30.04.2026 | Landesverband Nordrhein-Westfalen

Wandel und Gestaltung der Zukunft: NRW-Führungskräftetag der Johanniter

Wertvolle Chancen für Führungskräfte und die Herausforderungen des Wandels in der Johanniter-Unfall-Hilfe: Das waren die Kernthemen des Führungskräftetags NRW 2026.

Der diesjährige NRW-Führungskräftetag der Johanniter bot 138 Teilnehmenden aus verschiedensten Fachbereichen ein vielfältiges Programm zum Thema „Wandel“ und lieferte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Johanniter-Unfall-Hilfe. "Wir erleben in der Gegenwart einen vielfachen Wandel, technologisch, geopolitisch, strategisch und kulturell. Wir Johanniter sind erfahren im Wandeln," eröffnete der ehrenamtliche NRW-Landesvorstand Matthias Cramer die Veranstaltung am 29. April 2026 im Johanniter-Gästehaus in Münster und war sichtlich überzeugt von der Wirkungskraft seiner Johanniter.

Die Agenda umfasste unter anderem die Vorstellung der neuen Johanniter-Verhaltensleitlinie durch den Bundesverband, vertreten durch Robert Rostoski (Gesamtkoordinierung Vielfaltsorientierung). Dieser führte die Teilnehmenden bildhaft an die Unterscheidung von Realität, Gleichbehandlung, Fairness und Gerechtigkeit heran und platzierte in diesem Kontext die Relevanz und Wirkung, die die neue Verhaltensleitlinie bietet. "Sensibilität für Diskriminierung und Mobbing sind für uns Johanniter besonders wichtig", so Rostoski.

Die Rolle von Resilienz im Wandel

Der Konkretisierung des zentralen Themas "Wandel" bei den Johannitern NRW widmete sich Udo Schröder-Hörster, hauptamtlicher Landesvorstand der Johanniter NRW. Er thematisierte offen und klar die aktuellen Veränderungen innerhalb der Johanniter-Unfall-Hilfe, von technischen Fortschritten über strukturelle Neuordnungen der Aufgaben von Bundes-, Landes- und Regionalverbänden bis hin zur notwendigen Zivil-Militärischen Zusammenarbeit angesichts der hybriden Bedrohung Europas durch Russland. Bei allem Wandel und den aktuellen, großen und gleichzeitigen Herausforderungen für die Johanniter betonten die Vorstände jedoch auch eine feste Konstante der Johanniter-Welt: den Sinn und Zweck der Johanniter-Arbeit beim Retten, Erziehen, Pflegen. Diese Überzeugung wird sich nicht ändern, wenngleich ihr technisch-organisatorischer Rahmen dem steten Wandel unterliegen muss, um die Arbeit der Johanniter in NRW langfristig und zeitgemäß aufzustellen.  

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Tages lag auf dem Beitrag der Resilienz-Expertin Prof. Dr. Jutta Heller zur Weiterentwicklung von Führungsarbeit. Dabei ging es um die persönliche Resilienz von Führungskräften in Zeiten von Veränderung und darum, wie sich Führungskräfte mittels Akzeptanz und Eigenverantwortung in belastenden Situationen besser steuern können. 

Führungsarbeit: motiviert voran gehen

Matthias Cramer resümierte den Tag sehr positiv: “Wir haben heute ein tolles Miteinander der NRW-Führungskräfte erlebt und viel positive Energie wahrgenommen, den Wandel aktiv gestalten zu wollen.” Udo Schröder-Hörster wünschte allen Teilnehmenden zum Abschluss des Führungskräftetages, “dass Sie Ihre Motivation im Change behalten und es schaffen, diese positive Einstellung nach vorn zu tragen. Ich bin sicher, dass wir es gemeinsam schaffen, Mitarbeitende für den Change zu motivieren und sie sich weiterhin so stark bei den Johannitern für ihre Mitmenschen engagieren.”