20.05.2026 | Rettungswache Flughafen BER

Nächtlicher Patiententransport vom BER nach Berlin

In der vergangenen Nacht hatte der an der Rettungswache am BER vorgehaltene I-RTW des Landes Brandenburg einen US-amerikanischen Patienten in die Sonderisolierstation der Charité in Berlin transportiert.

Unser besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem professionellen und verantwortungsvollen Einsatz auch unter diesen speziellen Bedingungen einen sicheren Transport und eine optimale Versorgung des Patienten ermöglicht haben. 

Was leistet der I-RTW?
Ein Infektions-Rettungswagen (I-RTW) dient der Beförderung hochinfektiöser Personen. Der Unterschied zum Rettungswagen besteht darin, dass der Patientenraum im Aufbau komplett zur Außenwelt sowie zum Führerhaus hin abgedichtet ist. Der Kontakt zum Fahrer ist lediglich über eine Gegensprechanlage möglich.

Der Kofferaufbau ist mit Edelstahl ausgekleidet, um die umfassende Desinfektion zu ermöglichen und zu vereinfachen. In den Zu- und Abluftwegen des Patientenraumes befinden sich diverse Filter und eine Anlage zur thermischen Desinfektion, um eine Übertragung der Krankheitserreger über die Luft an die Außenwelt zu verhindern. Die speziell ausgebildete Besatzung arbeitet mit Überdruck-Schutzanzügen und Atemschutzgebläsen, um sich während des Transports maximal zu schützen.

Der deutsche Rettungsdienst gehört zu den besten der Welt. Durch modernste Technik, gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildungen können die Johanniter im Ernstfall optimal versorgen. Zum Team des Rettungsdienstes gehören Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen unterstützt ein Notarzt das Team der Notfallrettung. Vor Ort leisten die Rettungskräfte der Johanniter erste medizinische Hilfe und befördern die Erkrankten oder Verletzten zur Weiterbehandlung ins nächste geeignete Krankenhaus.