09.01.2026 | Regionalverband Bayerisch Schwaben

Sicherheit im Winter

Johanniter geben Tipps für sicheres Wintersportvergnügen

Skifahren
@pixabay_Dvergny

Die Zeit nach Weihnachten und Silvester ist geprägt von winterlicher Stimmung, Ausflügen und den Aktivitäten im Freien. Auch wenn nicht mehr viel Schnee liegt, laden Spaziergänge, leichte Wanderungen, Skifahren oder das Rodeln zum Bewegen an der frischen Luft ein. 
Gleichzeitig steigen mit den winterlichen Bedingungen die Risiken für Stürze, Prellungen und Unterkühlungen. Besonders ältere Menschen, Kinder oder ungeübte Sportler sind gefährdet.

Die Johanniter in Bayerisch Schwaben geben Hinweise, wie man Gefahren vorbeugen, Unfälle vermeiden und im Ernstfall richtig reagieren kann.

„In den Wintermonaten sehen wir häufig Knochenbrüche, Prellungen, Bänderverletzungen, aber auch Unterkühlungen und Erfrierungen“, erklärt Markus Adler, Bereichsleiter Einsatzdienste, Ausbildung und Bevölkerungsschutz bei den Johannitern in Bayerisch Schwaben. „Wer die grundlegenden Maßnahmen kennt, kann im Notfall Schlimmeres verhindern und den Rettungsdienst sinnvoll unterstützen.“

Häufige Risiken im Winter

Wintersport wie Skifahren, Snowboarden oder Schlittschuhlaufen macht Spaß, birgt aber Verletzungsgefahr. Besonders Kopf, Arme, Schultern und Knie sind anfällig. Adler rät: „Schutzkleidung wie Helme oder Protektoren, die richtige Technik und Pausen sind entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden.“

Stürze auf glatten Wegen kommen vor allem bei älteren Menschen und Kindern häufig vor. Ein Sturz kann zu Hüft- oder Armbrüchen führen. „Rutschfeste Schuhe, Spazierstöcke oder Spikes erhöhen die Sicherheit. Bei einem Sturz sollte man die Person nicht unnötig bewegen und sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren, wenn schwere Verletzungen vermutet werden“, erklärt Adler.

Auch Sport bei Kälte birgt Risiken. Joggen oder andere Ausdauersportarten sind gesund, können aber bei Minustemperaturen Atemwege und Kreislauf belasten. Unter -10 Grad sollten Sportler vorsichtig sein oder besser auf Aktivitäten im Freien verzichten. Geeignete Kleidung und rutschfeste Schuhe helfen, Stürze zu vermeiden.

So hilft der Rettungsdienst

Im Notfall kommt es auf schnelle und besonnene Reaktion an:

•    Verstauchungen und Prellungen: Kühlung, Ruhe und Hochlagerung helfen, Schwellungen zu reduzieren.

•    Brüche: Ruhigstellen und sofort den Rettungsdienst rufen – unnötige Bewegungen vermeiden.

•    Unterkühlung: Betroffene in warme Umgebung bringen, Decken nutzen und heiße Getränke anbieten. Keine direkten Reibungen oder Massagen.

„Wir sehen immer wieder, wie wichtig die richtige Reaktion im Notfall ist. Wer weiß, wie er den Rettungsdienst richtig unterstützt, kann die Versorgung entscheidend verbessern“, so Adler.

Prävention: sicher durch den Winter

•    Vorbeugung ist der beste Schutz. Mit Vorsicht und Vorbereitung lassen sich viele Unfälle vermeiden:
•    Schutzkleidung tragen: Helme, Protektoren, rutschfeste Schuhe.
•    Fitness beachten: Pausen einlegen und sich nicht überfordern.
•    Ausrüstung prüfen: Skier, Schlittschuhe, Schneeschuhe warten.
•    Gefahren meiden: Bei Glätte möglichst drinnen bleiben oder gestreute Wege nutzen.
•    Richtige Sturztechnik: Kopf schützen, seitlich abrollen.
•    Kälte ernst nehmen: Aktivitäten bei extremen Minustemperaturen vermeiden.
•    Wunden sofort versorgen: Steril abdecken, weitere Hilfe rufen.
•    Notfallmaßnahmen kennen: Erste Hilfe bei Verletzungen und Unterkühlung.
•    Kinder schützen: Beaufsichtigen und mit Schutzkleidung ausstatten.
•    Rettungsdienste unterstützen: Bei Notfällen ruhig und richtig handeln.

Weitere Informationen zum sicheren Verhalten im Winter und zum Einsatz der Johanniter gibt es unter www.johanniter.de/bayerisch-schwaben