Johanniter aus Oberfranken gehören zu den besten Rettern Bayerns
Mehr als 30 Helferinnen und Helfer aus dem Regionalverband Oberfranken beim bayerischen Landeswettkampf in Eiselfing – Innenminister Herrmann lobt in seinem Grußwort das Engagement
Rund 680 Teilnehmende, Schlachtenbummlerinnen und Schlachtenbummler und mitfiebernde Gäste verwandelten Eiselfing nahe Wasserburg am Inn am vergangenen Samstag in einen pulsierenden Ort voller Wettkampffieber. Beim bayerischen „Tag der Johanniter“, dem Landeswettkampf der Rettungskräfte, gingen insgesamt 39 Mannschaften in sechs Kategorien an den Start und lieferten sich einen packenden Wettbewerb um die Podiumsplätze – mehr Mannschaften als jemals zuvor.
Unter lautem Jubel stürmten am Ende auch die beiden Teams aus Oberfranken auf die Bühne: In der Kategorie E für Mitarbeitende aus Kindertages- sowie Bildung- und Betreuungseinrichtungen wurde es am Ende der zweite Platz für das Team „Hottentotten“, in der Kategorie S für Rettungs- und Notfallsanitäter sicherte sich die „Schlüsselbande“ Platz 3. „Das ist ein Riesenerfolg für unsere Teams, die beide zum ersten Mal bei einem Landeswettkampf angetreten sind, und zeigt, dass sowohl unsere Rettungsprofis als auch unsere Mitarbeitenden aus dem Bereich Kinder- und Jugend bestens auf Notfälle vorbereitet sind“, freut sich Philipp Geus, Regionalvorstand in Oberfranken.
„Wir haben so viele Mannschaften wie noch nie bei einem Landeswettkampf“, sagte Landesvorstand Dr. Johannes von Erffa in seiner Eröffnungsansprache in der voll besetzten Gemeindehalle in Eiselfing. Nach den Eröffnungsansprachen und einer Andacht absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen schriftlichen Test, bevor es in die praktischen Prüfungen ging. Beim Landeswettkampf beweisen junge Ersthelfende und Rettungsprofis, aber auch Mitarbeitende aus Erziehungsberufen und Rettungshundestaffeln alle zwei Jahre ihr Können rund ums Retten und Helfen. Dabei simulieren zahlreiche Verletztendarstellende in verschiedenen Notfallaufgaben die realitätsnahen Szenarien für die Wettkampfteilnehmenden.
Wie viel Einsatz und Vorbereitung das erfordert, weiß auch Joachim Herrmann, bayerischer Staatsminister des Innern für Sport und Integration und Schirmherr der Veranstaltung. „Es sind viele Stunden professionelle Ausbildungen und regelmäßige Übungen nötig, um bei Einsätzen routiniert und fokussiert vorzugehen“, sagte Herrmann im Vorfeld. „Am Tag der Johanniter stellen sie ihre Kompetenz in Erste Hilfe und ihr Können unter Beweis. Doch nicht nur die Begeisterung für die Wettkämpfe machen diesen Tag und das Wochenende zu etwas Besonderem, sondern die Anerkennung für ihre Tätigkeit,“ so Herrmann weiter. „Sie ist oft lebensrettend und kann nicht genügend wertgeschätzt werden.“
Am Ende des Landeswettkampfes wurde dann noch verkündet, in welchem Regionalverband der nächste Tag der bayerischen Johanniter stattfinden: 2028 messen sich die Helferinnen und Helfer dann in Oberfranken!