09.10.2026 | Johanniter GmbH Zweigniederlassung Treuenbrietzen

Klinikjubiläum: 35 Jahre für die psychische Gesundheit

Profilschärfung: Von der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik zum Zentrum für Psychosoziale Medizin und Mentale Gesundheit

Team des Zentrums für Psychosoziale Medizin und Mentale Gesundheit
Team des Zentrums für Psychosoziale Medizin und Mentale Gesundheit

Dr. Eike Ahlers ist seit mittlerweile fünf Jahren Chefarzt an der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen. Seitdem hat sich die Klinik enorm entwickelt, Behandlungskapazitäten aufgebaut und ihr Profil geschärft. Dem soll nun eine zeitgemäße Bezeichnung Rechnung tragen. 

„Unser neues Zentrum für Psychosoziale Medizin und Mentale Gesundheit steht für ein erweitertes Verständnis von Versorgung. Es behandelt nicht nur psychische Erkrankungen, sondern fördert aktiv die mentale Gesundheit und berücksichtigt dabei systematisch auch soziale Einflussfaktoren, die im Umfeld auf die Menschen wirken“, sagt der nun als Ärztlicher Zentrumsleiter agierende Dr. Eike Ahlers. „Dabei werden die bestehenden Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie einerseits und Psychosomatik und Psychotherapie andererseits mit spürbaren Synergieeffekten unter dem gemeinsamen Zentrumsdach weiterarbeiten.“

35 Jahre Fachklinik in Treuenbrietzen

Im 35. Jubiläumsjahr gibt sich die Klinik auch ein neues modernes Leitbild
Dieses verbindet die sozialpsychiatrische Tradition des Hauses mit evidenzbasierter, teamorientierter und akademisch vernetzter moderner Psychiatrie und Psychosomatik. Zugleich versteht sich die Klinik als lernende Organisation, die ihre Strukturen und Angebote kontinuierlich weiterentwickelt.

Eröffnungs- und Jubiläumssymposium am 14.10.2026

„Wir werden unser neues Zentrum für Psychosoziale Medizin und Mentale Gesundheit am 14. Oktober 2026 zum Welttag der psychischen Gesundheit mit einem Fachsymposium und vielseitigen Informationsangeboten vorstellen und freuen uns schon auf interessierte Besucher“, sagt Dr. Eike Ahlers. Einladung und Tagesprogramm

Strukturelle Weiterentwicklungen

Sämtliche Behandlungsstrukturen sind in den vergangenen fünf Jahren stark gewachsen: Von 60 auf 76 stationäre Betten und von 42 auf 73 tagesklinische Plätze. Mit dazu gehört seit 2025 eine neue psychiatrische Tagesklinik in Beelitz-HeilstättenSie ergänzt die Tageskliniken in Treuenbrietzen, Bad Belzig und Jüterbog.

Sprechstunden der Psychiatrischen Institutsambulanzen in Treuenbrietzen, Bad Belzig und Jüterbog und Beelitz-Heilstätten wurden erweitert und Spezialambulanzen für ADHS und Autismus sowie eine Gedächtnis- und Suchtmedizinische Sprechstunde neu eröffnet. 

Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen auf Mentale Gesundheit

Sich Verändernde gesellschaftliche Entwicklungen wirken sich auf die therapeutische Arbeit aus. Einerseits ist das öffentliche Bewusstsein für psychische Gesundheit deutlich gestiegen. Gleichzeitig nimmt die Stigmatisierung bei häufigen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder ADHS ab, und die Nachfrage der Behandlungsangebote steigt.

Andererseits bestehen weiterhin deutliche Vorbehalte gegenüber psychischen Erkrankungen wie solchen aus dem Psychose-Spektrum (u. a. Schizophrenie). Auch Themen im Kontext von Gewalttaten und forensischer Psychiatrie werden gesellschaftlich besonders sensibel diskutiert. Hinzu kommt ein wachsender Versorgungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen und in der Gerontopsychiatrie.

Kreative Beiträge zur Entstigmatisierung per Podcast

Diese Strukturentwicklungen werden maßgeblich von qualifizierten Fachkräften getragen. Medizin, Therapie und Pflege arbeiten in diesem Zentrum in besonderer Weise kollegial und auf Augenhöhe zusammen – mit flachen Hierarchien und einem gemeinsamen Verständnis für Verantwortung.

Mit Blick auf kommende Projekte sucht das Zentrum insbesondere im Pflegebereich weitere Kolleginnen und Kollegen zur Verstärkung des Teams. Interessierte können sich im mehrteiligen Podcast „Ich geh’ in die Psychiatrie“ (2026) informieren. Das Format wurde von zwei Stationsleitenden initiiert, um transparent über die Arbeit in der Psychiatrie zu berichten und möglichen Vorbehalten mit Einblicken aus dem Berufsalltag zu begegnen.

Über Dr. Eike Ahlers

Dr. Eike Ahlers ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Gastwissenschaftler Charité Berlin – Campus Benjamin Franklin und Lehrbeauftragter der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften Berlin.

Wiederholt wurde er mit den Focus-Siegeln ausgezeichnet, im Jahr 2026 als Top-Mediziner für ADHS, Depression und Schizophrenie.

Regelmäßig ist er Referent v. a. zur ADHS im Erwachsenenalter und publiziert in Fachzeitschriften und setzt sich für Information und Entstigmatisierung in Medienbeiträgen ein. 

Links und Referenzen: Interviews von Dr. Ahlers

RBB24

WDR5 

BB-Radio 

Welt am Sonntag

ARD Y Kollektiv Podcast

Zentrum für Psychosoziale Medizin und Mentale Gesundheit