Silber für die Offene Ganztagsschule Zauberhut
Das Team „Zauberhut“ holt beim Erste-Hilfe-Wettkampf der Johanniter in Linstow den zweiten Platz
Ein langer und aufregender Tag ging für das Team der OGS Zauberhut am Samstag mit einer Silbermedaille zu Ende. Die fünf Mitarbeiterinnen der Ganztagsbetreuung an der Gustav-Peter-Schule Eutin holten beim Erste-Hilfe-Wettkampf der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. den 2. Platz in der Kategorie E (Erzieher*innen). Der „Tag der Johanniter“ fand in diesem Jahr im Van der Valk Resort in Linstow am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte statt. Die Johanniter des Landesverbands Nord traten in einem fairen Wettkampf an und zeigten ihr Erste-Hilfe-Wissen in verschiedenen Kategorien. Der Wettkampf stand unter der Schirmherrschaft von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
Die Mitarbeiterinnen der OGS Zauberhut überzeugten das Schiedsrichter-Team mit ihrem Wissen, Reaktionsvermögen und Geschick bei den sogenannten Fallbeispielen. Geschminkte Mimen stellten verletzte Kinder oder Kolleginnen dar, die zum Beispiel Brand- oder Kopfwunden erlitten hatten. Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung gehörte zur Prüfung dazu – ist sie doch eine der wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Wichtig waren zudem, den Notruf richtig abzusetzen und die Patienten psychologisch zu betreuen.
Für das Team rund um die stellvertretende OGS-Leiterin Claudia Lejeune stand aber vor allem der Spaß im Vordergrund. „Vorher gemeinsam üben, die Aufgaben in Teamarbeit meistern und am Ende des Abends zusammen feiern – das ist für uns immer wieder eine ganz besondere Erfahrung“, erklärt Claudia Lejeune.
„Wir sind sehr stolz auf die Leistungen all unserer Teams. Herzlichen Glückwunsch an die E-Mannschaft aus Eutin, die den zweiten Platz holen konnte. Es ist uns sehr wichtig, dass alle unsere Mitarbeitenden in Erster Hilfe ausgebildet sind“, erklärt Yonathan Arnold, Mitglied im Regionalvorstand des Regionalverbandes Schleswig-Holstein Süd/Ost, zu dem die Ganztagsbetreuung der Eutiner Schule gehört.
Das waren die Aufgaben
In der Kategorie E bewiesen die Mitarbeitenden aus den Kitas und der Ganztagsbetreuung, dass Erste Hilfe am Kind in den Johanniter-Einrichtungen fest verankert ist. Die Szenarien orientierten sich eng am pädagogischen Alltag: Beim Spielen war ein Kind gegen die Tischtennisplatte geprallt, die Teams versorgten die blutende Kopfplatzwunde. Reinigungsmittel hatten bei einer Person Verätzungen an den Handinnenflächen verursacht, eine zweite Person hatte versehentlich von der Flüssigkeit getrunken. Die Teilnehmenden mussten beide Verletzungsbilder erkennen, Erste Hilfe einleiten und zugleich beruhigend auf die Betroffenen einwirken.
Der Tag der Johanniter
Damit alle Szenarien realistisch wirken, wurden rund 30 Verletztendarsteller mit Kunstblut und modellierten Wunden professionell auf ihre Rollen vorbereitet. Rund 45 Schiedsrichter beobachteten den Wettbewerb. Etwa 620 Teilnehmende, Helfende und Gäste waren vor Ort dabei. Der Tag der Johanniter findet alle zwei Jahre im Landesverband Nord statt. Der nächste Wettkampf ist 2028 in Lübeck geplant.