Sanitätswachdienst beim Grasbahnrennen

Bielefeld, 25. Juni 2018

Die Motorradsportler kämpften beim traditionellen Rennen um die Qualifikation für die Teilnahme an der Langbahn-WM 2019. Der spannende Kampf um die drei Startplätze und ein buntes Rahmenprogramm lockten 3.500 Besucher trotz Nieselregen auf den Leineweberring.


Fast ebenso traditionell wie das Rennen selbst ist der Sanitätswachdienst der Johanniter. Seit Jahrzehnten schon stellt die JUH Personal und Kompetenz zur Verfügung. In diesem Jahr standen 17 Helfer, zwei Notärztinnen, zwei Rettungswagen und ein Geländekrankenwagen bereit. Im Eingangsbereich des Veranstaltungsgeländes richteten die Johanniter einen Behandlungsplatz ein – oder, in der internationalen Sprache der Veranstaltung: ein "Medical Center"- mit beheiztem Behandlungszelt und Einsatzleitung. Ein KTW und vier Helfer bezogen am Wall der Nordkurve Posten, um sich im Notfall um Zuschauer kümmern zu können. Direkt an der Strecke waren ein RTW und weitere Helfer einsatzbereit, um bei Unfällen auf der Strecke zur Stelle zu sein. Unterstützt wurden die Johanniter von Kräften der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH.


Der Vormittag, an dem Trainings- und Qualifizierungsläufe stattfanden, verlief ruhig. Leider änderte sich das am Nachmittag. Kurz nach Beginn eines Rennens kollidierten drei Fahrer und blieben verletzt liegen. Der an der Strecke postierte RTW sowie der Gelände-KTW und ein am Behandlungsplatz stationierter RTW kamen mit den Helfern der JUH auf die Bahn. Sie leisteten Erstversorgung direkt am Unfallort. Die Fahrzeuge brachten die Verletzten zum Behandlungsplatz. Hier wurde die Versorgung fortgesetzt. Schließlich wurden die Verletzten ins Krankenhaus gebracht. Die Veranstaltung musste für zwei Stunden unterbrochen werden.


Als die Rettungskräfte wieder vor Ort waren, wurden die Rennen fortgesetzt. Im ersten Rennen nach der Unterbrechung ereignete sich der nächste Unfall. Ein Juniorfahrer fuhr am Ausgang der Nordkurve direkt in die Streckenabgrenzung. Wieder waren Helfer und RTW zur Stelle. Die weiteren Rennen verliefen ohne Zwischenfälle auf und neben der Strecke.


"Vier verletzte Fahrer habe ich, solange ich bei der Veranstaltung als Führungskraft tätig bin, noch nicht erlebt.", sagte Einsatzleiter Daniel Welland zum Abschluss. "Unsere Versorgung am Unfallort und am Behandlungsplatz hat sehr gut funktioniert. Wir haben einen guten Job gemacht. Auch die Zusammenarbeit mit der Rettungsdienst gGmbH war hervorragend – mit dem Veranstalter sowieso, wie auch schon in den Vorjahren."


Den verletzten Fahrern wünschen wir baldige Genesung!