NRW-Katastrophenschutztag 2026 in Eschweiler: Gemeinsam stark
In Eschweiler weiß man spätestens seit dem Hochwasser 2021, was ein Ernstfall bedeutet. Genau deshalb war diese Stadt der passende Rahmen für den 7. landesweiten NRW-Katastrophenschutztag.
Das Motto „Gemeinsam stark" brachte es auf den Punkt: Wenn Katastrophen eintreten, kommt es darauf an, koordiniert zu handeln und alle Kräfte zu bündeln.
An dem von der Stadt Eschweiler, der Städteregion Aachen und dem Innenministerium NRW veranstalteten Tag zeigten sieben Katastrophenschutzorganisationen – ASB, DLRG, DRK, Freiwillige Feuerwehr, Johanniter, Malteser und THW – gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Dabei machte jede Organisation deutlich, was sie durch besondere Ausrüstung und Kompetenzen individuell einbringt.
Die Johanniter auf der Neustraße
Wir präsentierten uns auf der gesamten Neustraße mit einem breiten Aufgebot: Johanniter-Rettungshundestaffel, Einsatzleit- und Rettungswagen, Gerätewagen Küche – mit Kaffeeausschank und Popcornmaschine –, Motorrad und unseren Segways, die immer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Fast 40 Ehrenamtliche aus verschiedenen Johanniter-Bevölkerungsschutzeinheiten standen bereit, um Aufgaben, Fahrzeuge und Geräte zu erklären. Wer wollte, konnte außerdem ein Reanimationstraining erleben – fachkundig begleitet.
Den größten Andrang zogen jedoch unsere Vierbeiner auf sich: Die Johanniter-Rettungshundestaffel begeisterte mit einer Vorführung des Gerätetrainings. Beim Riech-Memory konnten Besuchende ihren eigenen Geruchssinn testen – und schnell feststellen, was die Hunde ihnen da deutlich voraus haben.
NRW-Innenminister Herbert Reul nahm sich auf seinem Rundgang in Begleitung von Udo Schröder-Hörster, Mitglied des Landesvorstandes, und Marios Hadjioannou aus dem Regionalvorstand, viel Zeit für die Johanniter-Stationen, ließ sich Fahrzeuge und Ausrüstung erklären und fragte interessiert nach.
Talkrunden
Auf der Bühne auf dem Marktplatz vertraten Hanna Leloup (Jugend), Norbert Schmal (Rettungshundestaffel) und Markus Megow (Katastrophenschutz) die Johanniter bei mehreren von Clarissa Corrêa da Silva moderierten Talkrunden. Dabei ging es zum Beispiel darum, was Jugendliche zum Katastrophenschutz bringt und was sie dort hält, was eigentlich Hunde lernen, um Rettungshunde zu werden, und was die einzelnen Katastrophenschutzorganisationen gemeinsam haben, aber auch, was sie jeweils Besonderes haben und wie die Zusammenarbeit funktioniert, um „gemeinsam stark“ zu sein.
Selbst vorsorgen – was jeder tun kann
In interaktiven Ausstellungen konnten sich Interessierte zu ganz praktischen Fragen von Fachleuten aller Organisationen beraten lassen: Wie kocht man ohne Strom? Was gehört in den Notvorrat? Wie bereitet man sich auf Starkregen oder einen längeren Stromausfall vor? Diese Fragen machen anschaulich, dass Katastrophenschutz nicht allein Aufgabe der Einsatzkräfte ist – die persönliche Vorbereitung jedes Einzelnen spielt eine ebenso wichtige Rolle.
Hier gibt es Infos und Checklisten – damit jeder auf einen Ernstfall gut vorbereitet ist:
Krisenvorsorge leichtgemacht
Mitmachen!
Der Katastrophenschutztag hat gezeigt: Ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz ist unverzichtbar – und der Bedarf wächst. Die anwesenden Ehrenamtlichen machten die überzeugendste Werbung für ihre Aufgabe: mit Begeisterung, Fachkenntnis und dem Bewusstsein, gemeinsam etwas Wichtiges zu leisten.
Du möchtest Teil des #TeamJohanniter werden? Wir freuen uns auf dich!