28.05.2026 | Bundesgeschäftsstelle

INTERSCHUTZ 2026: Modernen Bevölkerungsschutz gemeinsam weiterentwickeln

Rettungsdienst, Einsatzszenarien und Bildungsangebote für den Bevölkerungsschutz: Vom 1. bis 6. Juni informieren die Johanniter an ihrem Stand auf der Weltleitmesse für Gefahrenabwehr und Sicherheit umfassend über ihre Aktivitäten und Berufsbilder.

Die Johanniter präsentieren auf der INTERSCHUTZ 2026 auf mehr als 700 Quadratmetern ihreumfangreichen Aktivitäten und Erfahrungen in den Bereichen Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst und Ehrenamt. Im Sinne des diesjährigen Mottos „Safeguardíng tomorrow“ nehmen die Johanniter die Zeitenwende im Bevölkerungsschutz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz aber auch den Einsatz von KI in Leitstellen, Lagezentren oder Einsatzorten in den Fokus. 

Die Hilfsorganisation verknüpft dabei operative Praxis, moderne Medizintechnik und nachhaltige Konzepte miteinander, um in Notfällen schnelle und koordinierte Hilfe sicherzustellen. Bundesvorstandsmitglied Oliver Meermann fasst zusammen: „Das Motto der Interschutz spiegelt, was uns bewegt. Es geht darum, unsere Zukunft zu sichern. Wir brauchen gute Lösungen und Schutzmaßnahmen, um auf künftige Krisen adäquat vorbereitet zu sein.“ Uwe Beyes, Mitglied im Landesvorstand Niedersachsen/Bremen ergänzt: „Wir befinden uns derzeit in herausfordernden Zeiten. In diesem Rahmen gewinnt ein Schulterschluss zwischen den verschiedenen Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Zivilschutz mehr denn je an Bedeutung. Die Interschutz bildet dabei ein hervorragendes Forum, um nicht nur einen umfassenden Einblick in unser Engagement, unsere Ausstattung und unsere Kompetenzen zu geben. Sondern auch, um mit Interessierten, Engagierten und Entscheidungsträgern in einen Dialog zu kommen.“ 

Das Programm umfasst zudem die Fort‑ und Weiterbildungsangebote der Johanniter-Akademien im Bereich Bevölkerungsschutz sowie Studieninformationen der Akkon‑Hochschule zur Gefahrenabwehr und internationaler Nothilfe. VR-Systeme demonstrieren dabei innovative Lernumgebungen und Lehrmethoden für das Einsatzgeschehen. Als bundesweit etablierter Partner für Bund, Länder und Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge passen die Johanniter ihre Dienstleistungen stetig den aktuellen und auch digitalen Entwicklungen an. Dies gilt für das alltägliche Einsatzgeschehen ebenso wie für die Ausbildung an den Johanniter-Akademien und der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin: Virtual-Reality-Simulationen haben sich an diesen Ausbildungsstätten – die auch anderen Organisationen, Institutionen und Behörden für die Ausbildung offenstehen – bereits zum Standard in der Berufsausbildung, wie zum Beispiel für Notfallsanitäter, oder in der Fortbildung für ehrenamtliche Helfende im Katastrophenschutz entwickelt. 

Auf der Aktionsfläche zeigen die Johanniter entsprechend, wie mittels VR-Brille direkt in virtuelle Welten eingetaucht werden kann. Publikum und Fachleute können sich zudem am Rettungswagen (RTW)-Simulator der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen einen praxisnahen Eindruck zur Versorgung in der Notfallrettung sowie lebensrettenden Maßnahmen verschaffen.

Eine Fahrzeugshow der Johanniter, unter anderem zusammen mit dem Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie dem Regionalverband Harz-Heide, präsentiert auf der INTERSCHUTZ 2026 die Bedeutung und Einsatzfähigkeit von All-Terrain-Vehicles (ATV), Utility Task Vehicles (UTV) oder dem Unimog-Krankentransportwagen (KTW) für die lokale Gefahrenabwehr und in unwegsamem Gelände. Erhöhte Investitionen in Ausbildung, Ausrüstung und gemeinsame Ressourcen stehen in diesem Kontext für die Johanniter bundesweit an erster Stelle. Aufgrund zunehmender Extremwetter-Ereignisse wie Starkregen, oft verbunden mit Hochwasser, Muren und Überschwemmungen, sowie starkem Schneefall oder Sturmereignissen stoßen die aktuell vorhandenen Einheiten im Bevölkerungsschutz bei solchen Vorfällen zunehmend an ihre Grenzen und müssen zukünftig durch besondere taktische Einheiten unterstützt werden, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Am Messestand werden Einsatzszenarien und -ausrüstung durch thematische Infopoints ergänzt; digitale Zugänge über Tablets veranschaulichen weitergehende Einsatzabläufe und Ausbildungsinhalte.

Der Lounge-Bereich bietet Raum für fachlichen Austausch sowie die Vernetzung und Kooperation mit Entscheidungsträgern aus Praxis, Politik und Verwaltung.

Als engagierter Arbeitgeber stellt die Organisation zudem vielseitige Einstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Haupt‑ und Ehrenamtliche sowie Freiwilligendienste in ihren Bereichen Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz sowie Offshore- und Luftrettung, vor - inklusive Ausbildungs‑, Qualifizierungs‑ und Karrierewegen. Personalverantwortliche und Mitarbeitende aus den verschiedenen Bereichen informieren über aktuelle Stellenangebote, Freiwilligendienste und berufliche Perspektiven.

Standort: Halle 26: Flächen C29 / B29 / B37 

 

Weitere Programmpunkte:

Kevin Grigorian, LL.M., MBA, Leiter des Stabes der Bundesgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Vortrag: Der Weg der Reform der Notfallversorgung

Kevin Grigorian, Rechtsanwalt und selbst Notfallsanitäter, begleitet seit 2019 den Reformprozess zur Notfallversorgung und war in verschiedenen Anhörungen im Deutschen Bundestag beteiligt.

Dienstag, 2. Juni, 14:00 - 14:30 Uhr, Halle 17, Stand D70

 

Hier gibt es weitere Informationen zu den Aktivitäten der Johanniter auf der Interschutz.