Johanniter in Würzburg üben Krisenfall Blackout
Übung „LEUCHTTURM“ war erfolgreich
In Würzburg richten im Falle eines Blackouts die Hilfsorganisationen und die Feuerwehr an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet sogenannte Leuchttürme, die als Anlaufstellen für die als hilfe- und informationssuchende Bevölkerung bereitstehen. Dazu probte die Sanitätsbereitschaft der Johanniter in Würzburg am Sonntag, den 18. Januar 2026, im Rahmen der Übung „LEUCHTTURM“ den Ernstfall eines flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfalls. Unter dem Motto „Gemeinsam krisenfest“ standen Notstromversorgung, medizinische Erstversorgung, Informations- und Kommunikationsstrukturen sowie Logistik und Sicherheit im Fokus.
28 Einsatzkräfte, drei Spontanhelfende und 11 Mimen waren beteiligt. Eingesetzt wurden Rettungswagen, Krankentransportwagen, Einsatzleitwagen, Gerätewagen Sanität, Mannschaftstransportwagen, ein Mehrzweckfahrzeug und zwei Kommandowägen. Zur Information der Bevölkerung sowie zum Absetzen von Notrufen wurde ein Infopoint eingerichtet. Für Menschen, die aufgrund des Stromausfalls keine funktionierende Heizung haben, gab es die Möglichkeit, sich vorübergehend in einer Wärmestube aufzuhalten. Besonders geübt wurde die Notstromversorgung der Rettungswache mit einer Netzersatzanlage.
„Die Übung steht in direktem Bezug zu den jüngsten Ereignissen in Berlin. Es lohnt sich, solche Szenarien zu trainieren“, sagte Uwe Kinstle, Mitglied des Regionalvorstands, und ergänzte: „Auch in Würzburg können wir durch Störung, Energiemangel oder Sabotage von einem Stromausfall betroffen sein.“ Bereitschaftsleiter Daniel Wirth betonte, dass nur regelmäßiges Training und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wirkungsvollen Bevölkerungsschutz ermöglichen.
Die Übung brachte klare Erkenntnisse zur Optimierung von Abläufen, Materialvorhaltung und Personalplanung. Die Johanniter sehen LEUCHTTURM als wichtigen Baustein, um Stadt und Bevölkerung besser auf mögliche Krisen vorzubereiten.