18.05.2026 | Johanniter-Krankenhaus Stendal

Zuhören, Halt geben, Hoffnung schenken

Ehrenamtliche Seelsorge stärkt Patientinnen und Patienten im Klinikalltag

Mentorin Eva Kames (von links), Angelika Cosmar und Manfred Lambert sowie Krankenhausdirektor Jens Domke beim offiziellen Start der ehrenamtlichen Seelsorge. Foto: Claudia Klupsch

Ein offenes Ohr, Zeit für Gespräche und menschliche Nähe: Seit Anfang des Jahres unterstützen ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger die Arbeit im Johanniter-Krankenhaus Stendal. Sie begleiten Patientinnen und Patienten in der oft belastenden Situation eines Krankenhaus-Aufenthaltes – mit Empathie, Aufmerksamkeit und Zuspruch.

 „Seelsorge bedeutet, Menschen in Krisen beizustehen – bei Ängsten, Trauer oder Unsicherheit“, sagt Eva Kames, hauptamtliche Seelsorgerin am Johanniter-Krankenhaus und Mentorin der Ehrenamtlichen. Neben Einfühlungsvermögen brauche es dafür auch innere Stabilität, erklärt sie.

 Die Ehrenamtlichen werden für ihre Aufgabe geschult: In mehreren Wochenendseminaren erwerben sie zum Beispiel Grundlagen der Gesprächsführung und reflektieren ihre Erfahrungen gemeinsam. Die Ausbildung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeseminar der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands.

Zu den Ehrenamtlichen gehört Angelika Cosmar. Die ehemalige Krankenschwester möchte weiterhin für andere da sein: „Ich habe Zeit und möchte sie sinnvoll einsetzen“. Sie ist für die Patienten auf der Inneren Station da und möchte vor allem „einfach nur zuhören“.

 Auch Manfred Lambert engagiert sich mit Überzeugung. Der frühere Wassermeister in der Trinkwasserversorgung hat bereits Erfahrung in der Hospizarbeit gesammelt und begleitet nun ältere Menschen auf der Geriatrie-Station. „Ihre Lebensgeschichten zu hören, ist etwas Besonderes. Die Gespräche sind für beide Seiten bereichernd“, stellt er fest.

„Wir sind sehr dankbar für den Einsatz unserer ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Sie schenken unseren Patientinnen und Patienten Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe – und leisten damit einen wertvollen Beitrag, der weit über den medizinischen Alltag hinausgeht“, so Krankenhausdirektor Jens Domke.