14.10.2026 | Dienststelle Ortsverband Jeverland

Ein Blick über die Waterkant

Johanniter-Jugend Jeverland besichtigt Seenotrettungskreuzer in Hooksiel

Foto: Ortsverband Jeverland

Was in anderen Ortsverbänden der Blick über den Tellerrand ist, ist bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Jeverland der Blick über die Waterkant: Um dem Nachwuchs auch das Retten auf dem Wasser näher zu bringen und das gute Verhältnis zu anderen Rettenden zu pflegen, besuchte die Johanniter-Jugend Jeverland den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ in Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. 

Zusammen mit der Besatzung erkundeten die Jugendlichen das Schiff. Zunächst ging es auf das Deck des Schiffes. Dort stellte sich die Besatzung vor und erklärte den Jugendlichen, um welches Schiff es sich handelt und wie es besetzt ist. Außerdem erfuhren sie, welche Aufgaben die Seenotretter übernehmen und wie ihre Arbeit auf See abläuft. Anschließend ging es ins Innere des Schiffes. Im Maschinenraum konnten die Jugendlichen den Motor des Seenotkreuzers aus nächster Nähe betrachten. Dabei wurden viele Fragen gestellt. Danach ging es zum Tochterboot „Fidi“, das auch genau unter die Lupe genommen wurde. Die Jugendlichen erfuhren, wofür das Boot eingesetzt wird und welche Aufgaben es bei Rettungseinsätzen übernimmt. Im Anschluss wurden der Aufenthaltsraum der Crew und die medizinische Ausstattung des Schiffes besichtigt. Die Besatzung erklärte, dass die Seenotretter an Bord auch die Möglichkeit haben, zu schlafen, zu kochen und ihre Freizeit zu verbringen. Außerdem kann der Aufenthaltsraum im Notfall genutzt werden, um Verletzte zu versorgen. Zum Abschluss durfte die Jugendgruppe noch die Brücke des Schiffes besuchen. Dort wurden verschiedene Geräte und Seekarten erklärt, die für die Orientierung und Navigation auf See wichtig sind.

Nach Angaben der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist der 23,1 Meter lange Seenotrettungskreuzer Bernhard Gruben 1997 auf Norderney in Dienst gestellt worden und wechselte später nach Hooksiel. Das Einzugsgebiet zieht sich südlich in die Jade hinein bis nach Wilhelmshaven, nördlich an Mellum, Minsener Oog und Wangerooge vorbei bis weit in die Deutsche Bucht.