Silke Weiler feierlich als Mitglied in den Regionalvorstand der Johanniter in Ostbayern eingeführt
Wertschätzung, Vertrauen und Menschlichkeit als Grundlage guter Führung – neues Mitglied des Regionalvorstands setzt klare Schwerpunkte für ihre Arbeit
Regensburg ■ Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche Maria Magdalena wurde Silke Weiler als neues Mitglied des Regionalvorstands der Johanniter in Ostbayern offiziell in ihr Amt eingeführt. Im Mittelpunkt der Feier standen neben der Segnung von Silke Weiler insbesondere die Bedeutung von Menschlichkeit, gegenseitigem Vertrauen und einer wertschätzenden Führungskultur. Zahlreiche Grußworte würdigten die Arbeit der Johanniter und richteten zugleich den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.
„Gute Führung braucht Haltung, Wertschätzung und Empathie“, so Andreas Hautmann, Mitglied des Landesvorstands der Johanniter. Er zog in seinem Grußwort einen ungewöhnlichen Vergleich zum Fußball und den hohen Erwartungen wie aktuell Bundestrainer Jürgen Klopp erfährt. Auch an eine neue Führungspersönlichkeit bei den Johannitern seien große Erwartungen geknüpft. Entscheidend sei jedoch nicht allein die Leistung, sondern vor allem die Art und Weise, wie Menschen geführt werden. Gute Führung brauche eine klare Haltung, gegenseitigen Respekt und die Fähigkeit, Menschen wertschätzend zu begegnen. Diese Eigenschaften sieht Hautmann bei Silke Weiler in besonderem Maße verwirklicht. Er hob ihren aufmerksamen Blick für Menschen, ihre Empathie und ihre ausgeprägte Fähigkeit hervor, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Netzwerke aufzubauen.
Auch Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger würdigte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung der Johanniter für die Stadt und die gesamte Region. „Johanniter sind weit mehr als ein Dienstleister, bei den Johannitern stehe der Mensch im Mittelpunkt – eine Haltung, die weit über die Erbringung sozialer Dienstleistungen hinausgehe.“ Dabei erinnerte er an die Verdienste von Martin Steinkirchner, dem Vorgänger von Silke Weiler. Mit wegweisenden Projekten wie dem Hotel Includio und den Hospizen seien Einrichtungen entstanden, deren Strahlkraft weit über die Region hinausreiche. Die Arbeit der Johanniter sei ein wichtiger Pfeiler der Stadtgesellschaft. Sie gäben Menschen Halt, bewahrten ihre Würde und leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Besonders wertvoll sei dabei etwas, das sich nicht ersetzen lasse: die Zeit, die Mitarbeitende und Ehrenamtliche anderen Menschen schenken.“, so Dr. Thomas Burger. Für ihre neue verantwortungsvolle Aufgabe wünschte der Oberbürgermeister Silke Weiler viel Kraft, Besonnenheit und eine glückliche Hand.
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzte Björn Heinrich, Kreisgeschäftsführer vom Bayerischen Roten Kreuz. Er bedankte sich ausdrücklich für die Einladung und die Gelegenheit, als Vertreter einer anderen Hilfsorganisation ein Grußwort zu sprechen. Dies sei keineswegs selbstverständlich und zeige die besondere Qualität der Zusammenarbeit in der Region. Hilfsorganisationen verbinde ein gemeinsamer Auftrag: für Menschen da zu sein, die Unterstützung und Hilfe benötigen. „Miteinander und nicht gegeneinander“ sei dabei der entscheidende Gedanke. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen sei über viele Jahre gewachsen. Heinrich erinnerte in diesem Zusammenhang ebenfalls an die gute Kooperation mit Martin Steinkirchner und Heinrichs Vorgänger. Diese bewährte Partnerschaft gelte es auch in Zukunft fortzuführen.
„Menschen sollen sich gehört und gesehen fühlen“ (Silke Weiler)
In ihrer abschließenden Ansprache machte Silke Weiler deutlich, welche Werte ihre Arbeit als neues Mitglied des Regionalvorstands prägen sollen. Ihr sei besonders wichtig, dass Menschen sich gehört, gesehen und ernst genommen fühlen. Denn nur dort, wo Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung entstehen, könne gemeinsam etwas bewegt werden.
Dabei bezog sie auch gesellschaftlich klar Stellung. Sie sprach sich entschieden gegen Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung aus. Unterschiedliche Meinungen und respektvoller Widerspruch müssten möglich sein, persönliche Verletzungen und Herabwürdigungen hätten jedoch keinen Platz.
Zugleich verwies Weiler auf die zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen für soziale Organisationen. Während die Anforderungen und Aufgaben kontinuierlich steigen, gingen finanzielle Förderungen zurück. Gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen sei es wichtig, nicht Ängste zu verstärken, sondern vorausschauend zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und Menschen Sicherheit zu geben. Zwei Themen liegen Silke Weiler persönlich besonders am Herzen: die Unterstützung obdachloser Menschen und die Begleitung trauernder Kinder. Beiden Gruppen möchte sie in ihrer zukünftigen Arbeit besondere Aufmerksamkeit schenken.
Mit Silke Weiler gewinnt der Regionalvorstand eine Führungspersönlichkeit, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, auf Zusammenarbeit setzt und gesellschaftliche Herausforderungen mit klarer Haltung angehen möchte.
Die Johanniter in Ostbayern
Der Regionalverband Ostbayern ist Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit rund 2000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an mehreren Standorten und Einrichtungen bieten die Johanniter zahlreiche soziale Dienstleistungen für die Menschen in der Region. Mit Kinder- und Jugendbetreuung, Hausnotruf, ambulanter Pflege, Menüservice, Ausbildung in Erster Hilfe, Patienten-Fahrdienst, Rettungsdienst, Tagespflege und vielen weiteren Angeboten sind die Johanniter in Ostbayern für die Menschen da. Dazu betreiben die Johanniter das Inklusionshotel INCLUDiO in Regensburg und sind mit dem Johannes-Hospiz in Pentling und dem Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf auch in der Hospizarbeit tätig. Insgesamt 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in den sechs Johanniter-Ortsverbänden in Großköllnbach, Kelheim, Landshut, Regensburg, Schwandorf und Schwarzenfeld im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst, in der Krisenintervention, in den Rettungshundestaffeln, bei den Hunden im Therapieeinsatz, in der Johanniter-Jugend und vielen weiteren Einsatzgebieten für die Menschen.