"Helfen, anderen zu helfen"

Unterthingau, 25. Oktober 2019

von li. : Regionalvorstand Michael Rettenmaier mit den Unterthingauer Johannitern Franz Felgner, Michael Struck und Claudia Schindele.
Foto: iris Nowak

Unter dem Motto „Unser Dorf, unsere JUH, unser Team“ feierte der Johanniter-Ortsverband Unterthingau jüngst sein zehnjähriges Jubiläum mit einem großen Fest. Mithilfe von Fotos, Geschichten und Anekdoten warfen die Mitglieder dabei einen Blick zurück auf die Entwicklung ihres Verbandes. Was aktuell so los ist, demonstrierten die Helfer den zahlreichen Besuchern in interessanten Vorträgen und bei spannenden Vorführungen.

Der Ortsverband Unterthingau ist seit jeher untrennbar mit dem Namen Michael Struck verbunden. Er war es, der im Jahr 2009 unter dem Motto „Helft uns, anderen zu helfen“ die Jugendgruppe Unterthingau ins Leben rief. Bereits im Jahr 2013 konnte dann aus dem eigenen Nachwuchs und Zuwachs aus der Bevölkerung offiziell der Ortsverband gegründet werden. „Der Michel war von Anfang an die Triebfeder des Ganzen. Er setzt sich unglaublich ein und hält den Laden perfekt am Laufen“, waren sich viele der Kollegen am Festtag einig. Struck selbst fungiert heute als ehrenamtlicher Regionaljugendleiter sowie Ortsbeauftragter.

Der 58-jährige ließ es sich auch nicht nehmen, die zahlreichen Festgäste zu begrüßen und voller Stolz über die Aktivitäten des Ortsverbandes zu berichten. Mittlerweile gehören dazu neben der Jugendarbeit auch Sanitätsdienste, Ausbildung, Hausnotruf, die Mitwirkung beim Johanniter-Weihnachtstrucker, die Schnelle Einsatz Gruppe (SEG) Sicherheit und Technik, die SEG Betreuung (beide sind dem Bevölkerungsschutz angegliedert) sowie die Mitbesetzung des First Responders. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass wir so viel erreichen“, so Struck. Als eines der nächsten Ziele nannte er die Schaffung eines neuen Gruppenraumes. Die jetzige Unterkunft im Waaghaus sei nicht mehr ausreichend für die vielfältigen anstehenden Aufgaben.

Josef Heringer, der 2. Bürgermeister der Marktgemeinde, würdigte in seinem Grußwort das Engagement der ehrenamtlichen Johanniter im Ort. Sie erfüllten eine sinnvolle Aufgabe und seien eine echte Hilfe. Michael Rettenmaier, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter im Allgäu, betonte, seit 2009 werde der Dienst am Menschen in der Marktgemeinde von den Ehrenamtlichen aktiv gelebt und mit Überzeugung vertreten. „Erste-Hilfe zu leisten, da zu sein, wenn man gebraucht wird und wenn es nur Trösten ist, lernen die Jugendlichen schon von der Pike auf.“ Heute können Michael Struck und sein Team auf ein breites Angebot und eine Manpower von rund 60 Ehrenamtlichen sehr stolz sein, lobte er und ergänzte: „Ohne unermüdliches Engagement sowie eine gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Gemeinde, Vereine und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger ist eine solche Leistung, wie sie die örtlichen Johanniter in den vergangenen zehn Jahren erbracht haben, nicht zu schaffen.“ Um ihre Leistungen anschaulich zu machen (und vielleicht den einen oder anderen zum künftigen Mitmachen zu animieren), boten die Mitglieder Vorführungen, beispielswiese zur Reanimation mit Intubation und Defibrillator. In einem Kurzvortrag stellten sie zudem das Projekt „Johanniter-Weihnachtstrucker“ vor. Abgerundet wurde das Programm mit einer Fotogalerie und einer Fahrzeugausstellung.