27.03.2026 | Landesverband Nordrhein-Westfalen

Notfallsanitäter-Azubis trainieren komplexen "MANV" im Stadion

Die Rettungsdienstschule Troisdorf der Johanniter-Akademie NRW führte gemeinsam mit der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln am gestrigen 26. März zum zweiten Mal eine umfangreiche MANV-Übung durch.

Die Rettungsdienstschule Troisdorf der Johanniter-Akademie NRW führte gemeinsam mit der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln am 26. März 2026 zum zweiten Mal eine umfangreiche Übung für einen Massenanfall an Verletzten (MANV) durch. Dabei wurde eine komplexe Notfallsituation mit vielen Verletzten im Stadionumfeld simuliert, um angehende Rettungskräfte auf vergleichbare Szenarien vorzubereiten. Rund 70 Personen waren an der Übung beteiligt, darunter Verletztendarstellende, Funktionspersonal sowie Teams für Übungssteuerung und -beobachtung oder für die Bereitstellung des medizinischen Versorgungsmaterials. Hauptakteure der Übungen waren die 32 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter zweier Kurse der Rettungsdienstschule Troisdorf und der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln. Die Übung ist Teil eines Projekts der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln und der Rettungsdienstschule Troisdorf, unter der Leitung der Johanniter Waldemar Huber und Peter Sigmund sowie Aylin Peters (Oberbrandmeisterin Feuerwehr Köln). 

Drei Phasen: Das MANV-Konzept

Das MANV-Konzept wird in drei aufeinander aufbauenden Phasen geschult: Theoretische Grundlagen, praxisorientiertes Stationstraining und zum Schluss die realitätsnahe MANV-Einsatzübung, die in diesem Fall im Stadion durchgeführt wurde. Waldemar Huber führte die Konzeption des Tages weiter aus: "Wir trainieren den MANV heute in drei Durchgängen, wobei das Gesamt-Szenario immer wieder das gleiche ist. Zwischen den Durchgängen finden Auswertungen und Rückbesprechungen statt. Danach gehen die Azubi-Teams in die nächste Runde der Übung und können da die Erkenntnisse aus der Auswertung direkt wieder anwenden." Auch wenn die Auszubildenden nicht in jedem Durchgang die gleichen "Verletzten" betreut haben, konnten sie durch die umgehenden Wiederholungen bestmögliche Lernerfolge aus dem Tag gewinnen.

Gemeinsames Projekt für eine nachhaltige Ausbildung

„Gerade bei MANV-Lagen ist das Zusammenspiel aller Beteiligten entscheidend. Diese Übung zeigt, wie wichtig gemeinsame Standards und abgestimmte Abläufe sind“, sagt Waldemar Huber über das gemeinsame Projekt mit der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln. Erklärtes Ziel ist es, Einsatzkräfte noch besser auf komplexe Schadenslagen vorzubereiten und die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen weiter zu stärken. Aylin Peters von der Feuerwehr Köln und ihre Johanniter-Kollegen waren sehr zufrieden mit dem Übungstag: "Wir konnten aus unserer beobachtenden Perspektive erkennen, dass die Auszubildenden sich von Übungsphase zu Übungsphase bereits sehr gut steigern konnten und ihre praktischen Fähigkeiten bestmöglich angewendet haben", resümierte sie zum Abschluss der Übung.

Der äußerst erfolgreiche Übungstag war nicht nur für die Azubis lehrreich. "Die Erkenntnisse aus den Übungen fließen direkt in die Weiterentwicklung des Konzepts ein", sagt Peter Sigmund über die Fortführung des gemeinsamen Projekts. Die nächste große MANV-Übung mit der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln wird voraussichtlich noch in diesem Jahr stattfinden und sicherlich werden die Erkenntnisse des gestrigen Tages dabei gewinnbringend genutzt. Peter Sigmund: "Wir bleiben zusammen mit der Berufsfachschule der Feuerwehr Köln weiter dran. Für eine zukunftsfähige und praxisnahe Ausbildung."