Schon die Kleinsten können Erste Hilfe leisten
Besuch vom Rettungsdienst in der Reckendorfer Kinderinsel: Ängste nehmen und Wissen vermitteln
Was tue ich, wenn sich jemand verletzt? Wie kann ich ihm helfen? Und wie funktioniert ein Notruf? Das sind spannende, aber vor allem auch wichtige Fragen. Denn im Notfall können auch Kinder zu Helfern werden. Die Vorschulkinder der Johanniter-Kinderinsel sind nach dem Besuch von Mike Kreppel, Erste-Hilfe-Ausbilder bei den oberfränkischen Johannitern, jetzt auf jeden Fall fit in Erster Hilfe.
Gemeinsam mit den Kindern übte er, wie sie sich richtig verhalten, wenn sie eine verletzte Person finden, welche Notrufnummer sie wählen müssen und welche Fragen ihnen von der Leitstelle gestellt werden. Auch als die jungen Ersthelfer selbst aktiv werden durften, waren sie mit voller Begeisterung dabei: Sie legten sich gegenseitig einen Verband mit Kompresse an und übten die stabile Seitenlage. „Uns ist es wichtig, dass die Vorschulkinder kindgerecht Wissen in Erster Hilfe erwerben und ihnen bewusst wird, dass auch sie anderen in Notlagen helfen können. Deshalb werden wir in den kommenden Tagen alles, was ihnen gezeigt wurde, noch einmal gemeinsam wiederholen und vertiefen“, so Kinderinsel-Leiterin Angela Eckschmidt. Und die Besuche von Johanniter-Rettern in der Kita haben noch ein weiteres Ziel: Den Jüngsten soll auch etwas die Angst genommen werden, falls einmal wirklich der Rettungsdienst gerufen werden muss.
Als Highlight zum Abschluss durften alle dann noch den Johanniter-Krankentransportwagen genau unter die Lupe nehmen. Geduldig beantwortete Mike Kreppel, der auch selbst im Rettungsdienst aktiv ist, die neugierigen Fragen der Kinderinsel-Kinder zur Ausstattung des Einsatzfahrzeuges und der Arbeit im Rettungsdienst. Und eines wissen die kleinen Zuhörer jetzt auf jeden Fall: Im Notfall die 112 wählen, sodass auf jeden Fall Hilfe kommt. Und wer weiß, vielleicht ist unter ihnen auch ein zukünftiger Rettungssanitäter oder eine zukünftige Rettungssanitäterin.