Johanniter-Jugend übt 24 Stunden lang Ernstfälle
Nachwuchs-Rettungskräfte trainierten in Ottobrunn und Hohenbrunn am 16. und 17. Oktober anspruchsvolle Notfallszenarien
Am Freitag und Samstag hieß es für 22 Jugendliche der Johanniter-Jugend München-Land: 24 Stunden im Dienst des Rettungswesens. Die Nachwuchs-Rettungskräfte schlüpften in die Rolle echter Einsatzkräfte – inklusive Wachalltag, Alarmierung und überraschenden Notfällen.
Die Teilnehmenden brachten bereits eine Qualifikation als Ersthelferin oder Ersthelfer bzw. Sanitätshelferin oder Sanitätshelfer mit und engagieren sich teilweise auch im Schulsanitätsdienst. Am vergangenen Wochenende übernachteten sie in der Johanniter-Rettungswache in Hohenbrunn und wurden über ein digitales Alarmierungssystem – wie im echten Rettungsdienst – zu ihren Einsätzen gerufen. Begleitet von erfahrenen Einsatzkräften rückten sie mit Einsatzfahrzeugen nach Ottobrunn und Hohenbrunn aus.
Für besondere Realitätsnähe sorgte das Team der Realistischen Unfalldarstellung: Es schminkte Verletzungen täuschend echt, von Platzwunden bis zu offenen Frakturen. Die Szenarien reichten von Herzbeschwerden am Rathausplatz und einem Sturz im Kino über einen E-Roller-Unfall bis hin zu Verbrühungen oder einem Einbruchsversuch mit verletzten Tätern. Welche Situation sie jeweils erwartete, erfuhren die jungen Helfenden erst vor Ort – genau das machte die Übung so realitätsnah.
Rund 20 Ehrenamtliche unterstützten die Nachwuchs-Rettungskräfte im Hintergrund: in der Verpflegung, als Fahrer, Beobachter und im Organisationsteam.