Jeder vierte Rheinhauser sollte das neue Leitungsteam der Zentralen Notaufnahme kennen
Die Notaufnahmen stehen bundesweit weiter im Fokus. Im Jahr 2024 wurden in deutschen Notaufnahmen so viele ambulante Notfälle behandelt wie noch nie seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2018. Nordrhein-Westfalen war dabei mit 3,4 Millionen Fällen das am stärksten betroffene Bundesland. Noch in diesem Jahr soll das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung verabschiedet werden. Kernziel ist eine gezielte Patientensteuerung in die jeweils richtige Versorgungsebene. Für das Johanniter-Krankenhaus Duisburg-Rheinhausen ist dies Anlass, die eigenen Strukturen zu stärken und die Versorgungsqualität weiter zu optimieren.
Seit Januar 2026 bilden Maria Regina Jakobs (neue Chefärztin und Ärztliche Leitung der ZNA), Michael Jaeger (Stellvertretende Ärztliche Leitung ZNA), Thomas Neuhaus (Pflegeleitung der ZNA) und Knuth Regulski (Stellvertretende Pflegeleitung der ZNA) die neue Führungsriege der Zentralen Notaufnahme. Dabei wurde die Position der Chefärztin neu geschaffen.
Rita Tönjann, Geschäftsführerin des Johanniter-Krankenhauses Duisburg-Rheinhausen:
„Die Einführung der Chefarztposition in unserer ZNA ist kein Selbstzweck, sondern eine bewusste strukturelle Entscheidung. Eine eigenständige ärztliche Leitung schafft klare Verantwortlichkeiten, stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und ermöglicht es uns, Patientinnen und Patienten noch gezielter in die richtige Versorgungsebene zu steuern. Denn in einer Notaufnahme zählt jede Sekunde – und gut geführte Strukturen retten Leben. Mit dem neuen Leitungsteam sind wir für die bevorstehende Reform der Notfallversorgung und die wachsenden Anforderungen im Duisburger Westen bestens aufgestellt."
Im Zuge der Neustrukturierung wird die ZNA seit dem vergangenen Jahr kontinuierlich umgebaut, modernisiert und technisch aufgerüstet, um die Ersteinschätzung der Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. Bereits abgeschlossen sind unter anderem die Neugestaltung des Schockraums 3 (dieser war letztes Jahr bundesweit in den Nachrichten zu sehen), der Umbau des Triage-Raums läuft aktuell.
Die ZNA des Johanniter-Krankenhauses Duisburg-Rheinhausen behandelt jährlich rund 19.000 Notfälle – statistisch gesehen kommt damit jede vierte Rheinhausenerin und jeder vierte Rheinhausener mindestens einmal pro Jahr in die Notaufnahme.
Den größten Anteil der Behandlungen machen dabei folgende Hauptdiagnosen aus:
Top 3 der Hauptdiagnosen in der ZNA Rheinhausen 2025:
1. Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
2. Akuter Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
3. Angina pectoris (Brustenge = Brustschmerz durch Durchblutungsstörungen)
Top 3 der Behandlungen 2025 (pro Notfall sind mehrere Behandlungen möglich)
1. Monitoring von Atmung, Herz und Kreislauf (Überwachung der Vitalwerte)
2. Funkgesteuerte kardiologische Telemetrie (Herzüberwachung per Funk)
3. Transarterielle Linksherz-Katheteruntersuchung (Herzkatheter-Untersuchung über eine Arterie)
Weitere Fakten:
• die meisten Notfälle in 2025 wurden im Juni behandelt
• die meisten Patientinnen und Patienten kamen zwischen 10 und 12 Uhr
• die meisten Notfälle landeten in der Unfallchirurgie
• 10 % aller Notfälle kamen mit dem Notarztwagen / Rettungsdienst
• Knapp 500 Notfälle landeten auf der Intensivstation
• 200 Notfälle landeten auf der Überwachungsstation
• Frauen und Männer halten sich beim Anteil der Notfälle so ziemlich die Waage (Weiblich 50,4 % / Männlich 49,6 %)