„Tag des Notrufs“ am 11.2.
Sind Menschen schwer verletzt oder erkrankt, ist eine medizinische Versorgung notwendig. Das Wählen der 112 ist dabei einer der wichtigsten Schritte in der Rettungskette.
Sind Menschen schwer verletzt oder erkrankt, ist eine medizinische Versorgung notwendig. Besonders bei einer Lebensbedrohlichen Situation (z.B. Bewusstlosigkeit, akuter Atemnot, Schlaganfall, Herzstillstand usw.) kommt es darauf an, frühzeitig den Rettungsdienst zu rufen, um eine schnelle notfallmedizinische Versorgung zu gewährleisten. „Das Wählen der 112 ist dabei einer der wichtigsten Schritte in der Rettungskette. Nur so wird gewährleistet, dass die Erste Hilfe des Laien schnell von der professionellen Hilfe des Rettungsdienstes und der Mitarbeitenden der Leitstelle ergänzt wird“, erklärt Florian Paschel, Rettungssanitäter der Johanniter in Brandenburg an der Havel.
Die Rufnummer 112 ist nicht nur in Deutschland die Telefonnummer für den Rettungsdienst und die Feuerwehr. In allen europäischen Ländern wurde die 112 als einheitliche Notrufnummer für die notfallmedizinische Versorgung eingeführt. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und aus dem Mobilfunknetz wie aus dem Festnetz kostenfrei. Nutzt man ein fremdes Handy, kann der Notruf auch ohne Entsperr-Code getätigt werden.
Paschel, seit vielen Jahren in Brandenburg an der Havel im Rettungsdienst tätig, gibt Tipps für einen Anruf bei der Rettungsleitstelle, denn „die 112 wählt man nicht so oft“.
Hier die wichtigsten Fragen, die beim Anruf der 112 der Rettungsleitstelle beantwortet werden sollen:
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte/ Erkrankte gibt es?
- Welche Verletzungen/ Erkrankungen konnten Sie entdecken?
Die letzte und wichtigste Regel lautet: „Nicht einfach auflegen, denn hat man etwas vergessen gibt man so den Mitarbeitenden in der Rettungsleitstelle die Chance, Nachfragen zu stellen und Anweisung zum weiteren Vorgehen zu erhalten“, so Paschel weiter.
Um im Ernstfall schnell handeln und richtig helfen zu können, rät der Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Im Kurs werden z.B. das richtige Absetzen des Notrufs und alle Erste-Hilfe-Maßnahmen, die bis zum Eintreffen der professionellen Retter wichtig sind, geübt.