Marathon: Wenn Hannover läuft, sorgen die Johanniter für Sicherheit
34.000 sportlich Aktive und 250.000 Zuschauende... Den 34. ADAC Marathon Hannover sicherten am Wochenende 264 Einsatzkräfte ab. Die Bilanz fiel positiv aus: Bestes Laufwetter, beste Stimmung und eine ruhige Einsatzlage.
Wenn in Hannover der Startschuss zum Marathon fällt, gerät die ganze Stadt in Bewegung. Tausende Läufer treten in mehreren Disziplinen an, tausende Helferinnen engagieren sich an der Strecke, zigtausende Freunde und Familienangehörige feuern die Sportler an. Den Anfang machte am Sonnabend der Familien- und Nachwuchstag. Am Sonntag gingen die Erwachsenen an den Start und bewältigten Strecken über 10, 21 und 42 Kilometer. Zusätzlich zum Freizeit-Marathon wurden am Wochenende die Deutschen Meisterschaften auf den Straßen rund um den Maschsee ausgetragen - erfahrene Leistungssportler trafen dabei auf rund 2000 Marathon-Neulinge, die aufgeregt ihrer Premiere entgegenfieberten.
Und mittendrin die Johanniter. Der Sanitätsdienst wurde vom Mosaiksaal im Neuen Rathaus aus geleitet, direkt davor lag am Friedrichswall der Start- und Zielbereich mit drei Unfallhilfsstellen. Neben einer Vielzahl von Einsatzkräften aus dem OV Hannover-Wasserturm unterstützten auch Ehrenamtliche aus den Ortsverbänden Aller-Leine, Deister, Wunstorf und dem Nordhannoverschen OV das Lauf-Spektakel. Drei Stauhelfer auf Motorrädern waren zur Streckenabsicherung ebenso dabei wie der Aufklärungstrupp Luft mit zwei Drohnen, das Team der Psychosozialen Notfallversorgung und die Johanniter-Jugend mit einem Spiel-, Schmink- und Bastelangebot auf der Kinderwiese. Bereits zwei Tage vorher hatte die Verpflegungsgruppe mit der Vorbereitung von Essen für die Helfenden begonnen und fleißig Tüten gepackt. Auf der Straße konnte man Johanniter ebenfalls entdecken. Ein sechsköpfiges Team aus der Rettungswache des OV Hannover-Wasserturm hatte gemeinsam trainiert und stellte sich zum ersten Mal der Herausforderung eines Halbmarathons über 21 Kilometer. Aus dem OV Hannover-Leine war Anika Jagodzinski, Koordinatorin im Ambulanten Hospizdienst, ebenfalls über diese Strecke dabei. Alle kamen gesund und glücklich ins Ziel.
Landesvorstand Uwe Beyes war vor Ort und schaute ebenso wie Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe und Landespolitiker Stefan Politze beim Einsatzstab vorbei. Am Ende bilanzierte Einsatzleiter Benjamin Häselbarth zufrieden: "Die smarten Temperaturen um die zwölf Grad haben es nicht nur den rund 34.000 gemeldeten Sportlern leicht gemacht, sie waren auch mitverantwortlich für einen insgesamt sehr ruhigen Tagen mit wenigen und zumeist leichten Einsätzen."