27.10.2026 | Ortsverband Rottach/Kreuth

Neues Fahrzeug für First Responder der Johanniter am Tegernsee

Bürgermeister aus Rottach-Egern und Kreuth stellen neues Johanniter-Einsatzfahrzeug offiziell in Dienst – ikonische Bergkette sorgt für einzigartige Optik.

Ein neues Einsatzfahrzeug bringt die First Responder der Johanniter künftig zu Notfällen im südlichen Tegernseer Tal. Die beiden ersten Bürgermeister von Rottach-Egern und Kreuth, Stefan Niedermaier und Josef Bierschneider, nahmen den auffällig beklebten VW Tiguan gemeinsam mit dem Johanniter-Ortsbeauftragten Niels van Meerwijk und dem stellvertretenden Bereitschaftsleiter Johannes von Gerstenbergk-Helldorff in Dienst. Nach einer mehrmonatigen Testphase löst das neue Einsatzfahrzeug nun endgültig seinen mittlerweile 20 Jahre alten Vorgänger ab, der in die Jahre gekommen war und nicht mehr die nötige Zuverlässigkeit liefern konnte.

Die First Responder der Johanniter sind medizinisch speziell ausgebildete Ehrenamtliche, die bei Notfällen durch die Integrierte Leitstelle ergänzend zum regulären Rettungsdienst alarmiert werden, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens zu überbrücken oder Rettungsmaßnahmen zu unterstützen. Dazu steht ihnen das neue, mit Sondersignalanlage, Digitalfunk und Allradantrieb ausgestattete Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Beladen ist es unter anderem mit einem Notfallrucksack, einem automatisierten externen Defibrillator (AED) mit Überwachungsfunktion, Sauerstoff und einer Absaugpumpe

„Jede Sekunde kann bei einem Notfall entscheidend sein“, betonte Stefan Niedermaier bei der Indienststellung. „Deshalb bin ich froh, dass die First Responder der Johanniter im Tegernseer Tal nun wieder ein modernes Einsatzfahrzeug haben und den öffentlichen Rettungsdienst wirksam ergänzen können. Auch unsere freiwillige Feuerwehr profitiert im Einsatz von der Unterstützung durch gut ausgebildete und routinierte Einsatzkräften mit einem Fokus auf den medizinischen Bereich.“

Josef Bierschneider ergänzte: „Mein besonderer Dank gilt den aktuell zehn ehrenamtlichen Einsatzkräften der Johanniter, die sich in ihrer Freizeit mit so viel Engagement und Herzblut hier in der Region für uns alle einsetzen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Stiftungen, die mit ihrer Förderung die Anschaffung des neuen Fahrzeugs möglich gemacht haben, sowie an die Johanniter-Fördermitglieder, die durch ihre Unterstützung den laufenden Betrieb sichern. Dieses gemeinsame Engagement von Ehrenamt, Stiftungen und Förderern zeigt, was gemeinsam für unsere Region erreicht werden kann.“

Stiftungen und Spenden ermöglichen Beschaffung und Ausbau

Dass die First Responder wieder mit einem zuverlässigen Einsatzfahrzeug ausrücken können, verdanken sie Spendern und Fördermitgliedern der Johanniter. Zudem haben drei Stiftungen maßgeblich zur Finanzierung beigetragen, eine davon ist die in der Region aktive Hubertus Altgelt-Stiftung. Die Einsätze der Ehrenamtlichen werden von den Krankenkassen nicht vergütet und sind nur möglich, da viele Menschen in der Region das Engagement finanziell unterstützen.

Auffälliges Einsatzfahrzeug mit lokaler Bergsilhouette

Einzigartig ist das neue Einsatzfahrzeug insbesondere durch seine optische Gestaltung. Neben der auffälligen und teilweise reflektierenden Warnfolierung trägt das Einsatzfahrzeug die Silhouette der Wallberggruppe auf seinen Seiten. „Alle rund um den Tegernsee kennen diesen Blick Richtung Süden auf unsere Berge,“ so der Johanniter-Ortsbeauftragte Niels van Meerwijk. „Mit diesem Bild auf dem Fahrzeug wollen wir unsere Verbundenheit mit der ganzen Region darstellen. Denn auch wenn unser Ortsverband im Kreuther Gemeindeteil Reitrain beheimatet ist, gilt unsere Hilfe allen rund um den Tegernsee und weiter bis zur Landesgrenze.“

Ihre Freude über das neue Einsatzfahrzeug teilen die Johanniter gerne: „Wer einmal pro Woche etwa 12 Stunden Bereitschaftszeit für seine Freunde und Nachbarn aus der Region investieren will, kann bei uns einsteigen – die Ausbildung zum First Responder kann als Mischung aus E-Learning und einer achttägigen Ausbildung in Präsenz absolviert werden. Danach kann es schon gemeinsam mit einer erfahrenen Einsatzkraft in die ersten Schichten gehen,“ wirbt van Meerwijk für das außergewöhnliche Hobby.

Informationen, wie man für den Einsatz der First Responder spenden kann oder Fördermitglied wird, sowie zu weiteren Angeboten wie Erste-Hilfe-Kursen oder dem Hausnotruf der Johanniter in der Region gibt es unter www.johanniter.de/rottach.