe koordinieren die Gemeinden in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungen. Soll ein Kind in einer Kita nahe dem Arbeitsplatz untergebracht werden, muss meist ein Gastkindantrag gestellt werden, da die meisten Einrichtungen nur Kinder aus der eigenen Kommune aufnehmen.
Nach der Bewilligung folgt die Anmeldung in der Einrichtung. Mit Impfpass und gelbem Untersuchungsheft können Eltern ihr Kind final anmelden und dann beginnt die behutsame Eingewöhnung. Dabei begleiten die Eltern ihre Kinder anfangs in die Einrichtung, bis diese sich an die neue Umgebung gewöhnt haben. Die Dauer der Eingewöhnung hängt vom individuellen Tempo des Kindes ab. Winterholler erklärt: „Eine liebevolle und geduldige Eingewöhnung legt den Grundstein für eine positive Kita-Erfahrung. Eltern können ihre Kinder unterstützen, indem sie den neuen Lebensabschnitt gemeinsam mit Neugier und Vertrauen angehen.“
Weitere Informationen zu allen Johanniter-Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayerisch Schwaben und zu den Anmeldungen finden Eltern unter: www.johanniter.de/kinderbetreuungseinrichtungen/bayerisch-schwaben
Checkliste für Eltern
• Frühzeitig informieren: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Einrichtungen in Ihrer Umgebung und deren pädagogische Konzepte.
• Standort und Betreuungszeiten prüfen: Achten Sie darauf, dass die Einrichtung gut erreichbar ist und die Betreuungszeiten zu Ihrem Alltag passen.
• Elternbeiträge und Förderungen klären: Informieren Sie sich über Gebühren, Verpflegungskosten und mögliche Entlastungen wie das Bayerische Krippengeld.
• Besichtigung vereinbaren: Nutzen Sie Tage der offenen Tür oder individuelle Termine, um Räumlichkeiten, Mitarbeitende und Atmosphäre kennenzulernen.
• Notwendige Unterlagen vorbereiten: Impfpass und gelbes Untersuchungsheft
• Anmeldung durchführen: Sobald der Platz bewilligt ist, melden Sie Ihr Kind offiziell in der Einrichtung an.
• Eingewöhnung planen: Begleiten Sie Ihr Kind behutsam in den ersten Wochen, achten Sie auf sein Tempo und tauschen Sie sich regelmäßig mit den Mitarbeitenden aus.
• Lieblingssachen mitgeben: Packen Sie eine vertraute Decke, ein Kuscheltier oder ein Lieblingsspielzeug ein, das Ihrem Kind Sicherheit gibt.
• Rituale vorbereiten: Entwickeln Sie kleine Rituale für den Kita-Start, z. B. ein Begrüßungslied oder ein Abschiedsritual, um den Übergang leichter zu gestalten.
• Kommunikation pflegen: Halten Sie regelmäßig Kontakt zu den Mitarbeitenden, tauschen Sie sich über Fortschritte oder besondere Bedürfnisse aus.
• Alltag vorbereiten: Üben Sie gemeinsam einfache Abläufe wie Händewaschen, Jacke ausziehen oder Schuhe wechseln, damit sich Ihr Kind selbstständiger fühlt.
• Positive Einstellung vermitteln: Begegnen Sie dem Kita-Start mit Vorfreude und Zuversicht – Kinder spüren die Einstellung ihrer Eltern und orientieren sich daran.