Grenzüberschreitender Austausch im Rettungsdienst
Johanniter-Rettungswache Schönsee nimmt an Fortbildung in Tschechien teil
Prag/Schönsee ■ Drei Mitarbeitende der Johanniter-Rettungswache Schönsee haben kürzlich an einer zweitägigen Fortbildung in Prag teilgenommen. Eingeladen hatte der grenzüberschreitende Rettungsdienst, der den fachlichen Austausch zwischen Einsatzkräften aus Grenzregionen fördert.
Am ersten Tag stand die Organisation des Katastrophenschutzes in der tschechischen Hauptstadt im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in Strukturen, Abläufe und Einsatzmittel. Der zweite Fortbildungstag bot eine praxisorientierte Vertiefung: In der Gerichtsmedizin hatten die Einsatzkräfte die Möglichkeit, invasive lebensrettende Maßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Diese Form des Trainings ermöglicht es, wichtige Handgriffe unter möglichst authentischen Bedingungen zu üben.
Neben den Johannitern aus Schönsee nahmen auch Vertretende des Bayerischen Roten Kreuzes aus Cham, der Malteser aus Wald/Rötz sowie zwei Feuerwehrfrauen der Berufsfeuerwehr Hamburg an der Fortbildung teil.
Die Teilnahme an der Fortbildung fördert die Zusammenarbeit im Rettungsdienst. Gerade für eine grenznahe Wache wie Schönsee ist der Blick über die Landesgrenze hinweg ein wichtiger Baustein, um die reibungslose Patientenversorgung in den beiden Ländern zu gewährleisten.
Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.