22.10.2026 | Regionalverband Mittelfranken

Radfahren in der dunklen Jahreszeit

Besondere Vorsicht im Herbst und Winter – Johanniter geben Tipps

Blick aus einem Auto auf eine herbstlich nasse Straße in der Dämmerung: Ein Radfahrer mit Warnweste und beleuchtetem Fahrrad fährt auf dem Radweg am Straßenrand, umgeben von Laub und herbstlich gefärbten Bäumen.

Besondere Vorsicht im Herbst und Winter – Johanniter geben Tipps

Im Herbst werden die Tage kürzer. Das bedeutet auch, dass der Schul- und Arbeitsweg oft in der Dämmerung oder im Dunkeln bewältigt werden muss. Für Autofahrer ist es jetzt umso wichtiger, gerade auf „schwächere“ Verkehrsteilnehmende Rücksicht zu nehmen: Radfahrer, Fahrer von E-Scootern und Fußgänger werden oft erst spät erkannt.

Jeder kann mithelfen um Unfälle zu vermeiden

Dabei können alle gemeinsam auf mehr Sicherheit im Straßenverkehr achten. Durch das Tragen von auffälliger, reflektierender Kleidung sind alle Verkehrsteilnehmende besser zu sehen. Rad- und E-Scooterfahrer sollten außerdem eine ordnungsgemäße Beleuchtung am Rad haben und diese natürlich einschalten. Auch mit der eigenen Fahrweise können Unfälle verhindert werden. 

Das gilt natürlich ebenso für Autofahrer. Beim Abbiegen oder dem Überqueren von Radwegen ist immer mit einem Radfahrer zu rechnen. So sollte jeder Verkehrsteilnehmende ab der Dämmerung besonders aufmerksam sein, um niemanden zu übersehen.

Auf Witterung achten

Eine weitere Gefahr stellen die Straßenverhältnisse dar. Gerade feuchtes Laub oder Schnee bzw. überfrierende Nässe sind besonders rutschig. Daher sollten Radfahrer ruhig und gleichmäßig Fahren und die Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

Erste Hilfe bei Unfällen

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommt, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Wenn möglich sollte zeitgleich durch eine weitere Person der Notruf unter 112 durchgeführt werden. Ist der Radfahrer oder Fußgänger bewusstlos, wird durch die Atemkontrolle die Atmung festgestellt. Bei einer normalen Atmung, wird die verletzte Person in die stabile Seitenlage gebracht. Die Atmung des Verletzten ist regelmäßig zu kontrollieren. Da Bewusstlose sehr schnell auskühlen, sollte der Wärmeerhalt mittels Rettungsdecke erhalten werden. 

Kann beim Verletzten keine Atmung festgestellt werden, müssen Ersthelfer sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.

Wer so handelt, rettet Leben. Die Johanniter empfehlen eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Unter www.johanniter.de/mittelfranken/erste-hilfe-kurse gibt es alle wichtigen Infos zu den verschiedenen Erste-Hilfe-Kursen.

Unsere Tipps im Überblick

Für Radfahrer, E-Scooter-Fahrer und Fußgänger:

  • Helle und reflektierende Bekleidung wählen (z. B. Warnweste oder Reflektorjacke)
  • rutschsicheres Schuhwerk wählen
  • Beleuchtung regelmäßig prüfen
  • Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen
  •  

Für Autofahrer:

  • Schulterblick vor dem Spurwechsel und beim Abbiegen
  • Vor dem Abbiegen und beim Spurwechsel frühzeitig blinken
  • Lieber zweimal schauen: Fahrräder sind schmal und wendig und werden oft übersehen
  • Erste-Hilfe-Kenntnisse durch einen Kurs auffrischen und üben

 

Bildquelle:      KI generiert
Bilduntertitel:  Nur mit leuchtender Kleidung sind „schwächere“ Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen.