Rechtsanspruch auf Ganztag: Johanniter sind gut vorbereitet
Oberfränkische Johanniter sehen die Bedarfe von Kindern im Mittelpunkt – Ausbau der Kinderbetreuung in der Region Forchheim sowie in den Landkreisen Wunsiedel und Bayreuth
Ab dem 1. August gilt der stufenweise Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Kinder im Grundschulalter. Sechs Wochen vor dem Stichtag blicken die Johanniter in Oberfranken zuversichtlich auf den aktuellen Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote und betonen zugleich die Wichtigkeit bundesweiter Qualitätsstandards. „Wir begrüßen, dass es laut aktuellem Bericht der Bundesregierung möglich sein wird, ein nahezu bedarfsdeckendes Angebot für das Schuljahr 2026/27 bereitzustellen“, so Philipp Schreier, Sachgebietsleiter Kinder- Und Jugendhilfe. Allerdings betrachtet der Rechtsanspruch primär den zahlenmäßigen Ausbau. „Dies darf jedoch nicht auf Kosten der Qualität gehen. Diese weiter zu entwickeln, beispielsweise durch die weitere Professionalisierung im Berufsfeld, wird die zentrale Aufgabe bei der Ausgestaltung der Ganztagsangebote sein“.
Bildungs- und Chancengerechtigkeit stärken
Denn im Mittelpunkt stehen die Wünsche und Bedarfe der Kinder und ihrer Familien, denen die Johanniter unter dem Motto „Wir begleiten Bildungsbiografien“ von Beginn an in verschiedenen Entwicklungsphasen zur Seite stehen: von der frühen Kindheit über den Besuch der Kita und des Ganztags bis hin zu unterschiedlichen Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die ganztägige Bildung und Betreuung ist dabei eine wichtige Schnittstelle zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und der schulischen Bildung.
Derzeit erreichen die Johanniter in Oberfranken an fünf Standorten in den Landkreisen Bamberg und Forchheim fast 290 junge Menschen, denen die Mitarbeitenden mit viel Erfahrung, pädagogischem Know-how und Begeisterung begegnen. Im September und im Januar kommen weitere Angebote im Bereich Kindergarten- und Ganztagesbetreuung in Forchheim (Kita), Thiersheim (OGTS), Obertrubach (OGTS) und Weidenberg (Kita) dazu. „Der Rechtsanspruch bietet die Chance, Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu stärken, denn dadurch erhalten mehr Kinder Zugang zu individuellen Angeboten und können in ihrer Entwicklung gezielter begleitet werden“, betont Philipp Schreier. Darauf sind die Johanniter gut vorbereitet: „Die positive Entwicklung bestärkt uns darin, diesen Bereich weiter auszubauen. Aktuell führen wir bereits Gespräche mit weiteren Kommunen, um auch künftig zusätzliche Betreuungsangebote in der Region zu ermöglichen.“