Johanniter in Schwarmstedt: Starkes Fundament für den Bevölkerungsschutz
Im Ortsverband Aller-Leine steht der ehrenamtliche Bevölkerungsschutz auf einem soliden Fundament. Das zeigte sich auch beim Jahresauftakt für die freiwillig Helfenden in Schwarmstedt – inklusive Rückblick einem Blick nach vorn.
Ein Wintertag in Schwarmstedt; zahlreiche Ehrenamtliche nahmen teil am Jahresanfangsdienst des Bereichs Bevölkerungsschutz. Die freiwillig Helfenden um Christian Faust – Leiter Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst im Ortsverband – tagten zusammen mit Dienststellenleiter Marc Nieber, Ortsbeauftragte Claudia Schiesgeries und dem ehrenamtliche Regionalvorstand Dr. Robin Schwerdtfeger. Die Veranstaltung verband Rückblick, Anerkennung und Ausblick. Und zeigte eindrücklich, welche Rolle das Ehrenamt für das gesellschaftliche Zusammenleben im Heidekreis spielt. Der Ort des Geschehens passt perfekt: Im vorigen Jahr eröffnete der Ortsverband eine neue Fahrzeughalle für Einsatzfahrzeuge der ehrenamtlichen Katastrophenschutzeinheiten. Und dieses Gebäude nutzen die Ehrenamtlichen auch für wichtige Zusammenkünfte.
Christians Fausts Jahresbericht zeigte, wie umfangreich das Engagement der Schwarmstedter Helferschaft im Jahr 2025 war: Sie leisteten rund 12.000 ehrenamtliche Stunden; der Großteil davon im Sanitätsdienst. Hinzu kamen zahlreiche Einsätze, Übungen und Bereitschaften im Bereich Bevölkerungsschutz. Diese Zahlen stehen für ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung, das von den Ehrenamtlichen getragen wird. Für viele Aktive gab es denn auch Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold.
Immerhin: Wie in anderen Verbänden auch, so investieren die Schwarmstedter Johanniter viel Zeit in Qualifizierungen, um fachlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben oder neue Aufgaben zu übernehmen. Diese kontinuierliche Weiterbildung bildet die Grundlage für sichere Einsätze – bei Sanitätsdiensten ebenso wie in komplexen Einsatzlagen. Ortsbeauftragte Schiesgeries brachte es auf einen einfachen, aber zentralen Punkt: „Ihr seid immer da.“ Dienststellenleiter Marc Nieber unterstrich diese Aussage und machte deutlich, dass die vielfältigen Aufgaben der Johanniter ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen schlicht nicht leistbar wären. „Ohne euch wäre das alles gar nicht möglich“, sagte er.
Auch der Blick nach vorn kam zur Sprache. Für das kommende Jahr kündigte Regionalvorstand Schwerdtfeger an, den Fokus weiter auf Ausbildung, Übungen und Einsatzvorbereitung zu legen. Ziel sei es, die Einsatzfähigkeit durch häufigere Übungseinheiten zu stärken und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, insbesondere im zivil-militärischen Bereich, weiter auszubauen. Damit sollen die Ehrenamtlichen bestmöglich auf zukünftige Einsatzlagen vorbereitet werden. Robin Schwerdtfeger verwies zudem auf die Vielzahl an Veranstaltungen und Festivals, bei denen die Johanniter präsent sind, und betonte die Bedeutung regelmäßiger Dienstabende für Austausch und Weiterentwicklung. Auch organisatorische Themen kamen zur Sprache, darunter der Aufbau einer neuen Helferdatenbank sowie die Einführung von digitalen Überprüfungen. Große Einsätze und Veranstaltungen wie der Deutsche evangelische Kirchentag (2025 in Hannover) oder das Festival Parookaville (jährlich in Nordrhein-Westfalen) nannte Robin Schwerdtfeger ebenso und berichtete auch von seinen persönlichen Eindrücken vom Deichbrand-Festival, wo er im vorigen Jahr die Johanniter-Einsatzkräfte begleitete. Er sprach auch Herausforderungen offen an. So schuf der Ortsverband im vergangenen Jahr Platz für ein neues Team des kassenärztlichen Bereitschaftsteam; im Zuge dessen rückten andere Bereiche enger zusammen. Auch solche Entwicklungen zeigen die große Einsatzbereitschaft der Johanniter. Dieses Engagement ist und bleibt eine tragende Säule für den Heidekreis.