15.04.2026 | Johanniter-Krankenhaus Stendal

Omid aus Afghanistan kann wieder schmerzfrei laufen

Operation im Johanniter-Krankenhaus schenkt Hoffnung

Omid kann wieder schmerzfrei laufen. Dr. André Benthien und Kinderkrankenschwester Ellena Köhne haben ihren kleinen Patienten fürs Abschiedsfoto in ihre Mitte genommen. Foto: Claudia Klupsch

Etwa ein- bis zweimal im Jahr hilft das Team aus Ärzten, Pflegenden und Physiotherapeuten um Dr. André Benthien, Chefarzt der Orthopädie am Johanniter-Krankenhaus Stendal, Kindern, die die Hilfsorganisation „Friedensdorf International“ nach Deutschland holt. Es sind verletzte oder kranke Kinder aus armen Ländern, aus Kriegs- und Krisengebieten, denen in ihrer Heimat die notwendige medizinische Versorgung verwehrt ist. Omid aus Afghanistan ist eines von ihnen.

 Der 11-jährige Omid (Name aus Schutzgründen geändert) hatte sich vor geraumer Zeit den Oberschenkel gebrochen. „Die Schwere der Verletzung hätte in Deutschland wohl eine Operation notwendig gemacht; das Bein wurde nach unseren wenigen Informationen aber nur eingegipst“, erklärt Dr. André Benthien. Aus nicht geklärten Gründen habe ein multiresistenter Keim den Knochen befallen, glücklicherweise sei aber neues Knochengewebe um den infizierten Knochen herum entstanden. „Wir haben das infizierte Knochenteil nun herausgeholt und damit den Entzündungsherd, der zu ständigen Schmerzen und Eiterabsonderungen in der Kniekehle geführt hat, beseitigt. Omid wird ein Leben ohne Beeinträchtigungen und Schmerzen führen können“, ist der Chefarzt zuversichtlich.  

 Inzwischen ist Omid wieder im Friedensdorf und bereitet sich auf die Rückkehr in seine Heimat vor