25.09.2026 | Johanniter-Krankenhaus Stendal

Weltherztag 2026: „Gib ACHT auf dein Herz!

Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall frühzeitig erkennen

Prof. Michael Gross, Chefarzt der Kardiologie im Johanniter-Krankenhaus. Foto: Detlef Schröder

Anlässlich des Weltherztages am 29. September macht das Johanniter-Krankenhaus auf die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufmerksam. „Wichtig sind Vorsorge, ein gesunder Lebensstil und das rechtzeitige Erkennen von Warnzeichen“, so Professor Michael Gross, Chefarzt der Kardiologie.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall würden sich häufig über viele Jahre entwickeln. Deshalb sei es wichtig, persönliche Risikofaktoren zu kennen und wichtige Werte wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin regelmäßig kontrollieren zu lassen. Prof. Gross: „Einige Risikofaktoren lassen sich nicht beeinflussen. Dazu gehören etwa familiäre Vorbelastungen, Alter und Geschlecht. Andere Faktoren können hingegen aktiv verändert werden. Wichtig seien die sogeannten „Life’s Essential 8“, acht zentrale Faktoren: herzgesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichend Schlaf, Verzicht auf Nikotin, gesundes Körpergewicht, ein gut eingestellter Blutdruck, ein gesunder Blutzucker und ein niedriger günstiger Cholesterinwert.

„Wichtig ist zudem, Warnzeichen ernst nehmen“, so Prof. Gross. „Brustschmerzen oder ein Engegefühl im Brustkorb, Atemnot, Herzstolpern, ungewöhnliche Erschöpfung oder geschwollene Beine können auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden. Plötzlich auftretende starke Brustschmerzen sind ein Notfall. In diesem Fall sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.“

Auch bei einer bestehenden Herzerkrankung kann Bewegung sinnvoll sein. „Die Vorstellung, dass Menschen mit einer Herzerkrankung sich grundsätzlich schonen sollten, ist überholt. Entscheidend ist ein individuell angepasstes und moderates Training, das die Erkrankung berücksichtigt“, so Prof. Gross.