18.06.2026 | Dienststelle Ortsverband Wiesmoor

Ortsverband stellt neues Fahrzeug mit Kolonnenfahrt in Dienst

Im Vergleich zum alten Notfallkrankentransportwagen gibt es einen entscheidenden Vorteil

Bilder: Laura und Daniel Hagen/Johanniter

Bei einer Kolonnenfahrt am Montag, 8. Juni feierte der Ortsverband Wiesmoor der Johanniter-Unfall-Hilfe seine Neuanschaffung - zusammen mit dem Ortsverband Moormerland, zu dem die gemeinsame Fahrt führte. Mit der Kolonnenfahrt stellten die Wiesmoorer ihren neuen Notfallkrankentransportwagen (NKTW) in Dienst und verabschiedeten den alten NKTW. Dabei waren 19 Helfende, der GW-Verpflegung, ein KTW, die zwei NKTW und ein MTW. „Wir müssen vor der Lage sein und uns vorbereiten, bevor es in den Einsatz geht", erklärt Wiesmoors Ausbildungsleitung Marcel Planteur, warum der feierliche Anlass mit dem Training einer Kolonnenfahrt begangen wurde. Möglichst häufige Übungen bereiten nicht nur die Helfenden auf den Fall der Fälle vor, sondern auch die Verkehrsteilnehmenden, die der Kolonne begegnen. „Die Bevölkerung weiß in der Regel nicht, wie sie sich bei einer Kolonne verhalten muss“, erklärt Ortsverbandsleitung Diana Borchelt.

In der wunderschönen Ayenwolder Dienststelle angekommen, wurde nicht nur bei Häppchen gefeiert, sondern auch Gottes Segen für die zukünftigen Einsätze empfangen. Pastor Cord Eichholz-Schinner stellte gute Wünsche für zukünftige Einsätze, sichere Rückkehr und Erinnerungen an Einsätze des alten Fahrzeugs in den Mittelpunkt: „Wir stellen uns Engel meist mit Flügeln und Heiligenschein vor. Aber Engel können auch ganz normale Menschen sein, die zur Stelle sind, wenn Hilfe gebraucht wird, wie die Helfenden der Johanniter."

Der neue NKTW hat nicht nur ein paar Jahre weniger auf dem Buckel, er hat auch einen großen Vorteil, der gerade die jüngeren Helfenden sehr freuen wird: Der NKTW kann nach Einweisung mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden. Dadurch können nun deutlich mehr Ehrenamtliche ans Steuer als bisher, führt Borchelt aus. Dass der neue NKTW nun in und um Wiesmoor unterwegs ist, ist auch den Stedinger Johannitern zu verdanken. In der Wesermarsch fuhr der NKTW zuvor. „Hier haben viele gute Zufälle und Teamarbeit zu einem tollen Einsatzfahrzeug geführt“, freut sich Borchelt.

Das Fahrzeug wird bei Sanitätsdiensten mit Sanitätshelfenden und Rettungssanitätern und Rettungssanitäterinnen besetzt, im erweiterten Rettungsdienst mit Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern und Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern Plus. „Auch in der Ausbildung zeigt das Fahrzeug seine Präsenz, bei Kindergärten und Grundschulen, wo wir Ersthelfer von Morgen ausbilden und in der fachspezifischen Helfendenausbildung, hier werden Helfende im Sanitätsdienst auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet", sagt Borchelt.

Der alte NKTW war neun Jahre im Ortsverband Wiesmoor in Benutzung. Auch er war gebraucht gekauft worden und fuhr zuvor sechs Jahre im Rettungsdienst in Wilhelmshaven. „Das Fahrzeug haben wir im Rahmen des Grünkohl-Essens im Jahr 2017 einsegnen dürfen", erinnert sich Borchelt. Nun wird es verkauft. Der Erlös finanziert das neue Fahrzeug mit.